Der 1. FC Köln hat hammerharte Wochen vor der Brust! In den verbleibenden sieben Spielen muss der neue Chefcoach René Wagner mit dem Team endlich wieder Siege einfahren, um die Klasse zu halten.
„Guter Plan für Frankfurt“Das ist Wagners Sieg-Schlüssel für den FC

Der Blick in den Rückspiegel ist trostlos: kein Sieg im März, kein Sieg im Februar! Der letzte Dreier gelang dem 1. FC Köln am 30. Januar 2026 beim 1:0 gegen den VfL Wolfsburg. Seitdem gab es sieben Partien mit vier Niederlagen und drei Unentschieden.
Von den vergangenen 18 Spielen konnte der FC nur zwei siegreich gestalten. Im Saisonendspurt muss das anders werden, sonst trudelt der Klub dem achten Abstieg entgegen. Nach dem Aus von Trainer Lukas Kwasniok (44) will sein Nachfolger René Wagner (37) die entscheidenden Knöpfe drücken, um endlich wieder Siege einzufahren.
René Wagner muss Jakub Kaminski aufbauen
Vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt am Ostersonntag (5. April, 17.30 Uhr, Dazn und Liveticker auf EXPRESS.de) sagt Wagner: „Jeder Trainer, jeder Staff hat immer kleine Dinge, die verbessert werden können. Wir haben einen guten Plan Richtung Frankfurt. Und dann schauen wir mal, welche Stellschrauben sich noch finden lassen.“ Das ist Wagners Sieg-Schlüssel für den FC:
Verlässlichkeit: Unter Kwasniok gab es quasi für jeden Gegner ein zugeschnittenes Spielsystem. Das verwirrte aber nicht wie gewollt den Gegner, sondern vielmehr die eigenen Spieler. 4-3-3 oder 3-4-3 oder 4-4-2 oder 3-4-2-1 und 4-2-3-1 – in den letzten 13 Spielen gab es fünf verschiedene Formationen. Im 4-2-3-1 wurden die vergangenen drei Spiele absolviert. Hier fühlte sich das Team wohl, spielte gut beim 1:2 gegen Dortmund, holte einen Punkt in Hamburg und einen gegen Mönchengladbach. Wagner wird im Training jetzt ein System festigen, bei dem sich die Spieler wohlfühlen.
Stabilität: Mit Rückkehrern wie Jahmai Simpson-Pusey, Sebastian Sebulonsen, Tom Krauß, Alessio Castro-Montes und Joel Schmied hat Wagner beinahe wieder volle Kapelle. Lediglich Eric Martel ist in Frankfurt nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Das sollte dafür sorgen, dass mehr Qualität auf dem Platz steht. Ein Faktor, um hinten stabiler zu werden. Nach dem 3:3 gegen Gladbach klagte Sportchef Thomas Kessler: „Wenn wir drei Tore schießen, sollten wir in der Lage sein, zu gewinnen.“ In dieser Saison konnte der FC nur drei Spiele ohne Gegentor über die Bühne bringen. Jetzt soll die Null stehen.
Schlüsselspieler aufbauen: Jakub Kaminski hat mit Polen im Playoff-Finale dramatisch das WM-Ticket nach einem 2:3 gegen Schweden verpasst. Wagner muss den 23-Jährigen jetzt schnell aufbauen. Für Köln kann er ein absoluter Schlüsselspieler im Endspurt sein. Dafür muss er in der Offensive eingesetzt werden. Unter Kwasniok musste er auf sieben Positionen rotieren und verlor den Faden. In der Offensive erzielte er in den ersten elf Spielen fünf Treffer. Seit Ende November folgte nur noch einer. Zudem sollte Wagner Youngster Said El Mala (19) laufen lassen. Seine Qualitäten stellte er zuletzt wieder mit zwei Toren unter Beweis.
Mittelfeld beleben: Unter Kwasniok gab es zuletzt viele Phasen im Spiel, in denen die Mannschaft hilflos wirkte: Rückpass auf Torwart Marvin Schwäbe, langer Ball auf Ragnar Ache. Der bullige Stürmer konnte zwar viele Bälle festmachen, doch meistens sprang nichts dabei raus. Spieler wie Isak Johannesson oder Denis Huseinbasic waren zuletzt von der Rolle. Wagner will jetzt im Mittelfeld mehr spielerische Lösungen sehen.
Jeden Spieler mitnehmen: Einige Profis hatten in den vergangenen Wochen einen schweren Stand. Akteure wie Marius Bülter oder Luca Waldschmidt spielten nur noch Nebenrollen. Dabei ist ihre Erfahrung im Abstiegskampf ganz wichtig. Wagner will jetzt wieder jeden Profi mitnehmen und ihm das Gefühl geben, wertvoll zu sein. Jan Thielmann sagt: „Gerade Spieler, die hinten dran waren beim alten Trainer, haben jetzt vielleicht nochmal eine Chance. Deswegen ist man ein bisschen sensibler, was alle Trainingsinhalte angeht. Jeder bietet sich an und die Trainingseinheiten laufen gut. Ich sehe eine gute Qualität und auch eine gute Reaktion.“


