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VAR-Wirbel gegen BVBFC-Stadionsprecher wütet: „Pfui! Widerlich!“

Schiedsrichter Daniel Siebert korrigierte auf Rote Karte gegen Jahmai Simpson-Pusey (1. FC Köln).

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Schiedsrichter Daniel Siebert schaut auf dem Bildschirm ein Foul von Jahmai Simpson-Pusey (1. FC Köln) an Maximilian Beier (Borussia Dortmund) an und gibt danach die Rote Karte.

Aktualisiert

Beim Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund gab es am Samstagabend einmal mehr Wirbel um einen VAR-Eingriff. Sogar Kölns Stadionsprecher Michael Trippel pestete via Mikrofon.

Neues VAR-Kapitel in der Bundesliga! Am Samstagabend (7. März 2026) gab es beim Spiel des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund (1:2) erneut eine strittige Szene, die für reichlich Diskussionen sorgen wird.

Was war passiert? In der 43. Spielminute kam Kölns Jamhai Simpson-Pusey etwas zu spät im Zweikampf mit BVB-Stürmer Maximilian Beier. Der FC-Verteidiger traf Beier von hinten mit der offenen Sohle auf der Achillessehne und zog ihm dabei den Schuh aus.

Köln gegen BVB eine Halbzeit in Unterzahl

Schiedsrichter Daniel Siebert entschied auf Gelbe Karte und Freistoß. Doch der BVB-Profi ließ sich rund drei Minuten behandeln. In der 45.+1 bekam Siebert dann offenbar ein Signal auf sein Ohr von VAR Benjamin Cortus (Röthenbach a. d. Pegnitz) und seinem VAR-Assistenten Arno Blos (Deizisau). 

Nach Ansicht der Bilder korrigierte Siebert seine erste Entscheidung und annullierte nach grobem Foulspiel die Gelbe Karte. Stattdessen zeigte er Rot. Als Siebert die Entscheidung über sein Headset im Stadion für die Zuschauerinnen und Zuschauer verkündete, platzte Kölns Stadionsprecher Michael Trippel über sein Stadionmikrofon dazwischen und brüllte: „Pfui! Widerlich!“

Simpson-Pusey hob die Hände und entschuldigte sich bei allen im Stadion, ging dann bedröppelt in die Kabine. Der FC musste die zweite Halbzeit beim Pausenstand von 0:1 in Unterzahl bestreiten.

Bei Sky wurde die Szene auch diskutiert. Expertin Tabea Kemme meinte, dass Simpson-Pusey zu spät kam und eine Verletzung in Kauf nahm: „Hier geht der Tritt gestempelt in die Achillesferse. Damit ist einfach eine grobe Fahrlässigkeit gegeben. Und deswegen ist es eine Rote Karte.“ Matthäus sagte: „Es sind immer Nuancen. Zeigt man die Rote Karte, zeigt man sie nicht? Ein Auffahrunfall, aber eben mit dieser offenen Sohle, deswegen Rote Karte korrekt, muss man nicht diskutieren.“

Bei Trippel war es nicht der erste Ausraster am Mikrofon. Bei VAR-Entscheidungen hat er schon öfter geklagt. Zuletzt war er beim U19-Spiel in der Uefa Youth League sauer. Beim Spiel gegen Inter Mailand störte ein Flitzer das Spiel in der entscheidenden Phase mit seinem Auftritt. Trippel kommentierte trocken: „Du hast noch gefehlt in so einer wichtigen Phase des Spiels.“

In der Nachspielzeit, auch verursacht durch den Flitzer-Auftritt, schlug Mailand dann zu. In der sechsten Minute der Nachspielzeit wurden die Kölner Euro-Träume mit dem 2:1 beendet. Trippel fauchte damals ins Mikrofon: „Hier nochmal ein herzliches Dankeschön an den Flitzer.“

Kessler rügt FC-Stadionsprecher

Und auch diesmal war Trippel noch nicht fertig. Nach einem Handspiel von Yan Couto (90.+5), das von Schiedsrichter und VAR nicht als strafbar gewertet wurde, tobte Trippel – ähnlich wie Kwasniok an der Linie – und schimpfte: „Ich werde Ärger kriegen, aber ich sage es: In der Nachspielzeit gab es ein klares Handspiel eines Dortmunder und das guckt sich noch nicht mal einer an.“

Bei FC-Sportchef Thomas Kessler kam Trippels Schiri-Kritik überhaupt nicht gut an. „Das ist eine Thematik, die gefällt mir nicht. Die habe ich ehrlicherweise im Innenraum auch nicht mitbekommen. Ich finde, wir sollten nicht über einen Stadionsprecher den Schiedsrichter bewerten, sondern da gibt es Personen, die dürfen das nach dem Spiel tun, die werden dafür in diesem Klub auch bezahlt und da gehört er sicherlich nicht mit dazu“, sagte der ehemalige Torwart.

Torwart Marvin Schwäbe (1. FC Köln) verteidigt im Strafraum gegen Maximilian Beier und Nico Schlotterbeck (Borussia Dortmund).

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