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„Ich sehe keine Argumente“Hamann fehlen zwei Kölner im Nagelsmann-Kader

Julian Nagelsmann hat am Donnerstag seinen ersten DFB-Kader im WM-Jahr 2026 veröffentlicht. Dietmar Hamann hätte sich darin den einen oder anderen nicht nominierten Spieler gewünscht.

Nach langen Spekulationen hat Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) am Donnerstag (19. März 2026) das Geheimnis gelüftet und seinen ersten Kader im Jahr der Weltmeisterschaft nominiert.

Mehrere geforderte Persönlichkeiten wie der formstarke Deniz Undav (29) sind dabei zurück im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft. Entsprechend schafften es andere gehandelte Profis allerdings nicht in den Kader. Sky-Experte Dietmar Hamann (52) ist mit der Auswahl nicht komplett zufrieden.

Hamann hätte sich El Mala beim DFB gewünscht

Am späten Donnerstagabend veröffentlichte der Pay-TV-Sender die Einschätzungen des 59-maligen Nationalspielers, der mit der DFB-Auswahl vor 24 Jahren Vize-Weltmeister geworden war.

„Wir hatten wahrscheinlich schon schlechtere Kader“, sagte Hamann zwar, sprach aber auch über einzelne Namen, bei denen er anderer Meinung ist als der Bundestrainer.

Said El Mala (19) vom 1. FC Köln etwa hätte sich Hamann im Aufgebot gewünscht. Stattdessen verzichtete Nagelsmann nach einer ersten Nominierung im vergangenen November dieses Mal auf den Flügelstürmer, nominierte dafür Lennart Karl (18) vom FC Bayern.

„Über seine Qualitäten brauchen wir nicht zu diskutieren. Dass er in Köln nicht immer von Beginn an spielt, darf nicht gegen ihn verwendet werden. Er hat für Köln neun Tore gemacht und seine Entwicklung geht stetig bergauf. Ich sehe keine Argumente, ihn nicht mitzunehmen“, klagte Hamann über die Nicht-Berücksichtigung des Shootingstars.

Ein zweiter Name, der nicht auf Nagelsmanns Kader-Liste auftauchte, ist der des gebürtigen Kölners Yann Bisseck (25). „Er ist unheimlich kopfballstark und wir wissen, wie wichtig Standardsituationen sind“, so Hamann über den Innenverteidiger von Inter Mailand.

„Sollte man in den letzten Minuten ein Tor brauchen, kann man ihn vorne reinstellen. Ich hätte ihn sehr gerne im Kader gesehen“, sagte der frühere Bayern-Star weiter.

Nach einem komplizierten Saisonbeginn hatte sich der lange beim 1. FC Köln ausgebildete Abwehr-Hüne im Dezember seinen Stammplatz bei Inter zurückgeholt und seitdem zahlreiche Spiele von Beginn an bestritten. Nach einer international enttäuschenden Saison sind die „Nerazzurri“ in der Serie A mit acht Punkten Vorsprung auf Titel-Kurs.

Kurz vor der Nominierung hatte Bisseck im „Kicker“ berichtet, dass der Kontakt zu Nagelsmann „nicht abgebrochen“ sei. Nach seinem Debüt vor rund einem Jahr war der Italien-Legionär allerdings nicht mehr in den deutschen Kader berufen worden.

Lukas Kwasniok bei der Pressekonferenz.

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