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WM in GefahrNagelsmanns dringender Appell

Pressekonferenz Fußball-Nationalmannschaft

Copyright: Florian Wiegand/dpa

Bundestrainer Julian Nagelsmann äußert sich bei der Kader-Nominierung auch zum Iran-Krieg und möglichen Auswirkungen auf die WM.

Der Bundestrainer findet deutliche Worte zur angespannten Lage

Wegen des Konflikts macht sich der DFB-Coach große Gedanken.

Ein militärischer Konflikt zwischen WM-Ausrichter USA und dem Teilnehmer Iran läuft seit drei Wochen – und die Befürchtungen nehmen zu. Eine andauernde Auseinandersetzung würde einen Schatten auf das große Fußball-Turnier (11. Juni bis 19. Juli) werfen. DFB-Coach Julian Nagelsmann (38) positioniert sich hierzu eindeutig.

„Krieg beeinflusst immer Stimmungen, das ist selbstredend“, äußerte Nagelsmann während der Kader-Vorstellung am DFB-Standort in Frankfurt. „Natürlich würde ich mir wünschen, dass kein Krieg herrscht. Wenn ich jetzt hier einen Knopf hätte, dass ich alle Kriege beenden kann und es eine WM wird mit Frieden und toller Stimmung, würde ich den sofort drücken. Aber den habe ich leider nicht.“

Nagelsmann grenzt seine Rolle klar ab

Er möchte die globale politische Situation in seiner Funktion als Nationaltrainer jedoch nicht kommentieren, meldet die dpa. Der 38-Jährige machte deutlich: „Ich habe als Privatperson eine Meinung dazu. Ich bin (als Bundestrainer) der falsche Ansprechpartner, der dafür eine Lösung präsentiert“.

Er sei weder ein Politiker noch jemand, der mit Äußerungen die Situation in eine bestimmte Richtung lenken wolle. Sein Job sei ein anderer.

Die verbindende Kraft des Sports

Nagelsmann bleibt bei seiner Überzeugung, dass Sport Menschen zusammenbringen kann. Gleichzeitig unterstrich er aber: „Der Fußball wird aber nicht die weltpolitische Lage verändern.“ Es gehöre nicht zu seinen Aufgaben, zu beurteilen, „was auf weltpolitischer Ebene passiert und was passieren muss“.

Seine Mission sei es stattdessen, das deutsche Nationalteam optimal für das Turnier einzustellen. „Dass wir auch den Menschen, die unter Negativeinflüssen leiden, zumindest innerhalb der 90 Minuten in der schönsten Nebensache der Welt gute Momente bescheren. Wir versuchen, fußballerische Themen zu beeinflussen.“

Ein deutliches Statement vom Nationaltrainer in unsicheren Zeiten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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