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Von Baumgart angeschafftFC kramt altes Trainingsgerät wieder hervor

Am Montag wurde beim 1. FC Köln ein längst vergessenes Trainingsgerät wieder ausgepackt. Am Ende der Vormittagseinheit arbeiteten einige Profis am legendären Kopfball-Pendel.

Vor einigen Jahrzehnten war es das Nonplusultra, um Fußballer speziell zu schulen. Ganze Generationen von Kickern lernten am Kopfball-Pendel. Beim 1. FC Köln ist das legendäre Trainingsgerät jetzt zurück.

Trainer Steffen Baumgart (54) hatte das monströse Gerät im Jahr 2023 für seine Profis angeschafft. Schon da waren einige Profis überrascht und mussten schmunzeln. Waren diese Methoden nicht längst überholt?

Steffen Baumgart hatte beim 1. FC Köln das Kopfball-Pendel angeschafft

Coach Baumgart erklärte damals: „Ich glaube, es geht nicht darum, ob es altmodisch ist. Sondern darum, dass im Nachwuchsbereich Kopfbälle gar nicht mehr trainiert werden. Aber dann wundern wir uns, dass wir keine Kopfballspieler mehr haben. Nur weil es alt ist und früher gut war, heißt es nicht, dass es schlecht ist. Hermann Gerland ist als Trainer da das beste Beispiel für uns.“

Gerland (72), legendärer Co-Trainer des FC Bayern München mit dem Spitznamen Tiger, hatte seine Schützlinge oft am Kopfball-Pendel springen lassen. Auch Baumgart ist mit dem Pendel groß geworden: „Als ich in der Bundesliga angefangen habe, bin ich noch mindestens einmal in der Woche ans Kopfball-Pendel gegangen. Und ich bin mir sicher, dass ich ein gutes Kopfballspiel hatte. Und es hat mir nicht geschadet.“

Beim FC verstaubte das Gestell mit den Aluminium-Armen, an denen zwei Seile mit Bällen befestigt sind, zuletzt. Bis Co-Trainer Kevin McKenna (46) als Co-Trainer zurückkam. Der Kanadier hatte unter Baumgart mit den Profis am Pendel gearbeitet. Jetzt platzierte McKenna das gewaltige Kopfball-Pendel wieder in der hintersten Ecke auf Trainingsplatz 7.

Am Montag übten Profis wie Youssoupha Niang oder Sebastian Sebulonsen fleißig Kopfbälle. McKenna hat als Co-Trainer die Aufgabe, die Spieler im Einzeltraining am Pendel stärker im Kopfballspiel zu machen. Dabei geht es um Sprungkraft, das richtige Timing oder das gezielte Treffen des Balls mit der Stirn. Keine Frage: Der FC hat die Absicht, sich im Kopfballspiel zu verbessern. Vor allem nach Standards sollen auch kopfballstarke Verteidiger für Torgefahr sorgen.

Auf der anderen Seite des Platzes übten Spieler wie Said El Mala, Ragnar Ache und Jan Thielmann Flankenläufe und Torabschlüsse. Auch dabei kam der eine oder andere Kopfball Richtung Tor.

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