„Solange sollte er ruhig bleiben“ FC-Stürmer wackelt wieder: Baumgart will Geduld von und für Selke

Steffen Baumgart sitzt neben dem verletzten Davie Selke auf der Bank.

Davie Selke (M.) nach seiner Auswechslung gegen RB Leipzig am Samstag (4. Februar 2023) mit Steffen Baumgart.

Davie Selke fehlt erneut im Mannschaftstraining des 1. FC Köln. Chefcoach Steffen Baumgart nimmt dem Angreifer den Druck und mahnt generell zur Geduld.

Im Januar legte der 1. FC Köln für mehr Stürmer-Tore auf dem Transfermarkt nach, holte Davie Selke. Doch der 28-Jährige erlebte mit seinem Verletzungs-Hattrick einen Pech-Start! Steffen Baumgart (51) fordert jetzt Geduld – auch von Selke selbst…

Als der FC am Dienstagvormittag (7. Februar 2023) in die Frankfurt-Vorbereitung startete, fehlte der Ex-Herthaner. Die dritte Trainingspause in seiner fünften Köln-Woche, Selke verletzte sich zuletzt auf Schalke und nun gegen Leipzig jeweils nach Kopfballduellen.

Steffen Baumgart: „Dann wird auch Davie seine Chancen kriegen“

„Wir sehen, dass er im Moment wirklich Pech hat“, sagt Baumgart, erklärt: „Wenn wir uns die Situationen mal angucken: Auf Schalke knickt er um. Gegen Leipzig war er benommen, als er aufkommt. Da bin ich einfach froh, dass nichts passiert ist.“

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Wann Selke wieder trainieren kann? Der FC muss von Tag zu Tag schauen. „Es scheint nichts kaputt zu sein. Ähnlich wie bei der letzten Geschichte geht’s um sein Schmerzempfinden. Wir gucken mal, wann und wie weit er diese Woche einsteigt. Wir haben ja noch ein bisschen Zeit“, sagt sein Coach.

Baumgart weiß: Den größten Druck macht sich Selke wahrscheinlich selbst! Nach nur zwölf Bundesliga-Treffern in viereinhalb Jahren will er beim FC allen beweisen, dass noch immer ein Torjäger in ihm steckt.

„Es ist normal, dass er gefrustet ist“, sagt Baumgart, will seinem Stürmer den Frust aber nehmen: „Solange ich zufrieden bin mit ihm, das habe ich Davie auch gesagt, sollte er ruhig bleiben.“

Generell fordert der Trainer mehr Geduld für seine Offensiv-Jungs. Steffen Tigges (24) legte beim 7:1 gegen Werder Bremen einen Doppelpack vor – bislang die einzigen Angreifer-Tore in 2023.

Baumgart meint: „Bis auf Bremen hatten wir noch kein richtiges Spiel für einen Stürmer, mit vielen Torchancen, weil es oft Abnutzungskampf war.“ Mit nur zwei Gegentreffern in vier Partien und den absoluten Top-Gegnern Bayern und Leipzig.

Der Coach blickt voraus: „Wir hoffen, dass wir jetzt in die Situationen kommen, unseren Stürmern mehr Möglichkeiten zu geben. Dann wird auch Davie, wenn er endlich gesund bleibt – wovon wir ausgehen – seine Chancen kriegen.“

Baumgart mahnt: „Wir müssen ab und zu auch mal Geduld haben: Nicht jeder, der kommt, funktioniert gleich.“

Sieht man aktuell bei Abwehr-Kante Jeff Chabot (24), der nach einem Jahr Anlaufzeit und Verletzungspause top in Form ist, zu den Leistungsträgern zählt.

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