Die DFB-Elf besiegt in der WM-Generalprobe Co-Gastgeber USA mit 2:1. Lothar Matthäus gibt eine Erklärung für den nicht immer überzeugenden Auftritt.
„Haben meine Eltern vor 60 Jahren gemacht“Matthäus fassungslos über Verhältnisse in den USA

Deutschland hat den letzten Härtetest vor der WM in Nordamerika gewonnen. Beim 2:1 gegen Co-Gastgeber USA lief aber noch nicht alles rund.
RTL-Experte Lothar Matthäus machte für den nicht immer überzeugenden Auftritt der DFB-Elf auch den Rasen im Stadion Soldier Field in Chicago verantwortlich.
Matthäus wundert sich über Bewässerung: „Mit dem Gartenschlauch!“
Florian König brachte die Sprache auf das ungewohnte Geläuf, das mit der Rasenqualität in deutschen Stadien offenbar nicht mithalten kann. „Leroy Sané war gerade hier am Tisch, hat dir ‚Hallo‘ gesagt und hat gesagt: ‚Boah, der Rasen ist aber stumpf!‘ Das ist richtig anstrengend“, sagte der Moderator zu Matthäus und wollte dann wissen, ob der ein oder andere nicht so gute Ballkontakt von Sané (EXPRESS.de-Note 3,5) darauf zurückzuführen gewesen sei.
Matthäus’ eindeutige Antwort: „Absolut, der Ball ist langsamer, kommt langsamer an. Der geht nicht so glatt über den Rasen“, sagte der DFB-Rekordspieler, der sich aber auch über die Bewässerung wunderte.
„Auch dieses Sprengen des Rasens vor dem Spiel. Mit dem Gartenschlauch! Das haben meine Eltern vor 50, 60 Jahren gemacht. So wird halt hier noch der Rasen gesprengt. Die Anlage ist eben nicht dafür geschaffen, dass der Rasen vorher schön durchgewässert wird“, so der Weltmeister von 1990.
Auch bedingt durch die klimatischen Verhältnisse werde der Rasen dann schnell trocken. „Und dadurch ist er stumpf. Dadurch ist das Spiel langsamer. Die Passagen werden langsamer“, erklärte Matthäus. „Und ich glaube schon, dass sich die Mannschaft darauf einstellen muss, dass sie eben mit unterschiedlichem Untergrund hier bei dieser Weltmeisterschaft zurechtkommt.“ Das gilt allerdings für alle Teams bei der WM.
