FC-Rückkehrer Hübers: „War der richtige Schritt“ – Köln mit „Wut“ gegen Union

Timo Hübers trainiert beim 1. FC Köln.

FC-Verteidiger Timo Hübers (M.) beim Regen-Training am Mittwoch (3. November 2021)

Timo Hübers hat sich beim 1. FC Köln nach einer Verletzungspause zurückgekämpft. Vor dem Heimspiel gegen Union Berlin spricht der Sommer-Neuzugang über den nächsten Gegner und seine FC-Rückkehr.

Köln. Erst Durchstarter, dann Pechvogel: Timo Hübers (25) zählte in der Sommer-Vorbereitung zu den positiven Überraschungen beim FC, erkämpfte sich einen Startelf-Platz für den Pokal- und Liga-Auftakt.

Doch dann bremste ihn, wie schon so oft in seiner Karriere, eine Verletzung aus – für den Innenverteidiger war viel Geduld gefragt. Jetzt will er sich wieder in der Baumgart-Elf festbeißen!

Hübers sagt: „Die Jungs haben es gut gemacht in der Zeit, wo ich gerade wieder fit war. Da gab es keine Notwendigkeit, zu wechseln. Aber ich bin drangeblieben, habe in Stuttgart die Chance bekommen und diese ganz gut genutzt. Ich durfte in Dortmund direkt wieder ran.“

Timo Hübers überzeugte bei Comeback gegen VfB Stuttgart

Knapp zweieinhalb Monate lagen zwischen seinem bis dato letzten Einsatz gegen Hertha (3:1) und dem 2:0-Pokal-Sieg beim VfB, als der Ex-Hannoveraner erstmals wieder für die FC-Profis auf dem Platz stand. Zwischenzeitlich war Hübers nur noch Innenverteidiger Nummer vier, wurde nicht mal mehr für den Kader nominiert. Nun zwei Startelf-Einsätze in Folge! Er grinst: „Ich hätte nichts dagegen, wenn das so weitergeht…“

Timo Hübers spielt für den 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund.

Timo Hübers (r.) im Kopfballduell mit Borussia Dortmunds Thorgan Hazard, bei der 0:2-Niederlage des 1. FC Köln am 30. Oktober 2021

Nach der 0:2-Pleite in Dortmund gab es für den Abwehrmann Lob von Chefcoach Steffen Baumgart (49) – auch wenn er vor dem ersten BVB-Treffer nicht gut aussah. Hübers, der zuvor gefühlt keinen Zweikampf verloren hatte, ärgert sich selbst wohl am meisten. „Ich glaube, diese Situation gibt es noch neunmal im Spiel und da passiert eben nichts. Es kam ein langer Ball, ich war im Rückwärtslaufen und schlecht orientiert, wo mein Gegenspieler steht. Ich hatte das Gefühl, dass ein Mitspieler hingeht und habe deswegen zurückgezogen.“

Aber er weiß auch: „90 Minuten komplett fehlerlos gegen Dortmund zu spielen, schaffen nur die Wenigsten.“

1. FC Köln will Heimsieg gegen Union Berlin

Inzwischen ist die Pleite, bei der Köln auch ohne Punkte und Tore überzeugen konnte, abgehakt – der FC-Fokus gilt nun Union Berlin (Sonntag, 7. November, 17.30 Uhr). „Wir haben uns mit dem Spiel befasst und geärgert. Die aufgestaute Wut nehmen wir hoffentlich mit ins nächste Spiel“, so Hübers.

Er kündigt an: „Wir wollen uns mit einem Sieg in die Länderspielpause verabschieden. Union ist eine der unbequemsten Mannschaften der ganzen Liga, aber vor allem zu Hause müssen wir uns nicht verstecken.“

Nach drei sieglosen Spielen gegen starke Gegner würden Köln ein paar Punkte extrem guttun! „Mit einem Sieg könnten wir mit Union gleichziehen und uns eher nach oben als nach unten orientieren“, weiß Hübers.

Timo Hübers: Rückkehr zum 1. FC Köln war richtige Entscheidung

Ob er dann erneut in der Startelf steht? Baumgart spielt in der Innenverteidigung immer wieder Bäumchen wechsel dich, hat mit Rafael Czichos (31), Luca Kilian (22) und Jorge Meré (24) mehrere gleichwertige Alternativen. „Wir sind alle vier auf einem ähnlichen, guten Niveau und machen es dem Trainer schwer“, sagt Hübers, der mit seinem Tempo punkten kann.

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Fest steht für ihn so oder so: Die Rückkehr zum FC war die richtige Entscheidung! Der gebürtige Hildesheimer hatte bereits in der Saison 2015/16 den Geißbock auf der Brust getragen, damals in der Regionalliga für die U21.

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Im Sommer kam er ablösefrei von Hannover 96 zurück, meint nun: „Ich fühle mich super wohl. Klar war das unglücklich mit der Verletzung zwischendrin. Aber, wie es bisher gelaufen ist, bestätigt mich in meiner Entscheidung. Das war der richtige Schritt und ich bereue ihn gar nicht!“

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