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Hector gesteht„Da war ich echt ein Arschloch, das muss ich klar sagen“

Der ehemalige FC-Kapitän spricht in seinem Podcast mit Fabian Köster offen über seinen Umgang mit Medienvertretern in seiner Zeit als Profi – und entschuldigt sich.

Jonas Hector geht nach seiner Profi-Karriere hart mit sich ins Gericht!

In der neuesten Podcast-Folge von „Schlag und Fertig“ geht es im Gespräch mit Fabian Köster zunächst einmal um Handball. Der Kölner Comedian wundert sich, dass beim verlorenen Gruppenspiel der Deutschen gegen Dänemark ein DHB-Spieler in der Halbzeit zum laufenden Spiel befragt wurde.

Jonas Hector: „Ich war eine Katastrophe“

„Das fand ich schon hart“, kommentiert Köster den Vorgang, der im Handballsport seit Jahren gang und gäbe ist. „Schlecht gelaunt und verschwitzt muss der da noch drei Fragen beantworten“, wundert sich Köster und übersetzt die Situation gleich einmal fiktiv auf seinen Gesprächspartner Jonas Hector.

Er solle sich mal vorstellen, wie es denn für ihn gewesen wäre, als aktiver Spieler in Rückstand liegend befragt zu werden. „Du auch noch als Kapitän, stehst in der Pflicht, und dann steht da im Kabineneingang der DAZN-Reporter“, kichert Köster.

„Kommt auf die Frage an“, entgegnet Hector lachend, um dann aber ehrlich in die eigene Vergangenheit zu blicken. Von den „Media Days“ etwa kenne er die Handballer, die grundsätzlich „viel netter“ seien. Hector nimmt sich dann als Vergleich und bekennt: „Ich war bei den Media Days eine Katastrophe.“

Im Nachhinein verstehe Hector das Ganze ein bisschen besser, weil er nun selbst in der Medienbranche tätig sei. Doch der Ex-Profi sagt auch: „Ich war echt ein Arschloch, das muss ich klipp und klar so sagen. Das war nicht in Ordnung, rückblickend.“

Ex-FC-Kapitän Jonas Hector steht auf dem Feld und gestikuliert.

War als Kapitän des 1. FC Köln im Umgang mit Medien selten gut gelaunt: Jonas Hector.

Die Handballer und auch Basketballer seien trotz einer Anreise von teilweise vier oder fünf Stunden mit Stau und Bahnverspätungen „so nett“, beschreibt Hector.

Im Gegensatz dazu sei die DFL zum FC gekommen. „Die kamen immer zu uns, wir waren immer in Köln. Und da habe ich gemerkt, dass mein Verhalten in den Jahren zuvor bodenlos war.“

Woran das lag, will Köster sofort wissen. Der abgehobene Fußballer Jonas Hector? Hector auf die „gute Frage“: „Bei mir war es so, dass ich da einfach keinen Bock drauf hatte. Manches kam mir immer so aufgesetzt vor. Mit den eigenen Medien, wenn wir das machen mussten, das ging. Aber mit den anderen… Ich weiß es nicht. Ich war auch einfach scheiße.“

Und Köster rührt natürlich kichernd weiter, wenn er den ehemaligen FC-Profi schon mal so einsichtig vor sich hat. Auch er hat damals Erfahrungen mit Hector gemacht, als er den Verein zum Conference-League-Spiel nach Ungarn begleitete. „Ich erinnere mich, – und da hat der FC ja sogar gewonnen und ich war von FC-TV in dem Fall – dass ich so dachte: ‚Also der sieht wirklich schlecht gelaunt aus.‘“

Hector dazu: „Ich bin Fremden immer sehr skeptisch gegenüber. Du warst fremd in meinen Augen. Es hatte sich so manifestiert in meinem Kopf. Das hat das Ganze so werden lassen, wie es war. Aber es tut mir im Nachgang bei ein paar Leuten auch wirklich leid.“

Bei seiner Zusammenarbeit mit Menschen, die auch früher schon bei Produktionen für die „Media Days“ mitgearbeitet hätten, bekomme er heute zu hören: „Eigentlich bist du ja ganz nett.“

Nach einigen Lachern der Läuterung schließt Hector ab: „Ich denke, das kann man jetzt als Entschuldigung so stehen lassen.“

Die Stürmer Fisnik Asllani (r.) und Tim Lemperle (m.) der TSG Hoffenheim jubeln nach einem Treffer.

„40, 50 Millionen Euro“

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