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Nach Schweinfurt-BlamageViktoria holt Verstärkung mit Zweitliga-Erfahrung

Taylan Duman in Aktion für den SV Sandhausen während des bfv-Rothaus-Pokal-Finals in Eppingen, Deutschland, am 24. Mai 2025.

Taylan Duman, hier noch im Trikot des SV Sandhausen, wird der neue Mann bei Viktoria Köln.

Nach der Schweinfurt-Pleite holt Viktoria Köln Verstärkung.

Es ist der letzte Transfer, der die Handschrift von Stephan Küsters trägt: Der FC Viktoria Köln steht nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeigers“ kurz davor, seinen zweiten Zugang in der Winterpause zu präsentieren.

Taylan Duman, ein 28-jähriger Mittelfeldakteur, der seit dem Sommer ohne Verein ist, wird einen Kontrakt beim Höhenberger Drittligisten unterzeichnen.

Blamage zum Rückrunden-Auftakt

Der in Moers geborene Duman war in der vergangenen Spielzeit für den SV Sandhausen aktiv. Seine Ausbildung genoss er beim MSV Duisburg sowie bei Fortuna Düsseldorf und für den 1. FC Nürnberg bestritt er 69 Partien in der zweiten Liga.

Duman trainierte bereits einige Tage bei der Viktoria mit und konnte die Verantwortlichen offensichtlich überzeugen. Der 28-Jährige ist flexibel im Zentrum und auf beiden Außenbahnen einsetzbar. Sein Debüt für die Viktoria könnte Duman theoretisch schon am Freitagabend (19.00 Uhr, Sportpark Höhenberg) im Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken geben.

Nach dem blamablen Auftakt in die Rückrunde beim Tabellenletzten Schweinfurt 05 (0:2) hoffen die Kölner auf eine schnelle Wiedergutmachung.

„Ich habe gedacht: Moment mal, das ist doch gar nicht die Mannschaft, die ich kenne, da auf dem Platz“, äußerte sich Ex-Sportchef Küsters im Gespräch mit dieser Zeitung. Es sei hoffentlich ein Weckruf zur richtigen Zeit, „mit Saarbrücken kommt jetzt ein richtig guter Gegner. Aber es ist schön, dass sich die Jungs schnell rehabilitieren können.“

Am Montag hatte die Viktoria überraschend die sofortige Trennung von ihrem Sportlichen Leiter bekannt gegeben. „Die Gedanken, die ich für die weitere Entwicklung des Teams hatte, waren einfach mit denen des Vereins nicht mehr auf einer Höhe“, berichtete Küsters. Einen konkreten Vorfall, der den Abschied einleitete, habe es demnach nicht gegeben. In den vergangenen „zwei, drei Monaten“ hätten sich bei Küsters die Gedanken verfestigt.

„Franz Wunderlich kennt mich natürlich lange genug und hat gemerkt, das etwas nicht stimmt“, so der 54-Jährige. Die folgenden Gespräche hätten Klarheit gebracht. „Ich hatte das Gefühl, dass ich Platz machen muss für jemand anders. Es hätte ja nichts gebracht, wenn ich die Planungen für den Sommer mache und in der neuen Saison nicht mehr da bin.“

Ein sofortiger Schnitt sei die „vernünftigste Lösung“ gewesen. „Ich habe viele gute Leute kennengelernt, habe Freundschaften geschlossen und nur ganz wenige negative Erlebnisse“, sagte Küsters. „Ich weiß, dass ich hier immer willkommen sein werde.“

Deutliche Kritik von Marian Wilhelm

Für Trainer Wilhelm geht es nun darum, die aufkommende Unruhe durch den verkorksten Jahresauftakt und den plötzlichen Abschied des Sportchefs gut zu managen. So einen Auftritt wie in Schweinfurt will der Coach nicht noch einmal erleben.

„Es gibt Spiele, die besser werden, wenn sie du dir noch einmal anguckst. Das war keins davon“, sagte Wilhelm. „Wir haben nichts davon auf den Platz gebracht, wofür wir stehen wollen. Haltung, Intensität, Härte – nichts an gereicht, Mit so einer Leistung punktest du in keinem Spiel. Am Freitag muss eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz stehen.“

Doch nicht nur der Trainer war verärgert, sondern auch die Profis selbst. „Sie haben sich nicht wiedererkannt und waren in der Aufarbeitung sehr ehrlich zu sich selbst.“ Für das richtungsweisende Spiel gegen Saarbrücken, bei dem der FCS mit einem Sieg bis auf einen Zähler an die Viktoria heranrücken könnte, forderte Wilhelm „einen Kader voller Energie. Die Trainingseinheiten werden zeigen, wer dafür bereit ist. Jeder kann sich zeigen.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.