Opfer noch jugendlich Düsseldorferin in Köln vergewaltigt – Polizei sucht nach diesem Mann 

Favre lehnt sich weit aus dem Fenster FC kämpft gegen Frankreich-Vorwürfe – Pawlak rettet kölsche Ehre

Kölns Co-Trainer Andre Pawlak (l-r) und Denis Huseinbasic reagieren bei Spielende.

André Pawlak (Mitte) vertrat am 8. September 2022 in der Europa Conference League beim OGC Nizza den gesperrten Trainer des 1. FC Köln, Steffen Baumgart.

Die Aufarbeitung der Krawalle von Nizza läuft auf Hochtouren. Die Staatsanwaltschaft will Täter von allen beteiligten Seiten ausfindig machen. Der FC muss derweil um die Ehre von Köln kämpfen. 

Nachdem der erste Schock verdaut ist, beginnt nach den skandalösen Vorfällen beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza (8. September 2022) die Suche nach den Verantwortlichen.

Für viele Menschen beim Gastgeber stand die Schuldfrage quasi mit Schlusspfiff schon fest. Denn statt in Ruhe die Vorfälle aufzuarbeiten, stempelte die heimische Presse die Kölner als Sündenböcke ab.

Französischer Journalist provozierte André Pawlak vom 1. FC Köln

So provozierte ein französischer Journalist Interims-Trainer André Pawlak (51) beispielsweise mit der Frage: „Sind Sie solche Gewalt aus Deutschland gewohnt?“ Baumgarts-Vertreter reagierte gelassen und antwortete: „Ganz klar nein! Ich habe so etwas noch nie erlebt.“

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Damit rettete Pawlak nicht nur die kölsche Ehre, sondern ergriff auch Partei für die rund 7900 friedlichen Fans, die sich auf ein Fußball-Fest an der Côte d‘Azur gefreut hatten.

Irritierend: Selbst Lucien Favre (64) suchte die Schuld ausschließlich beim Gast. Der Ex-Gladbach-Coach nahm explizit Nizzas Anhänger aus der Verantwortung, obwohl schnell die Runde machte, dass Heimfans Kölner Anhänger bereits vor dem Stadion angegriffen haben sollen und die Aktion im Stadion ein „Rache-Akt“ war.

Nizza-Coach Favre: Unsere Fans haben sich einwandfrei verhalten

Favre sagte: „Unsere Fans sind nicht für die Vorfälle verantwortlich. Sie haben sich einwandfrei verhalten“, und lehnte sich damit ziemlich weit aus dem Fenster.

Immerhin widersprach auch der ehemalige Bundesliga-Coach jenem Journalisten, der Deutschland ein generelles Gewalt-Problem unterstellen wollte. Er habe so etwas in Deutschland noch nicht erlebt, entgegnete der Schweizer.

Ohnehin wurde auffällig laut gegen Köln und den 1. FC Köln gepoltert. Selbst Nizzas Bürgermeister Christian Estrosi (67) ließ sich dazu herab, einen Twitter-Kommentar abzufeuern. „Ich bedaure das unhöfliche und skandalöse Verhalten der Kölner und den mangelnden Respekt gegenüber der Stadt, die sie großzügig und brüderlich empfängt. Die Rechnungen für Schäden und die Reinigung öffentlicher Plätze werden wir an den Kölner Verein schicken“, schrieb das Stadt-Oberhaupt.

Diese Aussage sorgt bei Köln-Boss Christian Keller für Unverständnis. Er sagt: „Alle sollten den Ball in Bezug auf die Schuldfrage mal flach halten. Da haben sich alle in Summe nicht mit Ruhm bekleckert.“

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