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FC-Stimmen zum Derby-Comeback Baumgart: „Spieler gebeten, sich nicht in die Hosen zu machen“

Anthony Modeste jubelte nach seinem Treffer zum 2:2 für den 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen.

Anthony Modeste jubelte nach seinem Treffer zum 2:2 für den 1. FC Köln gegen Bayer Leverkusen.

Im Derby gegen Bayer Leverkusen rettet der 1. FC Köln mit großer Moral ein Unentschieden nach 0:2-Rückstand und verhindert die erste Heim-Niederlage der Saison. Die Stimmen zum rheinischen Duell im Überblick.

Köln. Mit zwei Gegentoren binnen 109 Sekunden war das Rhein-Derby gegen Bayer Leverkusen (2:2) für den 1. FC Köln schon nach gut einer Viertelstunde beinahe gelaufen. Doch im zweiten Durchgang kämpfte die Truppe von Trainer Steffen Baumgart (49) verbissen um den Ausgleich und holte dank Anthony Modeste (33) tatsächlich einen Zähler.

Nach dem Spiel am Sonntag (24. Oktober 2021) überwog die Erleichterung über die starke Aufholjagd und den gewonnenen Zähler gegen eine zeitweise enteilte Werkself.

EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel gesammelt

Anthony Modeste: „Ich denke, dass das 2:2 viele Leute unterschreiben. Wir haben das Spiel gedreht und das ist unsere Stärke diese Saison. Das hier ist unser Wohnzimmer und hier kann man nicht so einfach gewinnen. In der ersten Halbzeit habe ich ein Tor verschenkt, das war meine Schuld. Wir dürfen nie aufgeben, das ist unsere Stärke. Solange ich spiele und die ganze Mannschaft glücklich ist, ist alles gut.“

Jonas Hector: „Wir lagen 0:2 hinten, deshalb kam es gerade auf die Grundtugenden an. Wir haben die Fehler in der ersten Halbzeit vor allem im Spielerischen gemacht. Das haben wir später besser gemacht, deshalb haben wir es geschafft, noch mal heranzukommen. Es war ein Spiel auf der Rasierklinge, weil die Leverkusener dieses Konterspiel haben. Sie haben es nicht so gut ausgespielt, wie sie es können, deshalb stand es nur 0:2 aus unserer Sicht. Wir wussten, sobald wir einen machen, ist auch das Stadion da und genau das ist dann eingetroffen.“

Timo Horn: „In der ersten halben Stunde haben wir im Spielaufbau viel zu viele Fehler gemacht. Genau darauf haben die Leverkusener gelauert, das wussten wir vorher. Wenn sie das in der ein oder anderen Situation noch besser ausspielen, kann es auch schnell 3:0 oder 4:0 stehen. Das darf uns nicht passieren. Aber dann waren wir deutlich besser im Spiel. In der zweiten Halbzeit haben die Leverkusener sich dann zurückgezogen und wir haben das genutzt. Das muss man dann auch erstmal schaffen, ohne sich das Dritte zu fangen. Wir haben die Reaktion gezeigt und am Ende dann auch verdient das 2:2 geholt. Wir haben versucht, auf den Sieg zu spielen, aber das 2:2 war unterm Strich gerecht.“

Steffen Baumgart forderte mehr Mut beim 1. FC Köln nach der ersten Halbzeit

Steffen Baumgart: „Wenn du 0:2 hinten liegst und das 2:2 machst, dann sollte man zufrieden sein. Das ist dann aber auch okay. Die ersten zwei Dinger legen wir vor, das ist unnötig. Danach war es super verteidigt von uns. Aber wie wir die ersten beiden Tore gekriegt haben: Irgendwann gefällt es einem einfach nicht mehr, ganz einfach.“

Steffen Baumgart über seine Halbzeit-Ansprache: „Ich habe sie einfach nur darum gebeten, mal Mut zu haben und sich nicht in die Hose zu machen. Einfach mal klar zu spielen, das zu machen, was wir besprochen haben. Die Lücken waren da, die waren auch in der ersten Halbzeit da, aber da haben wir uns noch nicht so durchgesetzt, wie dann in der zweiten Halbzeit.“

Leverkusen-Keeper Hradecky nach 2:2 in Köln: „Das kotzt mich an“

Jörg Jakobs: „Wir laufen natürlich den zwei Gegentoren hinterher, gegen eine Mannschaft, die brutal umschalten kann. Wir hatten an der einen oder anderen Stelle Glück, dass sie nicht das Dritte gemacht haben. Die Themen, die der Mannschaft mitgegeben wurden, wurden am Anfang nicht so umgesetzt – und dann bestraft uns Leverkusen. Das wurde in der Halbzeit angesprochen und am Ende hat es dann deutlich besser funktioniert. Es ist ein Teilerfolg, auch wenn wir gerne gewonnen hätten. Im Gesamtverlauf ist es okay.“

Bayer Leverkusens Torwart Lukas Hradecky: „Wenn du in einem Derby ein 2:0 verspielst, fühlt es sich wie eine Niederlage an. Wir hätten das 3:0 oder 4:0 machen müssen in unseren Kontersituationen und dann schalten wir halt ab. Das kotzt mich an, das ist ärgerlich. Ich bin nur ein Torwart, da muss man die Stürmer fragen. Wir haben Tausende (Konter, Anm. d. Red.) davon. Wenn es 3:0 oder 4:0 steht, kommen sie nicht mehr zurück.“

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