Klare Baumgart-Worte FC-Profi kann gehen, „aber sein Weg ist im Moment noch hier“

Sebastian Andersson, hier beim Testspiel in Offenbach am 17. Juli 2022, hat beim 1. FC Köln viel Sturm-Konkurrenz.

Sebastian Andersson, hier beim Testspiel in Offenbach am 17. Juli 2022, hat beim 1. FC Köln viel Sturm-Konkurrenz.

Sebastian Andersson hat beim 1. FC Köln einen schweren Stand. So denkt Trainer Steffen Baumgart über die Zukunft des schwedischen Stürmers.

Von der Torjäger-Hoffnung zum Schlusslicht der Sturm-Hierarchie in nicht mal zwei Jahren. Sebastian Andersson (31) ist der wohl größte Verlierer der FC-Vorbereitung, kommt weiterhin nicht in Fahrt. Bleibt der Schwede in Köln, droht ihm eine Frust-Saison auf der Bank oder gar Tribüne – zu gewaltig ist die Konkurrenz in der Offensive! Die große Frage: Was will Andersson selbst?

Im September 2020 wechselte der Angreifer für 6,5 Millionen Euro von Union Berlin ans Geißbockheim, sollte der Nachfolger von Star-Angreifer Jhon Cordoba (29) werden. Aufgrund seiner schweren Knie-Verletzung konnte er diese Erwartungen nie erfüllen – mit Ausnahme des Relegations-Doppelpacks in Kiel.

Steffen Baumgart: „Seb stellt sich dem Konkurrenzkampf jeden Tag“

Vergangene Saison stärkte Trainer Steffen Baumgart (50) seinem Sorgen-Stürmer trotz viel Kritik immer wieder den Rücken. Jetzt haben die Verantwortlichen Andersson (Vertrag bis 2023) klargemacht, dass seine Aussichten auf Spielzeit äußerst begrenzt sind!

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Baumgart sagt: „Wir haben mit Seb gesprochen, aber sein Weg ist im Moment noch hier. Ob das bis zum Ende des Sommers so bleibt, wissen wir nicht.“ Im Klartext: Andersson kann gehen. Längst kein Geheimnis mehr, doch Baumgarts Worte sind eine öffentliche Bestätigung.

Beim Mailand-Test stand der Routinier nicht mal im Kader. Neben Kumpel Anthony Modeste (34) und Neuzugang Sargis Adamyan (29) haben mittlerweile auch die Youngsters Tim Lemperle (20) und Florian Dietz (23) die Nase vorne. Am Dienstag (19. Juli 2022) stieg zudem der aus Dortmund geholte Steffen Tigges (23) voll ins Teamtraining ein. Ihm soll die Sturm-Zukunft gehören.

„Wir reden immer von Klarheit und Offenheit“, so Baumgart: „Im Sturm haben wir das eine oder andere gemacht. Deswegen ist es doch normal, dass jemand weniger Spielanteile haben könnte. Das ist offen kommuniziert.“

Baumgart über Andersson: „Sein Weg ist im Moment noch hier“

Die FC-Luft für Andersson wird dünner. Er hat gewaltige Tempo-Probleme, wirkte in den Vorbereitungsspielen (zuletzt in Offenbach) phasenweise wie ein Fremdkörper.

Auch wenn Baumgart sagt: „Seb stellt sich dem Konkurrenzkampf jeden Tag. Aus meiner Sicht macht er das vernünftig. Das muss er auch. Es ist ja nicht abzusehen, dass er geht. Erst mal ist er hier, also gehört er zum Kader. Er trainiert und verhält sich dementsprechend.“

Was plant der Schwede selbst? Ist ihm Spielzeit oder sein Top-Gehalt (mehr als zwei Millionen Euro) wichtiger? Denn bei einem Wechsel müsste er definitiv auf Geld verzichten. Zuletzt soll Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig angeklopft haben.

Die FC-Bosse halten an ihrer Marschrichtung, keinen Profi zum Abgang zu drängen, fest. Sportchef Christian Keller (43) hat zwei Wochen vor Vorbereitungsende allerdings erneut klargestellt: „Wir müssen den Kader noch verkleinern, weil wir zum Sparen gezwungen sind.“

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Sturm-Konkurrenzkampf beim
1. FC Köln steigt

Ein Transferplus im hohen einstelligen Millionenbereich sowie eine Etat-Senkung um rund 20 Prozent waren anvisiert. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Salih Özcan (24, für fünf Millionen Euro zum BVB) sind für die Transfers von Adamyan, Tigges und Eric Martel (20) sowie die gezogene Kilian-Kaufoption mehr als verbraucht – wobei jeweils Raten-Zahlungen vereinbart wurden.

Was passiert, wenn der Klub seine Spar-Ziele verpasst? Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler (36): „Wir sind nicht auf Rosen gebettet. Dass frisches Geld uns guttun würde, ist keine Überraschung. Aber wir werden den Spielbetrieb selbst dann aufrechterhalten, wenn wir keinen Spieler abgeben.“

Für den DFB-Pokal und die Conference League hat der FC sehr konservativ mit Pleiten in Runde eins beziehungsweise den Playoffs kalkuliert, sodass Erfolge in diesen Wettbewerben schnell Millionen wert sind. Fakt ist dennoch, dass die Kader-Kosten sinken sollen!

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