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FC nach Euro-Aus platt Freiburg siegt sich gegen Köln zum ersten Bayern-Jäger

Kölns Innenverteidiger Luca Kilian (l.) und Nikola Soldo konnten den SC Freiburg um 2:0-Torschütze Michael Gregoritsch am Sonntagabend (6. November 2022) nicht stoppen.

Kölns Innenverteidiger Luca Kilian (l.) und Nikola Soldo konnten den SC Freiburg um 2:0-Torschütze Michael Gregoritsch am Sonntagabend (6. November 2022) nicht stoppen.

Der 1. FC Köln hat am 13. Bundesliga-Spieltag eine verdiente 0:2-Niederlage beim SC Freiburg kassiert. Jeong und Gregoritsch trafen nach der Pause.

Donnerstag flog der FC aus dem Europapokal – Sonntagabend (6. November 2022) folgte die Bundesliga-Pleite im Europa-Park-Stadion! Köln war zu platt für Freiburg, verlor verdient mit 0:2. Der SC ist dank des Heimsiegs nun erster Bayern-Jäger.

FC-Trainer Steffen Baumgart sagt enttäuscht: „Da hat einiges nicht funktioniert, was bei uns normalerweise viel besser funktioniert. Wir können die Ausrede der Frische nehmen, aber das gilt für Freiburg genauso. Die hatten genau das gleiche Pensum und deswegen lassen wir das nicht gelten.“

Thomas Kessler ärgert sich über „billige Gegentore“

Schlechte Nachrichten gab's bereits vor Anpfiff: Baumgart musste kurzfristig auf Abwehrboss Timo Hübers verzichten, der zwar mit nach Freiburg gereist war, aber beim Conference-League-Spiel gegen Nizza (2:2) einen Pferdekuss abbekommen hatte und sich überhaupt nicht fit fühlte.

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„Hübi war im Arsch, er war einfach nur kaputt“, erklärt Baumgart, der im Abwehrzentrum stattdessen auf Kilian und Soldo setzte. Der FC-Coach im Vorfeld der Partie: „Sie haben auch schon zusammengespielt. Deswegen sind wir davon überzeugt, dass es nicht schlechter wird.“

Es kam anders: Soldo verlor bei einem SC-Konter die Orientierung und Jeong aus den Augen – das 1:0 (53.). Dann war Kilian bei einer schlecht verteidigten Flanke nicht an Gregoritsch dran – das 2:0 (64.) und gleichzeitig die Entscheidung. 

Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler schimpft: „Wir haben unglaublich billige Tore kassiert. Das darf uns auf so einem Niveau nicht passieren. Beim 1:0 haben wir überhaupt keine Restabsicherung und ich frage mich, warum das so ist. Auch in der Kette verhalten wir uns nicht gut. Das zweite Tor ist ein total billiger Einwurf.“

Doch es lag nicht nur an der Defensive – Köln war drei Tage nach dem Euro-Aus insgesamt zu platt!

Steffen Baumgart treibt 1. FC Köln vergeblich an

Vom Anpfiff weg brannte es lichterloh im FC-Strafraum: Duda blockte einen Günter-Schuss (1.), Schwäbe musste sich bei einem Grifo-Schlenzer strecken (3.). Noch mehr glänzte der Keeper bei Freiburgs Doppelchance durch Doan und Gregoritsch (15.).

Der auffälligste Kölner neben Schwäbe: Steffen Baumgart. Der Trainer pfiff und dirigierte an der Seitenlinie unermüdlich, schob sein Team immer wieder nach vorne. Vergeblich, seine Jungs hatten kaum Sprit im Tank.

Freiburg war zwar ebenfalls Donnerstag im Europapokal-Einsatz gewesen (1:1 bei Qarabag Agdam), aber bereits zuvor fürs Achtelfinale qualifiziert. Die Folge: Christian Streich schonte seine Startelf in Baku; Kapitän Günter war der einzige SC-Profi, der sowohl in der Europa League als auch nun gegen den FC in der (ausgeruhten) Anfangsformation stand.

Köln musste sich bei Schwäbe bedanken, dass es nicht schon viel früher 2:0 stand. Der FC konnte seinen Vollgas-Fußball überhaupt nicht aufziehen.

Ellyes Skhiri lässt Kölner Doppel-Chance liegen

So richtig gefährlich wurde es erst kurz vor der Pause: Maskenmann Skhiri verpasste zunächst eine Kopfball-Verlängerung von Tigges (41.) und schoss eine Minute später aus vier Metern (!) übers Tor. Das hätte die schmeichelhafte Führung sein müssen.

„Wir haben da aus meiner Sicht zwei Riesen-Chancen. Die müssen halt in so einem Spiel rein“, ärgert sich Baumgart.

Köln blieb zwar erstmals seit dem 4. Spieltag in der ersten Halbzeit ohne Gegentor, doch das hatte sich nach Wiederanpfiff durch Jeong und Gregoritsch schnell erledigt. Zwischendrin ließ Maina ein Flekken-Geschenk liegen, scheiterte nach verunglücktem Pass frei vorm SC-Keeper (60.).

FC-Torwart Schwäbe: „In der ersten Halbzeit sind wir eigentlich über weite Strecken nur hinterhergelaufen. Dann kommst du aus der Pause und kassierst zwei Tore. Das ist natürlich nicht einfach.“

Die mehr als 3000 mitgereisten Kölner Fans wurden trotz der vierten Saison-Niederlage nicht müde, von Mailand zu singen – und schon mal ein paar verbale Grüße nach Leverkusen zu senden. Mittwoch (9. November, 18.30 Uhr) geht's zu Hause gegen Bayer weiter. Freiburg ist derweil neuer Tabellenzweiter, nur ein Pünktchen hinter dem FC Bayern.

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