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FC-Kommentar Verkehrte Welt in Bielefeld – Kölns Glücks-Debüt

Steffen Baumgart trainiert den 1. FC Köln in Bielefeld.

Steffen Baumgart beim 1:1 des 1. FC Köln in Bielefeld am 4. Dezember 2021

Das 1:1 des 1. FC Köln bei Arminia Bielefeld war trotz zwischenzeitlicher Führung schmeichelhaft. Der EXPRESS.de-Kommentar zum 14. Spieltag.

Kölns Auswärts-Allergie hält an, doch ansonsten war das Unentschieden bei Arminia Bielefeld am Samstag (4. Dezember 2021) in vielerlei Hinsicht ein Gegenentwurf zum Baumgart-Fußball und der bisherigen Saison.

Der seltsam mutlose FC ging 1:0 in Führung, das gelang nur in zwei der vorherigen sieben Spiele – Comeback-Qualitäten musste dieses Mal der Gegner zeigen. Salih Özcans Treffer war gleichzeitig die erste wirklich hochkarätige Möglichkeit – so eine Effizienz hätte man sich beim Auswärts-Unentschieden in Mainz gewünscht. Chancenwucher betrieb ausnahmsweise mal der Gegner – 18 zu 10 Schüsse und 7 zu 1 Ecken kennt man sonst eher von Steffen Baumgarts Jungs.

Verkehrte Welt in Bielefeld. Inklusive FC-Dusel! Eine Premiere. „Wir hatten noch nicht einmal Glück in dieser Saison“, hatte Baumgart zuletzt im EXPRESS.de-Interview angemerkt und vorgerechnet, dass für seine Kölner schon der eine oder andere Punkt mehr drin gewesen wäre. Nicht nur einmal hatte der FC bei seinen mittlerweile sieben Unentschieden (Liga-Höchstwert) den Sieg auf dem Fuß oder Kopf. Beim 1:1 auf der Alm sah das definitiv anders aus, auch der Trainer sprach hinterher von einem „glücklichen Punkt“.

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Steffen Baumgart: „Sonst kriegt man hier den Arsch voll“

Glück war im Grunde bereits, dass der FC an seinem zweiten schlechten Tag dieser Saison, nach der 0:5-Klatsche bei der TSG Hoffenheim, auf die ungefährlichste Offensive der Liga traf. Bryan Lasmes Ausgleich war erst der zehnte Treffer der Arminia. Jeder andere Bundesligist hätte die Kölner Schwächen an diesem Tag besser ausnutzen können.

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Neben dem Punkt nahm der FC noch eine nicht ganz unwichtige Gewissheit mit nach Hause: Die Mannschaft kann kämpfen. Dass die Kölner unter Baumgart ungeahnte fußballerische Qualitäten draufhaben, haben sie in den vergangenen Monaten ein ums andere Mal gezeigt. Die 93 Minuten in Bielefeld aber waren knallharter Abstiegskampf. „Die Intensität hat nicht gefehlt, sonst kriegt man hier 3:1 den Arsch voll“, betonte Baumgart.

Der Verdacht liegt nahe: In der vergangenen Saison hätte Köln so ein Spiel verloren. Jetzt heißt es abhaken, auf die Rückkehr von Jonas Hector und Mark Uth hoffen – und weiter! Freitag gegen Augsburg wartet bereits die nächste Chance, ein Keller-Team zu distanzieren. Der FC bleibt im Soll.

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