Ex-FC-Coach vor Rheinland-Rückkehr Peter Stöger über neuen Job, Bayer und Modeste 

Peter Stöger lächelt an der Seitenlinie als Trainer von Ferencvaros Budapest.

Peter Stöger, hier beim Ausscheiden in den Champions-League-Playoffs am 24. August 2021 gegen Young Boys Bern, tritt mit Ferencvaros Budapest bei Bayer 04 Leverkusen an.

Vier Jahre nach dem Europa-League-Auftritt des 1. FC Köln bei Arsenal London kehrt Peter Stöger (55) für den Wettbewerb ins Rheinland zurück. Mit Ferencvaros Budapest tritt er zum Auftakt der Gruppenphase bei Bayer Leverkusen an.

Budapest. Auf den Tag genau vier Jahre ist es an diesem Dienstag her, dass Peter Stöger mit dem 1. FC Köln am 14. September 2017 bei Arsenal London antrat und mit dem ersten Auswärtsspiel im Europapokal nach 25 Jahren Abstinenz Klubgeschichte schrieb.

Nun ist der FC-Rekordtrainer mit seinem neuen Team Ferencvaros Budapest zurück auf der europäischen Fußball-Bühne. „Um ein Haar wären wir sogar in die Champions League gekommen“, sagt Stöger zu EXPRESS.de und erinnert an das knappe Ausscheiden gegen den Schweizer Meister Young Boys Bern. Doch die Europa League ist Herausforderung genug und da steht für Stöger gleich die Rückkehr ins Rheinland an: Mit dem ungarischen Meister tritt der Österreicher gemeinsam mit seinem Kölner Co-Trainer Alexander Bade (51) zum Auftakt in der BayArena bei Bayer Leverkusen an (Donnerstag, 18.45 Uhr, live auf TVnow).

Als Peter Stöger mit dem 1. FC Köln bei Bayer 04 Leverkusen gewann

„Das ist natürlich ein ganz dicker Brocken. Das ist eine richtig gute Mannschaft, die in diesem Spiel klarer Favorit ist. Das wird sehr, sehr schwer“, gesteht Stöger, der mit seiner Mannschaft im Kölner Maritim-Hotel residiert. „Aber im Fußball ist in 90 Minuten alles möglich, wenn wir einen perfekten Tag erwischen und ihre kleinen Schwächen aufdecken können, haben wir vielleicht eine Chance.“

Wie das geht, hat Stöger mit dem 1. FC Köln schon gezeigt, als der Klub dank Doppelpacker Dominic Maroh am 7. November 2015 in Leverkusen triumphierte. Stöger: „Das zu wiederholen, wird aber schwierig.“

Stöger ist seit Sommer Trainer bei Ferencvaros Budapest. „Ich habe mich gut eingelebt, wir fühlen uns wohl, Budapest ist eine tolle, moderne Stadt“, sagt er. „Sportlich haben wir das erste Spiel verloren, sind aber in der Tabelle inzwischen wieder voll dabei.“

Stöger lobt den 1. FC Köln unter Steffen Baumgart

Viel Zeit um alte Bekannte zu treffen, hat Stöger in den zwei Tagen im Rheinland nicht. Aber ein Auge hat er schon immer noch auf seinen Ex-Klub, der so stark in die Saison gestartet ist. „Der 1. FC Köln macht das bislang richtig gut, sie spielen aktiv. So sollten sie mit dem Abstieg nichts zu haben“, lobt Stöger die Arbeit von Trainer Steffen Baumgart (49), der es als erster FC-Coach nach ihm selbst geschafft hat, das Potenzial von Anthony Modeste (33) wieder zu wecken. „Tony ist ein Super-Typ. Das Allerwichtigste bei ihm ist die Fitness. Und die hat er inzwischen wieder. Ohne hunderprozentige Fitness kannst du körperlich in der Bundesliga nicht bestehen.“

Steffen Baumgart macht es bei Anthony Modeste wie Peter Stöger

Dass Modeste offenbar einen Trainer braucht, der auf ihn baut, kann man am Verhältnis zwischen Baumgart und dem Franzosen sehen. Ähnlich wie unter Stöger, als Modeste mit seinen 25 Toren den Weg nach Europa und nach London erst ebnete. Zu hoch hängen will Stöger das nicht. „Das weiß ich nicht, aber ich wünsche dem FC natürlich, dass es so erfolgreich weitergeht.“

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