Der 1. FC Köln hat es geschafft, seinen heiß begehrten Youngster Said El Mala zu halten. Der Coach des nächsten Gegners ist beeindruckt.
„Ich kann nur sagen: Kompliment“Gegnerischer Trainer schwer beeindruckt von El Mala

Die Personalie Said El Mala (20) hat weit über die Stadtgrenzen von Köln in diesem Transfer-Sommer die Schlagzeilen bestimmt. Mittlerweile ist die Sache klar: Der Senkrechtstarter der vergangenen Saison geht auch in der neuen Bundesliga-Spielzeit für den FC auf Torejagd, hat seinen Vertrag sogar bis 2031 verlängert.
Das ringt auch dem Trainer des kommenden Gegners jede Menge Respekt ab. „Ich kann nur sagen: Kompliment an ihn“, sagte Christian Ilzer (48), Trainer der TG Hoffenheim, am Freitag bei der Pressekonferenz zum Spiel am Samstag (15.30 Uhr, Sky und im EXPRESS.de-Liveticker).
Hoffenheim-Trainer lobt El Mala: „Cool geblieben“
Lange sah es so aus, als würde El Mala den FC nach seiner ersten Bundesliga-Saison wieder verlassen. Einen Transfer zum FC Brentford lehnten aber der Spieler und seine Familie ab, Borussia Dortmund erfüllte dann die Forderungen des FC nicht. Und so entschied sich El Mala, ganz ohne zu murren, in Köln noch mindestens eine Saison dranzuhängen.
Hoffenheim-Coach Ilzer hält das für bemerkenswert – und genau richtig. „Er hat dem schnelllebigen Fußballbusiness widerstehen können. Er weiß, dass Köln für seine Entwicklung wahrscheinlich aktuell der beste Ort ist, das beste Umfeld“, betonte der Österreicher: „Deshalb auch ein Kompliment, dass er da cool geblieben ist, dem vielen Werben außen herum hat widerstehen können und die Entscheidung für seine bestmögliche Entwicklung getroffen hat.“
Sportlich warnte Ilzer davor, den kommenden Gegner nur auf El Mala zu reduzieren. „Natürlich ist El Mala ein Spieler, der außergewöhnliches Talent in sich trägt, der außergewöhnliche Stärken hat, viel Dynamik, ein sehr, sehr starkes Eins-gegen-eins“, betonte Ilzer: „Aber man muss natürlich gute Individualisten auch im Kollektiv bekämpfen. Du musst ihn schon dort, wo Köln wirklich beginnt, ihn einzusetzen, gut neutralisieren.“
Zudem sei der FC eine Mannschaft, die eine „ganz klare Charakteristik“ und viele Spieler mit „Gefahrenmomenten“ aufweise, so der Hoffenheim-Trainer.
Auswärts in Köln anzutreten, sei für jede Mannschaft eine „große Herausforderung, weil es ein sehr emotionales Stadion gibt, weil es eine Mannschaft gibt, die absolute Qualitäten hat“, sagte er. Die Kölner hätten „gute Fußballer und eine Strategie, bei der sie versuchen, viele Spieler ins Zentrum zu bringen. Über außen haben sie dann sehr viel Schnelligkeit und mit Ache einen guten Zielspieler vorne“, zeigte sich Ilzer vor dem Spiel nicht gewillt, den FC auch nur ansatzweise zu unterschätzen.
Zudem warnte er seine eigene Mannschaft noch vor einem anderen, „viel wichtigeren“ Gegner. „Das ist der Spieler in uns, der im letzten Jahr Fünfter geworden ist und glaubt, er kann sich davon etwas kaufen. Den müssen wir als Erstes besiegen, denn die letzte Saison gibt uns vielleicht Selbstvertrauen, sie gibt uns Fundament, aber sie lässt uns mit keinem einzigen Punkt Vorsprung in diese Saison starten“, erklärte Ilzer.
In der vergangenen Saison verpassten die Kraichgauer die Champions League nur knapp. Doch das zählt laut dem Österreicher überhaupt nicht mehr: „Wir betreten das Spielfeld morgen mit unseren Fußballschuhen, mit unserem Trikot, aber kein Status aus der letzten Saison wird uns helfen. Deshalb heißt es, von der ersten Sekunde an wieder zu beweisen, dass wir ein sehr unangenehmer Gegner sind, dass wir Probleme bei unseren Gegnern auslösen können.“
Verzichten muss er dabei unter anderem auf seine Stürmer Tim Lemperle (Geld-Rot-Sperre) sowie Fisnik Asllani und eventuell auch FC-Schreck Andrej Kramaric (acht Bundesliga-Tore gegen Köln), die beide noch Trainingsrückstand haben.
