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Anthony Modeste Legende oder Lebewohl? Nur ein Punkt spricht gegen seine FC-Zukunft

Anthony Modeste jubelte über ein Tor für den 1. FC Köln

Anthony Modeste erzielte gegen den VfB Stuttgart (14. Mai 2022) sein 20. Saisontor für den 1. FC Köln.

Die Verantwortlichen des 1. FC Köln hoffen, dass Anthony Modeste auch ohne Vertragsverlängerung im Sommer bleibt. EXPRESS.de nimmt die Situation des Sturm-Stars unter die Lupe.

Anthony Modeste (34) hatte mit seinen 20 Toren riesigen Anteil an der sensationellen Bundesliga-Saison des 1. FC Köln. Nach dem bitteren Abgang von Salih Özcan (24) zum BVB ist der Franzose wichtiger denn je – nicht nur als Torjäger, sondern vor allem auch als Identifikationsfigur! Die entscheidende Frage: Bleibt er auch ohne Vertragsverlängerung?

Während Tony eigentlich schon zum Saisonende Klarheit haben wollte, wie es nach seinem Vertragsende 2023 weitergeht, muss Christian Keller (43) seinen Star-Stürmer vertrösten. Der Sportboss sagte im EXPRESS.de-Interview: „Wir sind momentan nicht in der Lage, einen Top-Vertrag zu verlängern. Tony weiß, dass wir ihm aktuell nichts über 2023 hinaus anbieten können.“

Wie reagiert Modeste? Bereits im Winter brachte ihn ein unmoralisches Angebot von Saudi-Klub Al Hilal stark ins Nachdenken. Er blieb und schoss den FC wie 2017 nach Europa. Damals folgte der Wechsel nach China.

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Identifikationsfigur und Anführer: Tony fühlt sich pudelwohl in der Mannschaft, weil der FC wieder eine Einheit ist. Er spürt nicht nur das Vertrauen des Trainers, sondern auch den Zuspruch seiner Mannschaftskameraden. Zuletzt revanchierte er sich, indem er alle Spieler, Coaches und Betreuer zum Geburtstagsessen einlud. Er ist mit 34 der Älteste im Team und prädestiniert für die Rolle des Anführers. Das weiß auch Steffen Baumgart (50), sagte zu EXPRESS.de: „Ich möchte ihn gerne hier haben. Nicht nur als Fußballer, sondern vor allem als Menschen. Klar schießt er Tore und ist damit ein wichtiger Faktor – so einen Torjäger findest du nicht an jeder Straßenecke. Aber für mich ist er auch als Typ wichtig.“

„Ich glaube nicht, dass er den Fehler noch einmal macht“, sagt Edel-Fan Wolfgang Niedecken (71) in der Doku „24/7 FC“, erinnert damit an Modestes misslungenes Fernost-Abenteuer. Der BAP-Frontmann hofft, dass Tony auf sein Herz hört und meint: „Er wird wissen, dass er jetzt eigentlich am Höhepunkt seiner Karriere angekommen ist. Danach wird es wieder flacher, und beim FC unter Baumgart ist er wirklich in sehr guten Händen. Wenn er beim FC bleibt, wird der eine Legende wie Lukas Podolski.“

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Europapokal-Traum: Nach seinem 2017er-Abschied hatte Modeste immer davon geträumt, noch einmal auf Händen durchs Rhein-Energie-Stadion getragen zu werden und für den FC auf internationaler Bühne zu spielen. Den ersten Wunsch erfüllten ihm die Fans nach dem Conference-League-Einzug, den zweiten hat er nun selbst in der Hand.

Familie: Tony ist ein Familienmensch. Frau Maeva und die Kids Kihanna und Brooklyn stehen für ihn über allem. Die Familie fühlt sich in Köln heimisch, Modeste junior spielt inzwischen sogar in der U8 beim FC. Der stolze Papa steht gern als Fan am Spielfeld, berichtet: „Er macht jeden Torjubel von allen Spielern, weil er jeden Spieler kennt und deren Torjubel. Wir haben ihm gesagt, er soll etwas Eigenes machen und nicht meinen kopieren. Denn das ist mein Jubel, den soll er mir nicht klauen.“

Baumgart-System: Modeste blüht unter Chefcoach Baumgart auf – vor allem, weil das System wie auf ihn zugeschnitten ist. Während die Wege für den Franzosen in der Vergangenheit von der Mittellinie bis zum Tor viel zu weit waren, profitiert Tony mittlerweile von dem offensiven Kölner Power-Fußball, den höheren Ballgewinnen. Das Ergebnis: Modeste schoss sagenhafte 20 Treffer und knackte damit sein eigens gestecktes Tor-Ziel. Überhaupt ist Baumgart für ihn ein Top-Argument, um nicht die Biege zu machen.

Misslungener China-Wechsel: Die Erfahrungen der Vergangenheit werden Modeste eine Warnung sein. 2017 war er nach langem Transfer-Hickhack zu Tianjin nach China gewechselt. Im Reich der Mitte wurde er (ohne seine Familie) aber nicht glücklich. Es folgten ein Rechtsstreit mit dem Verein, die Kündigung des Vertrags und die ablösefreie Rückkehr nach Köln.

Projekte abseits des Fußballs: Modeste sorgt längst nicht nur auf dem Rasen für Furore. Sein eigener Kaffee ist ein Verkaufsschlager – und soll nicht das letzte Nebenprojekt des Angreifers sein. In Köln verfügt Tony über das entsprechende Netzwerk.

Kohle: Am Ende bleibt die Frage des Geldes! Modeste weiß, dass sich seine Karriere dem Ende entgegen neigt und will das Optimum rausholen. Kommt im Sommer wieder ein lukratives Angebot, können die zum Sparen gezwungenen Kölner nicht mitziehen.

Legende oder Lebewohl? Bleibt Tony, winkt ihm zum Jahresende doch ein neuer FC-Vertrag! Denn Keller ließ nach seiner Absage für Sommer-Gespräche auch durchblicken: „Wenn wir im Herbst klarer sehen, wie unsere wirtschaftlichen Möglichkeiten sind, sieht das sicher anders aus.“ Der Sportboss sagt: „Ich bin mit einem guten Gefühl aus dem Gespräch gegangen und Tony hat gelächelt. Das interpretiere ich ebenfalls als gutes Gefühl.“

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