So geht's an der FC-Spitze weiter Vorstand feiert Keller-Coup – aber was passiert nun mit Wehrle? 

Alexander Wehrle beobachtet das Training des 1. FC Köln.

Alexander Wehrle in seinem Büro am Geißbockheim, während sich die Mannschaft auf dem Rasen auf Borussia Mönchengladbach vorbereitet (am 24. November 2021).

Nachdem der 1. FC Köln mit Christian Keller seinen neuen Geschäftsführer Sport verkündet hat, rückt Alexander Wehrles Zukunft in den Fokus. Der VfB Stuttgart intensiviert offenbar seine Bemühungen um Wehrle. Unabhängig davon soll ein weiterer Geschäftsführer kommen!

Auf ein großes Ausrufezeichen folgt ein nicht minder großes Fragezeichen: Mit Christian Keller (42) hat der 1. FC Köln am Dienstag (23. November 2021) seinen neuen Sportchef präsentiert. Wie es für Finanzboss Alexander Wehrle (46) weitergeht, steht dagegen in den Sternen.

Wie „Sport Bild“ berichtet, wurde am Wochenende beim VfB Stuttgart über die Nachfolge des Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger (39) beraten – und es heißt, Wehrle sei der Top-Kandidat.

„Kein Kommentar“, wollte Wehrle auf EXPRESS.de-Nachfrage zum Thema abgeben, es sei schon „das x-te Mal“, dass er mit dem VfB in Verbindung gebracht werde. Doch selten war das Thema so heiß wie in diesem Winter. Der Posten als Boss seines Heimatvereins dürfte den Schwaben mehr als reizen, es soll auch Gespräche gegeben haben, zudem könnte der Zeitpunkt für den Absprung aus Köln genau der richtige sein.

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1. FC Köln vor Verpflichtung eines dritten Geschäftsführers

Wehrles Zukunft ist trotz eines bis 2023 laufenden Vertrags beim 1. FC Köln offen. Es gab sogar ein Vorstands-Angebot für eine kurzfristige Verlängerung – doch wer mit den handelnden Personen spricht, erkennt schnell: Der Neustart mit Wunschkandidat Christian Keller könnte möglicherweise auch ohne Wehrle stattfinden.

Zumal noch weitere Veränderungen anstehen. Nach EXPRESS.de-Informationen steht der FC unmittelbar vor der Verpflichtung eines weiteren Geschäftsführers, der die finanzielle Konsolidierung des wirtschaftlich angeschlagenen Klubs vorantreiben soll.

Welche Rolle bleibt da für Wehrle? Wird er Teil eines gleichberechtigten Trios oder ein „Sprecher der Geschäftsführung“? Besprochen ist nichts, heißt es. Möglich, dass beide Seiten nur nach einem Weg suchen, sauber die Beziehung zu beenden. Nach acht Jahren beim FC könnte die Option Stuttgart gerade rechtzeitig kommen. Denn es ist schwer vorstellbar, dass sich Bald-Sportboss Keller in seiner neuen Funktion Wehrle gleich unterordnen würde, ob der langjährige FC-Chef sich seinen Wirkungsbereich in einem Triumvirat einschränken lassen möchte, ist genauso fraglich.

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FC-Vorstand landet Coup mit der Keller-Verpflichtung

Keller wird die Entwicklungen am Geißbockheim zunächst mal aus der Distanz verfolgen, er will nach achteinhalb Jahren bei Jahn Regensburg eine Pause einlegen und zum 1. April 2022 mit Volldampf beim FC loslegen. Er hatte mit seiner Vorstellung angekündigt, sich „erst ab dem Beginn meiner Tätigkeit wieder öffentlich äußern“ zu wollen. Am Mittwoch wandte sich der 42-Jährige allerdings in einer Videobotschaft noch mal an die FC-Fans.

Darin erklärt er unter anderem: „Es war für mich sehr leicht, mich für den 1. FC Köln zu entscheiden, weil ich von den Verantwortlichen wirklich einen sehr, sehr guten Eindruck gewonnen habe. Wenn ich dann loslege, verspreche ich, dass ich mit hundert Prozent Identifikation und Engagement für den FC da sein werde.“

Das Video ist Bestandteil einer Vorstands-Mail an alle Mitglieder. Werner Wolf (65), Eckhard Sauren (50) und Carsten Wettich (42) zeigen sich sichtlich stolz. Das Präsidium schwärmt, Keller habe in Regensburg „Großes“ geleistet.

„Wirtschaftlich ist in dieser Zeit aus einem insolvenzbedrohten Sanierungsfall ein finanziell stabiler, schuldenfreier Zweitligist geworden, der durchgängig ein Plus erwirtschaftet hat – auch zu Pandemiezeiten. Ein wichtiger Faktor dabei war die kluge Transfer- und Personalpolitik von Christian Keller: Der SSV Jahn Regensburg hat nach Berechnung des ZDF mit weitem Abstand die größte Marktwertsteigerung im Kader erzielt“, schreiben Wolf & Co., die Vorgänger Horst Heldt (51) Ende Mai unmittelbar nach dem Relegations-Erfolg vor die Tür gesetzt hatten.

Weiter heißt es: „Damit hat sich aus unserer Sicht die Entscheidung ausgezahlt, im Sommer nicht mit einem der sofort verfügbaren Kandidaten einen Schnellschuss auszuhandeln, sondern mit zeitlichem Vorlauf einen geeigneten Geschäftsführer Sport zu finden. Mit diesem Vorgehen hat der FC schon beim Cheftrainer-Posten gute Erfahrungen gemacht.“

FC-Präsidium dankt Interims-Sportchef Jörg Jakobs

Mit Keller haben die FC-Bosse nach Steffen Baumgart (49) schon den zweiten absoluten Wunschkandidaten verpflichtet – trotz namhafter Konkurrenz. 

Das Präsidium dankt in seiner Nachricht zudem Interims-Sportchef Jörg Jakobs (51) sowie den beiden Lizenzbereich-Leitern Thomas Kessler (35) und Lukas Berg (28).  

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