Lothar Matthäus hat dem 1. FC Köln zu mehr Ruhe und weniger (Negativ-)Schlagzeilen geraten. Auch Trainer Lukas Kwasniok nahm er dabei in die Pflicht.
„Umso schlechter auf dem Platz“Matthäus-Klartext zur Lage beim 1. FC Köln
Die Favoritenrolle vor dem Kracher-Heimspiel des 1. FC Köln gegen Bayern München war klar, ungewohnt war allerdings die Konstellation in der Übertragung bei Sky.
Im Laufe der Vorberichte wurde beim Pay-TV-Sender am Mittwochabend (14. Januar 2026) deutlich mehr über den FC als über die noch ungeschlagenen Bayern gesprochen – eine Schwerpunktsetzung mit Seltenheitswert. Allerdings gab es nach dem turbulenten Jahresauftakt beim FC auch reichlich Gesprächsbedarf.
Matthäus: „FC wusste, dass Kwasniok kein einfacher Trainer ist“
Als Moderator Sebastian Hellmann (58) auf Trainer Lukas Kwasniok (44) zu sprechen kam, wurde Experte Lothar Matthäus (64) deutlich. „Man wusste, dass Kwasniok kein einfacher Trainer ist, dass er einer ist, der auch unterhaltsam ist, vielleicht auch mal über die Stränge schlägt“, sagte der Rekordnationalspieler.
Ähnlich wie Sky-Kollege Patrick Helmes (41) riet er Kwasniok allerdings, sich in der aktuellen Phase öffentlich auch mal etwas zurückzunehmen. „Vielleicht sollte er ein bisschen die Handbremse anziehen und einen Spruch weniger rauslassen“, grübelte Matthäus.
„Schlagzeilen braucht der 1. FC Köln nicht“, sagte er klipp und klar, machte in diesem Zusammenhang deutlich: Viele Schlagzeilen auf einmal sind in Köln in aller Regel eher weniger positiv und daher ein Grund zur Sorge.
Mit Blick auf seine eigene Zeit als Spieler betonte Matthäus über das Thema Schlagzeilen: „Die hat der FC früher gehabt, und dann wusste man, was passiert ist. Je mehr Schlagzeilen, desto schlechter auf dem Platz. Und deswegen sollen sie die Schlagzeilen auf dem Platz machen.“

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Sky-Moderator Sebastian Hellmann und Experte Lothar Matthäus hatten beim 1. FC Köln viel zu besprechen.
Nach der Anfangs-Euphorie mit dem gelungenen Start habe es in den vergangenen Wochen nicht mehr wie gewünscht funktioniert, womöglich auch bedingt durch einen gewissen Schlendrian. „Dann war man vielleicht ein bisschen zu zufrieden, auch als Spieler“, mutmaßte Matthäus.
Für den Turnaround am Geißbockheim nahm der Weltfußballer von 1991 alle Beteiligten in die Pflicht, allen voran Kwasniok und seine Spieler. „Nicht der Trainer mit Sprüchen, nicht die Spieler mit Forderungen, sondern jeder sollte seine Leistung, seine Aufgabe voll ernst nehmen“, sprach Matthäus noch eine Empfehlung an die Kölner aus.
