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„Die Enttäuschung ist groß“Gegen Ex-Klub: Baumgart und der HSV verspielen letzte Aufstiegs-Chance

Steffen Baumgart senkt enttäuscht den Kopf.

Steffen Baumgart beim Spiel des Hamburger SV gegen den SC Paderborn am Freitagabend (10. Mai 2024).

Der Hamburger SV hat die letzte Chance auf einen möglichen Bundesliga-Aufstieg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart verlor am Freitagabend mit 0:1 gegen den SC Paderborn. 

Die letzte Chance vergeben, alle Hoffnung dahin: Der Hamburger SV wird nach einem ernüchternden 0:1 (0:1) beim SC Paderborn auch in der kommenden Saison in der 2. Fußball-Bundesliga spielen.

Die Mannschaft von Steffen Baumgart (52) kann den Relegationsplatz nicht mehr erreichen - und der HSV muss sich auf das siebte Jahr nacheinander im Unterhaus einstellen.

2. Bundesliga: Hamburger SV verliert gegen den SC Paderborn

Trainer Baumgart, der am 20. Februar als Nachfolger von Tim Walter (48) verpflichtet worden war, wird trotz der Enttäuschung wohl weitermachen dürfen. Die Zukunft von Sportvorstand Jonas Boldt (42)  erscheint dagegen offen, das letzte Saisonspiel am 19. Mai gegen den 1. FC Nürnberg hat nur noch statistischen Wert.

Dabei hätte der HSV seine kleine Aufstiegschance mit einem Sieg in Paderborn wahren können, doch Koen Kostons (7.) schockte den Favoriten. Damit steht auch fest, dass Fortuna Düsseldorf mindestens die Teilnahme an der Relegation sicher hat. Die Rheinländer haben vier Punkte Rückstand auf den FC St. Pauli und fünf auf Tabellenführer Holstein Kiel. Die beiden norddeutschen Teams können den Aufstieg am 33. Spieltag perfekt machen.

Der HSV wird dann nur neidisch zusehen können. Obwohl Baumgart noch vor Anpfiff vor der Wucht seines Ex-Teams Paderborn gewarnt hatte, schien Hamburg überrumpelt. Kostons schloss einen ersten Angriff fulminant und entschlossen ab, Torhüter Mateo Raab war chancenlos.

Der Treffer beflügelte die Paderborner im letzten Heimspiel der Saison noch: Kostons (13.) und Raphael Obermair (16.) hätten bereits früh das 2:0 erzielen können, der HSV dagegen fand überhaupt nicht in den Rhythmus. Erst in der 36. Minute hatte Hamburg durch Jean-Luc Dompe einen ersten gefährlichen Abschluss.

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Baumgart reagiert auf den harmlosen Auftritt seiner Mannschaft und brachte zu Beginn des zweiten Durchgangs gleich drei Neue: Er tauschte seine Innenverteidigung aus und brachte zudem Hoffnungsträger Laszlo Benes, der zuletzt verletzt ausgefallen war.

„Momentan ist es nur dummes Gequatsche“

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Doch auch die personellen Änderungen brachten nicht gewünschten Schwung. Der HSV mühte sich zwar, fand aber zunächst keine Mittel - und hatte dann doch die große Ausgleichschance: Ransford Königsdörffer (69.) konnte den Ball im Strafraum aber nicht mehr kontrollieren.

„Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß“, gab Baumgart nach Anpfiff bei Sky zu: „Ich will es im nächsten Jahr ganz klar angreifen. Ich bin gerade sauer und verärgert, aber ich habe meine Ansätze, um den Weg zu gehen.“ Der Aufstieg sei nicht allein in Paderborn verspielt worden: „Es ist vieles passiert über das ganze Jahr.“

„Die Fans stehen komplett hinter uns“, erklärte der gebürtige Rostocker: „Ich versuche, die Jungs aufzubauen. Auch das ist meine Aufgabe: Für die Jungs da zu sein.“ (sid)