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Erster Paderborn-TestTrotz El-Mala-Tor: Kölner A-Elf mit Pleite

René Wagner im Training des 1. FC Köln.

Copyright: IMAGO/Jan Huebner

René Wagner und der 1. FC Köln absolvierten am Sonntag einen Doppeltest gegen den SC Paderborn. 

Aktualisiert:

Der 1. FC Köln absolvierte eine Woche vor dem Start in den DFB-Pokal einen Doppeltest gegen den SC Paderborn. Der erste Vergleich gegen den Aufsteiger ging in die Hose. 

XXL-Testtag beim 1. FC Köln! Eine Woche vor dem Pflichtspiel-Auftakt im Pokal bei den Würzburger Kickers absolvierte die Mannschaft von René Wagner gleich eine doppelte Generalprobe beim Liga-Konkurrenten SC Paderborn.

Zweimal 90 Minuten standen auf dem Programm. Der erste Test ging mit 2:3 verloren – dabei schickte der FC-Coach seine vermeintliche A-Elf aufs Feld. Mit dabei war auch Said El Mala, der sich von dem ganzen Wirbel um seine Person und dem geplatzten Wechsel zu Borussia Dortmund nicht beirren ließ.

Ache bringt FC in Paderborn in Führung

Der Shootingstar warf sich rein, beackerte seine Seite und war auch torgefährlich. Er startete in der Dreier-Offensivreihe neben Maina und Thielmann, der überraschend Zehner spielte. Die zweite Überraschung war Neuzugang Okon-Engstler, der den Vorzug vor Johannesson erhielt.

Der FC war in der Anfangsviertelstunde die klar spielbestimmende Mannschaft. Die Wagner-Elf hatte deutlich mehr Ballbesitz, ohne daraus allerdings Kapital zu schlagen. Denn Chancen waren auf beiden Seiten Mangelware.

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El Mala hatte in der 23. Minute den ersten echten Abschluss. Sein Schuss wurde aber in letzter Sekunde noch geblockt. Kurz darauf belohnte sich der FC dann aber für den großen Aufwand der Anfangsphase. Nach einem langen Ball legte Maina auf den freistehenden Ache ab. Der Stürmer blieb cool und schob den Ball zum 1:0 an Keeper Noll vorbei (25).

Von den Gästen kam in der ersten halben Stunde herzlich wenig, die Kölner Defensive kam kaum mal in Verlegenheit. Erst kurz vor der Halbzeit, als der FC eine kurze fahrige Phase hatte, gab es die erste dicke Chance für die Gastgeber. Marino köpfte aber aus kurzer Distanz drüber. Dann war Pause, der FC ging mit verdienter Führung in die Kabine.

Nach der Pause ging es ohne Wechsel weiter. Und die Gäste kamen prompt zum Ausgleich aus dem Nichts. Nach einem Foul von Krauß 20 Meter vor dem Tor schnappte sich Batista Meier den fälligen Freistoß.

Paderborns Offensivspieler drehte den Ball um die Mauer und am verdutzten und regungslosen Keeper Schwäbe vorbei (52.). Da passte augenscheinlich etwas nicht, was Paderborns Keeper Noll lautstark mit „geile Nummer“ kommentierte. 

Der FC verlor nach dem Ausgleich komplett den Faden, Paderborn kam besser ins Spiel und drehte wenig später das Spiel komplett. Mensah, der wie schon gegen San Sebastián keinen guten Eindruck hinterließ, konnte eine Flanke von Curda, an dem der FC im Sommer auch Interesse hatte, nicht verhindern. In der Mitte setzte sich Castaneda im Kopfball durch und nickte zur 2:1-Führung der Gastgeber ein (63.).

Jetzt hatte der Aufsteiger richtig Spaß gefunden und setzte sogar noch einen drauf. Nach einem langen Diagonalball legte Batista-Meier den Ball mit einer sehenswerten Hackenvorlage an Castro-Montes vorbei, ließ den Belgier stehen und legte quer auf den völlig freistehenden Curda, der nur noch einschieben musste (66.). 

Drei Gegentore innerhalb von 14 Minuten brachten Schwäbe völlig auf die Palme. Der Keeper brüllte seine Vorderleute lautstark an, monierte fehlendes Zweikampf-Verhalten. Wenig später motzte er: „Da kommt gar nichts mehr.“

Die Kritik des Kapitäns war zu dem Zeitpunkt berechtigt, der FC gab das Spiel nach der Pause ohne Not aus der Hand und fand speziell nach dem Ausgleich nicht mehr den richtigen Zugriff. El Mala sorgte dann dafür, dass der FC zurück ins Spiel fand. Der Linksaußen setzte sich im Duell mit Curda im Strafraum durch und konnte dann nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte er dann gleich selbst (79.).

Das war der Startschuss für die Schlussoffensive. Denn die Wagner-Elf drückte in den letzten zehn Minuten auf den Ausgleich, konnte sich aber schlussendlich nicht mehr belohnen. Die dickste Chance ließ Lochoshvili liegen, der den Ball freistehend aus elf Metern über das Tor haute. 14 Minuten Tiefschlaf kosteten am Ende das nächste Erfolgserlebnis. Es war die erste Test-Niederlage der Vorbereitung.

Thomas Kessler wollte das nicht überbewerten, fand aber dennoch kritische Worte. „Vor allen Dingen in der zweiten Halbzeit hatten wir 20 Minuten, wo ich so ein bisschen den Eindruck hatte, dass wir ein bisschen Stillstand im Spiel hatten. Das wurde dann gnadenlos bestraft, aber ansonsten habe ich auch viele Dinge gesehen, die haben mir heute gut gefallen“, sagte der Sportbosss. „Wenn du auf dem Niveau 20 Minuten versuchst, ein Stück weit zu verwalten – was in der Phase in der Vorbereitung schon mal passieren kann –, da dürfen wir schon den Finger auch in die Wunde legen. Da gab es ein paar Dinge, die wir gesehen haben, die müssen wir besser machen.“

So spielte der FC: Schwäbe – Castro-Montes, Simpson-Pusey, Lochoshvili, Mensah (ab 76. Friemel) – Krauß, Okon-Engstler – Maina, Thielmann (ab 89. Afri Akumu), El Mala – Ache

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