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FC-WutRuthenbeck schimpft über Inter: „Geht mir auf den Sack“

Die Spieler von Inter Mailand jubelten am Mittwoch, 4. Februar 2026, provokant vor den Kölner Fans im Rhein-Energie-Stadion.

Die Spieler von Inter Mailand jubelten am Mittwoch, 4. Februar 2026, provokant vor den Kölner Fans im Rhein-Energie-Stadion. In der Uefa Youth League gewann Inter 3:1 beim 1. FC Köln.

Aktualisiert

Ist das bitter! Die U19 des 1. FC Köln hat am Mittwochabend in einem denkwürdigen Spiel mit 1:3 in der Nachspielzeit verloren. Es gab provokanten Jubel, fliegende Bierbecher und reichlich Ärger bei den Kölnern

Trauriger hätte die Kölner Reise durch die UEFA Youth League kaum enden können! Am Mittwochabend verlor die U19 des 1. FC Köln mit 1:3 gegen Inter Mailand. Die FC-Jungs lieferten beim Weltrekordspiel vor 50.000 Fans einen grandiosen Kampf, erst in der Nachspielzeit trafen die Italiener zweimal.

Dabei jubelten die Inter-Bubis äußerst provokant. Sie rannten mit Mund-Zu-Gesten an die Eckfahne, zeigten den FC-Fans die ausgestreckten Arme, machten Mätzchen. Von den Rängen flogen Bierbecher und weitere Gegenstände. 

Ruthenbeck und FC gute Verlierer, Inter Mailand kein guter Gewinner

Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck (53) war nach der Niederlage im Sechzehntelfinale mehr als zerknirscht: „Es ist total bitter, die Jungs waren am Heulen. So hart und so bitter kann Fußball sein. Unterm Strich haben wir einem großen Klub mehr als nur Paroli geboten.“

In der Nachspielzeit sorgte zudem ein Flitzer für Verwirrung. Ruthenbeck wollte es aber nicht auf den Zwischenfall schieben: „Auch das müssen die Jungs lernen, damit umzugehen. Das Gamemanegement mit langen Pausen von Inter kann man auch als nicht fair bezeichnen. Schlussendlich hat es uns den Rhythmus genommen, da waren sie schlauer als wir. Es hat vielleicht die etwas cleverere Mannschaft gewonnen.“

Der FC-Coach zeigte sich als guter Verlierer, gratulierte den Gästen aus Mailand. Die hingegen zeigten sich nicht als gute Gewinner, provozierten die Kölner Kulisse mit ihrem Jubel. Ruthenbeck fand dann auch deutliche Worte für dieses Verhalten: „Ich hätte es meinen Jungs verboten, wenn wir in Mailand gespielt hätten. Das gehört sich einfach nicht, das ist nicht in Ordnung. Wir sollten das Fairplay alle leben.“

Ruthenbeck weiter: „Vorher halten die Jungs gemeinsam noch eine Plane hoch und dann machen die Mailänder so eine Show. Das geht mir auf den Sack, das gehört sich nicht. Da sind sie nicht gut erzogen. In der Fankurve des Gegners hast du nichts verloren, das lernst du ganz früh. Sind wir mal froh, dass nichts passiert ist.“

Insgesamt sollte aber beim FC-Coach das Positive überwiegen, auch wenn er vor lauter „Enttäuschung zwei Tage nicht schlafen“ wird. „Die Wertschätzung innerhalb des Vereins ist nicht normal. Cheftrainer Lukas Kwasniok kam zum Essen und hat uns vor dem Spiel Glück gewünscht, ich weiß nicht, ob das anderswo auch so ist. Das Emotionale wird im Verein durch und durch gelebt. Vielleicht wecken wir die Gier darauf, so etwas wie gegen Inter nochmal zu leben, ein Stück weit mehr“, so Ruthenbeck.

Youssoupha Niang (l.) und Mattia Marello beim Spiel des FC gegen Inter Mailand.

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