Imad Rondic hat schwierige Zeiten hinter sich – doch beim SC Preußen Münster dreht der Köln-Stürmer jetzt auf. Sein Berater bestätigt großes Interesse.
Leih-Stürmer trumpft auf1. FC Köln darf plötzlich auf Ablöse hoffen

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Traf für Preußen Münster gegen Zweitliga-Top-Team Hannover 96 am Wochenende fulminant und bereitete einen weiteren Treffer vor: Stürmer Imad Rondic

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Als Imad Rondic im Winter 2025 für rund 1,5 Millionen Euro von Widzew Lodz zum 1. FC Köln wechselte, waren die Erwartungen und die Nöte im Kölner Sturmzentrum gleichermaßen groß.
Der klassische Strafraumstürmer sollte beim Aufstiegskampf helfen, doch der Durchbruch blieb komplett aus. Neun FC-Einsätze, ein Tor, kein nachhaltiger Eindruck des 27-Jährigen, der schon im Sommer darauf nach Polen zu Rakow Czestochowa verliehen wurde.
Münster-Trainer über Imad Rondic: „So ist er auf jeden Fall gesetzt“
Dort lief es sogar noch schlimmer: kein Tor in 16 Einsätzen, am Ende nicht einmal mehr Teil des Mannschaftstrainings. Die Leihe wurde vorzeitig abgebrochen. Eine weitere Chance für den glücklosen Rondic folgte bei Preußen Münster in der 2. Bundesliga.
Seit der Stürmer am 27. Januar offiziell an der Hammer Straße vorgestellt wurde, bekam er in zwölf Liga-Partien nur sechsmal die Chance als Teil der Startelf. Zwei Tore und zwei Vorlagen lesen sich zudem nicht überragend.
Doch endlich zeigt die Formkurve für Rondic steil nach oben! Beim 3:3 in Hannover köpfte Rondic die Preußen am vergangenen Spieltag nach einer Ecke in Führung, bereitete das 2:0 durch Shin Yamada mit einer starken Einzelleistung vor.
Im zweiten Durchgang hätte Rondic beinahe einen zweiten Treffer nachgelegt. Münster-Coach Alois Schwartz war nach dem Spiel voll des Lobes: „Imad macht seine Sache sehr gut. So ist er auf jeden Fall gesetzt.“
Auch eine Woche zuvor beim 2:3 gegen Bielefeld gehörte der bullige Stürmer zu den Besten auf dem Platz. Der Bosnier hat sich in den entscheidenden Wochen seinen Stammplatz erkämpft – und das hat offenbar Aufmerksamkeit geweckt.
Rondics Berater Laurent Burkart bestätigte gegenüber der „Bild“: „Es gibt durchaus schon Anfragen für Imad – auch aus der 2. Liga.“ Zuvor hatte Burkart klargestellt, dass sein Schützling vorerst weiter Taten sprechen lassen will: „Er fühlt sich in Münster extrem wohl und versucht jetzt erst einmal, das Unmögliche irgendwie möglich zu machen.“
Für den 1. FC Köln dürften das warme Worte sein. Beim FC hat der Angreifer zwar noch einen Vertrag bis 2029. Eine Rolle spielt er dort aber keine mehr.
Nach Informationen von EXPRESS.de ist der FC bestrebt, Rondic in diesem Sommer zu verkaufen. Eine weitere Leihe wäre die schlechtere Lösung. Die starken Leistungen im Saison-Endspurt dürften einen Verkauf begünstigen.
Doch zunächst geht es für Rondic noch in Münster um viel. Gegen Darmstadt (Sonntag, 13.30 Uhr/Sky) und danach bei Elversberg müssen Siege her. Nur dann bleibt die Mini-Chance auf Platz 15 oder die Relegation. Und für Rondic ist es derweil die Chance, seinen Marktwert zu steigern, auch im Sinne des FC.

