Im Training erarbeitetFC-Plan für mehr Tore – Selke: „Als Stürmer musst du immer bereit sein“

Darmstadt 98 gegen 1. FC Köln: Kölns Davie Selke jubelt über sein Tor

Erleichterung in Darmstadt: Kölns Torschütze Davie Selke jubelt über das Tor zum 1:0.

War das der Dosenöffner? Der 1. FC Köln hat mit dem 1:0-Sieg in Darmstadt viel fürs Selbstvertrauen getan. Beim Tor ging ein Plan auf, der im Training erarbeitet wurde.

Darmstadts Torsten Lieberknecht (50) klagte nach der Niederlage am Freitag gegen Köln: „Wir hatten gute Möglichkeiten, aber dann ist es der Standard-Moment, der uns auf die Verliererstraße bringt.“ Tore nach Standards – genau das war der FC-Plan.

Weil Trainer Steffen Baumgart (51) weiß, dass es in dieser Saison mit den Toren aus dem Spiel heraus mehr als dürftig läuft, hat er im Training intensive Standard-Einheiten integriert. So wurde am Mittwoch vor dem Sieg in Darmstadt im Training genau diese Situation geübt, die im Bundesligaspiel dann zum Erfolg führte.

Kölner Ecken-Plan geht in Darmstadt auf

Nach der Ecke von Luca Waldschmidt (27) sorgte Kölns Youngster Max Finkgräfe (19) am kurzen Pfosten für Betrieb und damit etwas Verwirrung in der Darmstädter Verteidigung. Die Folge: Mathias Honsak (26) verlängerte den Ball zum Gegner – und dann war Davie Selke (28) zur Stelle und grätschte den Ball zum 1:0-Sieg in die Maschen.

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Selke grinste später nach seinem vierten Saisontreffer: „Es wurde trainiert. Als Stürmer musst du immer bereit sein, auch wenn du vorher nur zwei, drei Ballkontakte hattest. Es ist wichtig, in der einen Situation da zu sein.“

Verteidiger Timo Hübers (27) freute sich: „Noch klappt nicht alles, aber in Darmstadt hat schon ganz schön viel geklappt.“ Und Thomas Kessler (37), Leiter Lizenzfußball beim FC, pustete auch durch und war froh, dass sich die intensive Arbeit im Training gelohnt hatte: „Es ist schön, dass uns ein Standard hilft.“

Doch auch wenn der FC auf Platz 15 kletterte, in der Tor-Statistik bleibt Köln Letzter! Magere zehn Törchen hat die Baumgart-Truppe nach 13 Spieltagen erst erzielen können. Schlusslicht Union hat zwölf (bei einem Spiel weniger), Mainz ebenfalls zwölf und Darmstadt auf Rang 16 sogar 15 Treffer. Zum Vergleich: Von der Tabellenspitze grüßen Bayer Leverkusen mit 38 Toren und der FC Bayern München mit 43 Toren.

Das sieht Baumgart natürlich, deshalb drückte er seine Freude über die gelungene Ecke auch mit einem großen ABER aus: „Trotzdem brauchst du 30 Ecken, um ein Tor zu erzielen, deswegen ist es schön, dass wir was aus diesem Standard gemacht haben, ansonsten hätten wir, glaube ich, auch kein Tor gemacht.“

Schon gegen den FSV Mainz 05 am Sonntag (10. Dezember 2023, 17.30 Uhr/DAZN und im Liveticker auf EXPRESS.de) soll es im heimischen Rhein-Energie besser laufen. Baumgart: „Wer unser Spiel gesehen hat, der weiß, dass vieles noch nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen.“ Ab Dienstag (5. Dezember) nimmt sein Team im Training wieder Fahrt auf. Standards stehen unter der Woche ganz bestimmt wieder auf dem Plan.