Als er über das Drama beim Spiel Österreich gegen Algerien sprach, benutzte Bastian Schweinsteiger zwei Begriffe, die ihm bei der WM schon mal Ärger eingehandelt haben.
„Kann man sagen“Auffällige Schweini-Wortwahl: Hat er das bewusst gemacht?

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Bastian Schweinsteiger sprach mit Esther Sedlaczek über das völlig verrückte Spiel Österreich gegen Algerien.

Bastian Schweinsteiger drückt bei der WM natürlich Deutschland die Daumen. Doch sein Experten-Herz schlägt auch für Österreich.
Das wurde am Sonntagabend (28. Juni) vor dem ersten K.o.-Spiel (Kanada gegen Südafrika) in der ARD erneut deutlich. Denn zum Start der Übertragung gab es zunächst einen Rückblick auf die verrückte Schlussphase beim 3:3 zwischen dem ÖFB-Team und Algerien.
Schweinsteiger spricht erneut von „wild“ und „unorthodox“
Schweinsteiger hatte das Spiel im Flieger auf dem Weg nach Los Angeles verfolgt. „Wie laut bist du denn geworden? Hast du da jeden aufgeweckt?“, wollte ARD-Moderatorin Esther Sedlaczek wissen.
Schweinsteiger war offenbar der einzige Fußball-Fan unter den Passagieren. „Die haben alle geschlafen. Das war wahnsinnig. Ich war der Einzige, der das Spiel geschaut hat“, berichtete er.
Beiden Teams reichte zum Weiterkommen ein Unentschieden, eine Niederlage durfte sich keiner erlauben. Beim Stand von 2:2 stellten dann beide in der Schlussphase ihre Angriffsbemühungen ein. Algerien passte sich den Ball hin und her, Österreich lief halbherzig an. Nicht nur Schweinsteiger fühlte sich an die Schande von Gijón erinnert – auch wenn ihm der beliebte Fehler unterlief, sie mit der Schmach von Córdoba zu verwechseln.
Doch dann fiel mitten in den vermeintlichen Nicht-Angriffspakt in der Nachspielzeit das 3:2 für Algerien durch Riyad Mahrez (90.+3). Österreich stand vor dem Aus, kam in letzter Minute durch den Treffer von Sasa Kalajdzic (90.+6) aber doch noch zurück.
„Und was ja die Ironie in der ganzen Geschichte ist: Nachdem die Österreicher das 3:3 machen, haben die sich gefreut, dass sie weiter sind, klar. Aber die Algerier haben sich auch gefreut, die Fans, denn sie müssen jetzt nicht gegen Spanien spielen“, erklärte Schweinsteiger. Bei einem Sieg wäre Algerien Gruppenzweiter und damit Gegner des Mitfavoriten Spaniens geworden. Nun geht es für die Nordafrikaner gegen die Schweiz.
„Es sei ein unfassbares Spiel gewesen“, so Schweinsteiger. „Hast du damit noch gerechnet?“, fragte daraufhin Sedlaczek. „Nee! Beim 3:2 habe ich gedacht: Gott, ist das deppert“, antwortete der Weltmeister.
Und dann passierte es: Schweinsteiger beschrieb nun den Ausgleich der Österreicher und sagte: „Also, das war alles sehr, sehr wild, unorthodox, kann man sagen. Aber es hat zum Erfolg geführt.“
Wild? Unorthodox? Da war doch was! Mit denselben Worten hatte Schweinsteiger vor dem Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste den Spielstil der Afrikaner beschrieben. Wörtlich sagte er, das Spiel des Teams der Elfenbeinküste sei ein „bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist, bisschen vielleicht auch manchmal nicht ganz so von der Taktik geprägt ist“.
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Seine klischeehaften Formulierungen waren unter anderem vom Nationaltrainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, zum Teil scharf kritisiert worden. Schweinsteiger wehrte sich anschließend in einer Stellungnahme der ARD gegen Rassismusvorwürfe. „Ich habe über Fußball gesprochen, nicht über Menschen. Das ist eine Fußballanalyse. Nicht mehr und nicht weniger. Auf keinen Fall wollte ich jemandem zu nahe treten.“
Ob er diese Begriffe im Zusammenhang mit Österreich nun ganz bewusst wählte, um der Debatte weiter den Wind aus den Segeln zu nehmen, oder es einfach die ersten waren, die ihm einfielen, weiß Schweinsteiger natürlich nur selbst. Eines ist sicher: Auf diese Schlussphase trafen sie definitiv zu.
