Leroy Sané hat auf der Außenbahn den Kampf ums WM-Ticket gegen Said El Mala gewonnen. Lothar Matthäus hätte sich eine andere Entscheidung von Julian Nagelsmann gewünscht.
„Das darf kein Grund sein“Kritik wegen El Mala: Matthäus äußert Verdacht

26 Spieler nominierte Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) am Donnerstag (21. Mai) für die WM 2026, für große Diskussionen sorgte am Tag der Kader-Verkündung aber ein Name, der nicht auf der Liste stand: Said El Mala (19) wird bei der Weltmeisterschaft nicht dabei sein.
Die grandiose Debüt-Saison beim 1. FC Köln wird nicht mit dem WM-Ticket gekrönt, El Mala wartet damit weiter auf seine Premiere bei der deutschen Nationalmannschaft. Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (64) kann das nicht nachvollziehen, er hätte sich den Kölner im DFB-Aufgebot gewünscht.
Leroy Sané erhielt den Vorzug vor Said El Mala
Gegenüber „Bild“ erklärte Matthäus am Donnerstagabend, dass er beim Zweikampf zwischen El Mala und Leroy Sané (30) auf ein anderes Ergebnis gehofft hatte. „Das ist der Einzige, wo ich sage: Ich hätte ihn nicht nominiert“, erklärte der TV-Experte mit Blick auf Sané: „Er hat die Erwartungen bei Galatasaray bei weitem nicht erfüllt.“
Nagelsmann hatte als Vorteil bei Sané hervorgehoben, dass er den 30-Jährigen schon lange kenne und sich zutraue, den Flügelstürmer so zu kitzeln, „dass am Ende der WM deutlich mehr positive Stimmen über ihn fallen als negative“. Ein Kriterium, das für Matthäus nicht zählen dürfe.
„Es darf kein Grund sein, dass ein Trainer einen Spieler nominiert, weil er ihn länger kennt“, betonte Matthäus kritisch in Richtung Bundestrainer: „Ich bin ein Fan von El Mala, seine Torquote ist für einen Spieler, der vor zwölf Monaten noch in der 3. Liga gespielt hat, enorm. Deswegen hätte ich mich für El Mala entschieden.“
Rund um die Entscheidungsfindung äußerte er allerdings auch einen Verdacht. „Vielleicht war das Spiel gegen die Slowakei ausschlaggebend“, mutmaßte Matthäus über die Sané-Gala mit zwei Toren und einem Assist im entscheidenden WM-Qualispiel gegen die Slowaken.
Dem 74-maligen Nationalspieler attestierte er für das 6:0 im November eine Weltklasse-Leistung. Matthäus glaubt: Dieser Leistungsnachweis mit dem Adler auf der Brust könne nun für Nagelsmann das Zünglein an der Waage gewesen sein.
