Wut auf Schiri Baumgart-Vulkan spuckt Feuer: „Kotzt mich an“ – „Geht mir auf die Eier“ – „Verarsche“

Steffen Baumgart läuft fluchend Richtung Mittellinie.

Nachdem Marvin Schwäbe den Strafstoß gehalten hatte, wütete Kölns Trainer Steffen Baumgart Richtung viertem Offiziellen.

Trainer Steffen Baumgart hat nach der verdienten Niederlage seines 1. FC Köln gegen Union Berlin scharfe Kritik an Schiedsrichter Benjamin Cortus und dessen Team geübt.

Diese 72 Stunden haben FC-Trainer Steffen Baumgart (50) massiv aufgewühlt. Erst die schlimmen Prügel-Szenen am Donnerstag direkt vor seinen Augen in Nizza, dann die bittere 0:1-Heimniederlage am Sonntag (11. September 2022) gegen seinen Herzensklub Union Berlin – geleitet von einem unfassbar schwachen Schiedsrichter-Gespann.

Als Benjamin Cortus (40) die Partie abpfiff, musste die Wut noch einmal raus. Während FC-Geschäftsführer Christian Keller (43) gerade mit den drei Unparteiischen auf dem Platz diskutierte, marschierte Baumgart wild fluchend am Trio vorbei und trat mit voller Wucht die Schoner vor der TV-Kamera an der Mittellinie weg.

Steffen Baumgart schimpft über die Schiedsrichterleistung

Beim Gang in Richtung Kabine hatte sich die Wut des Kölner Trainers immer noch nicht gelegt. Unabsichtlich erwischte er auch die Krücke des verletzten Jeff Chabot (24). Beim Elfmeterpfiff, bei zahlreichen Zweikämpfen und bei der zunächst nicht erkannten Abseitsstellung von Becker lag Cortus daneben – zu viel für Baumgart.

Alles zum Thema Steffen Baumgart

Der Vulkan brodelte auch lange nach dem Abpfiff noch. „Ich bin am Schiedsrichter vorbeigegangen auf dem Platz, weil ich die Leistung nicht mehr akzeptieren will. Das geht mir auf die Eier“, wütete er zunächst bei DAZN.

Der Witz-Elfmeter in der 10. Minute hatte die Kölner auf die Palme gebracht. Luca Kilian hatte einen Kopfball mit dem Rücken zu Schütze Robin Knoche stehend gegen den Oberarm bekommen. „Am Samstag hat jemand eine Torwart-Parade gemacht, das war kein Elfmeter“, spielte Baumgart bei der Pressekonferenz auf die Partie zwischen Hertha und Leverkusen an.

Trainer Steffen Baumgart vom 1. FC Köln tritt gegen eine Bande.

Beim Gang in die Kabine trat Steffen Baumgart nach der Niederlage des 1. FC Köln gegen Union Berlin die Schoner an der Kamera weg.

„Heute ist der Spieler mit dem Rücken Richtung Tor, kriegt den Ball gegen den Oberarm. Seit diesem Sommer zählt nicht nur die Verbreiterung der Körperfläche, es muss auch eine Absicht erkennbar sein. Dafür einen Elfmeter zu geben, finde ich schwierig. Dann auch noch eine Gelbe Karte zu geben, die später zur Gelb-Roten wird, kotzt mich an. Ich habe auch keinen Bock mehr auf die Erklärungen, weil es jede Woche eine andere ist. Das wird ja Verarsche.“

Als FC-Keeper Marvin Schwäbe den Strafstoß von Jordan pariert hatte, stürmte Baumgart mit einer Mischung aus Wut und Häme auf den vierten Offiziellen Thomas Gorniak zu, machte eine abfällige Geste mit seiner Faust und fluchte vor sich hin. Kurz vor dem Abpfiff sah der Coach auch noch die Gelbe Karte, als er geklatscht und dann mit den Fäusten nach oben gejubelt hatte, weil der Schiri mal ein Foul gepfiffen hatte.

1. FC Köln: Steffen Baumgart wütete nach Elfmeter-Parade

Noch etwas brachte den Kölner Vulkan zum Ausbruch. „Ich wusste gar nicht, dass in den Regeln steht, dass du zuerst in den Mann springst und dann erst gegen den Ball arbeitest. So etwas wird dann nicht gepfiffen. Die Stürmer springen nur noch in den Mann rein, keiner versucht an den Ball zu kommen, und die Schiedsrichter ahnden es nicht mehr. Die Situation ist nicht mehr tragbar. Irgendwann habe ich die Schnauze voll davon.“

Eine Stunde nach Spielschluss hatte sich Baumgart wieder ein wenig beruhigt. „Die Szene mit dem Elfmeter war nicht spielentscheidend. Union war klarer und verdienter Sieger, egal, wie ich über die eine oder andere Szene denke. Unser Plan ist mal gar nicht aufgegangen“, musste er selbstkritisch einsehen.

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.