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Jagd auf Irans FührerDonald Trump bestätigt: Chamenei „ist tot“

Aktualisiert

Seit dem Morgen führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei soll laut Israels Regierungschefs Benjamin Netanjahu tot sein.

Ajatollah Ali Chamenei ist tot. Das bestätigte US-Präsident Donald Trump. Zuvor hatten israelische Medien Chameneis Tod bei den US-israelischen Angriffen auf den Iran gemeldet.

„Heute Morgen haben wir in einem gewaltigen Überraschungsschlag die Anlage des Tyrannen Ali Chamenei im Herzen Teherans zerstört (...) und es gibt viele Anzeichen, dass dieser Tyrann nicht mehr als Leben ist“, hatte Netanjahu am Samstagabend (28. Februar) in einer Fernsehansprache gesagt. Israelische Medien meldeten wenig später den Tod Chameneis.

Tod von Chamenei – Trump: „Wir haben das Gefühl, dass das stimmt“

Das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik sei tot, schrieben die Sender Channel 12 und Kan unter Berufung auf eine „israelische Quelle“ am Samstagabend in ihren Laufbändern. Außerdem hieß es, ein Foto von Chameneis Leiche sei Donald Trump und Benjamin Netanjahu gezeigt worden.

Der US-Präsident wurde zunächst in den NBC News mit den Worten zitiert: „Wir glauben, dass diese Geschichte wahr ist.“ Trump fügte hinzu, dass eine große Zahl hochrangiger Funktionäre getötet worden sei.

Als oberster geistlicher Führer und als weltliches Staatsoberhaupt galt Chamenei als unantastbar. Unter seiner Führung entwickelte sich der Iran mit dem starken Sicherheitsapparat nach innen wie nach außen zu einer einflussreichen Regionalmacht, die in den vergangenen Jahren jedoch massiv geschwächt wurde.

Schwäche zeigte der Mann mit grauem Haar und ruhiger Stimme nie. Trotz seiner ständigen Präsenz im Fernsehen und bei militärischen Veranstaltungen war Irans mächtigster Mann doch eher öffentlichkeitsscheu. Auch über sein Privatleben wurde wenig bekannt. Keine wichtige Entscheidung im Land wurde ohne Chameneis Zustimmung getroffen.

Nachfolge des obersten Führers durch einen Expertenrat klar geregelt

Der Tod Chameneis könnte das laut einem Nahost-Experten erhebliche Folgen für das politische System in dem Land haben. „Damit wäre erstmal die zentrale Figur, auf die alles zusammenläuft, ausgeschaltet“, sagte Professor Simon Wolfgang Fuchs, der an der Hebräischen Universität in Jerusalem Islamwissenschaft lehrt, der Deutschen Presse-Agentur.

„Auf der anderen Seite ist Iran natürlich kein Regime, das nur auf eine Familie baut oder auf einen ganz engen Kreis an Leuten, an denen alles hängt“, schränkte er ein. Chamenei habe zudem angeordnet, für alle führenden Positionen im Staat mindestens vier Stellvertreter zu ernennen, damit Befehlsketten nicht unterbrochen würden. Das gelte auch für das Staatsoberhaupt selbst.

Die Nachfolge des obersten Führers sei mit der Wahl durch einen Expertenrat klar geregelt. Diese durchzuführen könne aber einige Zeit in Anspruch nehmen. Fraglich sei, ob hier eine Übergangsfigur vom Rest des Machtapparats akzeptiert würde. „Hier könnte es zu Bruchlinien kommen, wenn dieser Prozess zu lange dauert und die iranischen Institutionen, die eigentlich darauf vorbereitet sind, nicht weiter funktionieren können“, so der Experte weiter.

Bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen wurde Berichten zufolge der Amtssitz Chameneis bombardiert. Ein vom iranischen Nachrichtenkanal Sabrin-News veröffentlichtes Satellitenfoto zeigte das vollständig zerstörte Areal des als „Beyt“ bekannten Hochsicherheitsbereichs in der Hauptstadt Teheran. Auch Bewohner in Teheran berichteten davon.

Ob sich Chamenei zum Zeitpunkt der Attacke dort aufhielt, war unklar. Er hatte sich in den vergangenen Wochen angesichts der militärischen Spannungen selten in der Öffentlichkeit gezeigt. Der iranische Staat dürfte dessen Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben. Wo er sich zuletzt aufhielt, ist nicht bekannt. Chamenei steht an der politischen und religiösen Spitze des Landes und ist zugleich Oberbefehlshaber der Streitkräfte. (dpa)

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