Der 1. FC Köln muss im Jahresendspurt wohl auf den nächsten Verteidiger verzichten. Am Samstag erwischte es Dominique Heintz.
„Wie verhext“Der nächste FC-Ausfall in der Abwehr
Aktualisiert
Der FC schleppt sich Richtung Winterpause! Nach zahlreichen Ausfällen kam am Samstag (29. November) der nächste verletzte Spieler dazu.
Dominique Heintz musste beim 1:1 in Bremen bereits nach zwölf Minuten ausgewechselt werden. Nach den Verletzungen von Timo Hübers (Knie), Luca Kilian (Kreuzbandriss) und Joel Schmied (Muskelverletzung) ist er bereits der vierte Verteidiger, der dem FC aktuell nicht zur Verfügung steht. Hinzu kommt Stürmer Ragnar Ache (Gehirnerschütterung).
Kwasniok will trotz FC-Ausfällen nicht jammern
FC-Coach Lukas Kwasniok kam in Bremen in die Bredouille, musste Youngster Rav van den Berg (21) für Heintz bringen. Nach van den Bergs Schulter-OP sah der Coach ihn eigentlich noch nicht bereit. Doch der junge Niederländer machte seine Sache hervorragend.
„Wir hatten natürlich frühzeitig einen verletzungsbedingten Wechsel, was Unruhe reinbringt. Dann hatten wir den einen oder anderen, der vielleicht so noch nicht miteinander gespielt hat. Ich glaube, dass wir trotzdem bemüht waren und gewillt waren“, sagte Keeper Marvin Schwäbe.
Und weiter: „Die Situation war natürlich nicht einfach. Dann kam Rav rein, der natürlich aus der Verletzung kam. Er wurde mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen. Er hat es dann trotzdem sehr, sehr gut gemacht. Auch in der zweiten Halbzeit, wenn man die Situation von Schmid sieht, wo er da im Sprint zurückkommt und den Körper noch gut reinsetzt, um ihn zu stören. Von daher ist da absolutes Vertrauen in die Verteidigung und die Defensive, definitiv.“
Trotzdem geht Köln auf der letzten Rille ins Duell mit dem FC St. Pauli (Samstag, 6. Dezember 2025, 15.30 Uhr, Sky und Liveticker auf EXPRESS.de).
Kwasniok sagte zur Verletzung von Heintz unmittelbar nach dem Spiel: „Wir werden sehen, alles, was ich jetzt sagen würde, wäre rein hypothetisch.“ Befürchtet wird ein längerer Ausfall nach einer Adduktoren-Verletzung. Der Abwehr-Recke hatte sich bei einem langen Schritt weh getan. Am Sonntag wird Heintz bei einem MRT genauer durchgecheckt.
Kwasniok stellte aber gleich klar, dass er nicht jammern wird bei all den Ausfällen: „Für mich ist nur wichtig, auch dafür haben wir wieder irgendwie eine Lösung gefunden. Verletzungen passieren einfach, das gehört leider zum Fußball dazu. Dass uns jetzt alle Innenverteidiger gefühlt ausfallen, ist wie verhext. Aber Sebulonsen hat das gut gemacht. Die Kombination dann hinten raus mit Van den Berg und Sebulonsen hat mir sehr, sehr gut gefallen.“
Der Coach meinte abschließend: „Wenn Heintz uns zur Verfügung stehen sollte, wären wir happy, wenn nicht, werden wir Lösungen finden.“ Ob Ache zurückkehren wird, ist auch noch unklar.
Nach einer Gehirnerschütterung gibt es ein strenges Sicherheits-Protokoll der DFL: „Return to Sport.“ Dabei muss der betroffene Spieler verschiedene Belastungsstufen problemlos durchlaufen: erst leichtes aerobes Ausdauertraining, dann Fußball-spezifische Einzelübungen (Schuss-/Passübungen), dann Trainingsinhalte ohne Kontakt. Anschließend gibt es eine ärztliche Freigabe zum normalen Trainingsbetrieb. Sollte das problemlos absolviert werden können, steht wieder normales Training mit vollem Kontakt an.
Bei Julian Pauli (aktuell an Dresden ausgeliehen) gab es in der vergangenen Spielzeit monatelange Probleme nach einer Gehirnerschütterung. Er klagte bei leichten Belastungen immer wieder über Beschwerden.


