Lukas Kwasniok hat für den Wiederbeginn in der Bundesliga schon eine Tendenz für seine Aufstellung beim 1. FC Köln. Besonders ein Name ist dabei durchaus überraschend.
„Das hat kein Neuner“Kwasniok deutet Startelf-Überraschung an
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Der 1. FC Köln hat eine erfolgreiche Generalprobe für den Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Heidenheim gefeiert. Die Mannschaft von Lukas Kwasniok besiegte in La Nucia den FC Lugano mit 2:1.
Doch wie viel Aufschluss hat der Kölner Test gegen den Schweizer Erstligisten in Sachen Aufstellung gegeben? „Eine Tendenz war schon vorhanden“, verriet Lukas Kwasniok nach der Partie.
Fynn Schenten überzeugt Lukas Kwasniok
Der FC-Trainer ließ zwei unterschiedliche Mannschaften spielen, wechselte in der Pause komplett durch. „Die Jungs, die in der ersten Halbzeit gespielt haben, sind in meiner Gedankenwelt ein Stück weiter vorne“, sagte Kwasniok.
Dort spielten Sebastian Sebulonsen, Eric Martel und Dominique Heintz in der Dreierkette. Jan Thielmann, Isak Johannesson, Denis Huseinbasic und Alessio Castro-Montes besetzen das Vierer-Mittelfeld und Jakub Kaminski, Marius Bülter und Youngster Fynn Schenten bildeten den Dreierangriff.
Sorgt Kwasniok also für eine faustdicke Überraschung, indem er den U19-Torjäger am Samstag von Anfang an bringt? „Wenn ich das Gefühl habe, ich könnte jemanden reinwerfen, dann werde ich das tun. Ob das der Fall ist, kann ich noch nicht beantworten“, sagt der FC-Trainer.
Er schob anschließend ein dickes Lob für den jungen Burschen nach: „Er hat zwei gute Aktionen gehabt und hat es insgesamt gut gemacht. Er bringt ein anderes Element mit, körperliche Wucht. Er hat sehr viel Tempo, einen sehr guten Abschluss und immer Tiefgang. Das hat bei uns kein Neuner. Ich wollte mir das hier anschauen und das hat er unter Beweis gestellt.“
Das wäre schon ein starkes Stück, wenn Kwasniok Schenten (noch ohne Pflichtspiel im Seniorenbereich) in diesem wegweisenden Spiel ins kalte Wasser schmeißen würde, statt auf Ragnar Ache zu setzen. Gegen Union Berlin stand der Youngster überhaupt erst zum ersten Mal im FC-Kader.
Ache dagegen kann bislang ohnehin nicht auf die volle Unterstützung von Kwasniok zählen. Die fehlende Rückendeckung des Trainers macht den Neuzugang jetzt schon nachdenklich.
Er möchte deutlich mehr spielen, sieht sich nicht nur als Spieler für gewisse Situationen, der vor allem mit seiner Wucht in der Luft nur punktuell helfen kann. Daher darf man äußerst gespannt sein, welcher Stürmer am Samstag auf dem Spielberichtsbogen stehen wird.


