„Stehe zu meinen Entscheidungen“ FC-Trainer Baumgart verteidigt Voll-Rotation bei bitterer Pokal-Pleite

Steffen Baumgart schaut an der Kamera vorbei.

Steffen Baumgart und der 1. FC Köln sind am Dienstag (18. Januar 2022) gegen den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal ausgeschieden.

Der 1. FC Köln gegen den Hamburger SV aus dem DFB-Pokal ausgeschieden, Steffen Baumgart wechselte in der Startelf auf sechs Positionen. Diese Entscheidung verteidigte er nach dem Spiel.

Der 1. FC hat den Traum von Berlin verspielt. Die Mannschaft von Steffen Baumgart (50) muss die Hoffnungen auf das Pokal-Endspiel nach der unglücklichen Achtelfinal-Niederlage gegen den Hamburger SV (18. Januar 2022) begraben.

Baumgart setzte auf die falschen Pferde! Der FC-Trainer nahm gegen den Zweitligisten sechs Wechsel vor und schenkte seiner zweiten Reihe das wohl bis dato wichtigste Spiel der Saison. Hoch gepokert, tief gefallen! Obwohl der Plan nach hinten losging, verteidigte Baumgart seine Voll-Rotation nach Schlusspfiff.

Anthony Modeste holte Elfmeter zum Ausgleich in der Verlängerung raus

„Wenn ich dazu stehe und nach außen kommuniziere, dass mein Kader 24 gute Jungs hat, muss ich ihnen auch die Möglichkeit geben zu spielen“, sagte über seine mutigen Personal-Entscheidungen.

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Vor allem Tor-Garant und Lebensversicherung Anthony Modeste (33) fehlte an allen Ecken und Ende. Während seine Offensiv-Kollegen reihenweise Hochkaräter ausließen, war es der eingewechselte Franzose, der den entscheidenden Elfmeter zur Verlängerung rausholte und anschließend sicher verwandelte.

Steffen Baumgart: „Ich stehe zu meinen Entscheidungen“

Bereits beim Zweitrunden-Sieg in Stuttgart, als Baumgart ebenfalls den Wechsel-Apparat anwarf, war es „Tony“, der den FC mit einem Doppelpack noch ins Achtelfinale ballerte. „Ich lasse mir das nicht gerne einreden, auch wenn die Kritik natürlich kommen wird“, ging Baumgart nach dem Rotations-Vorwurf in den Verteidigungs-Modus: „Ich stehe zu meinen Entscheidungen. Wenn man verliert, hat man etwas falsch gemacht, aber es waren nicht die Wechsel.“

Unterstützung bekam er dabei von seinen Spielern. Unglücksrabe Florian Kainz (29), der sich den Ball beim entscheidenden Elfer an das eigene Bein schoss, sprang seinem Trainer zur Seite: „Die Rotation ist in Stuttgart auch aufgegangen. Der Trainer vertraut jedem Spieler. Es war gerechtfertigt.“

1. FC Köln hat durchaus mögliches Finale im DFB-Pokal verspielt

Kapitän Jonas Hector (31) ergänzte: „Die sechs Wechsel in der Startelf waren kein Fehler, wir hatten ja auch unsere Chancen. Wenn wir davon eine machen, dann läuft das Spiel anders.“

Ob es nun an der Rotation, vergebenen Chancen oder dem wohl skurrilsten Elfer des Jahres lag – unter dem Strich steht das bittere Aus. Der FC hat eine inzwischen realistische Final-Chance fahrlässig liegen gelassen und muss in finanziell äußerst schwierigen Zeiten auf eine satte Finanzspritze von über einer Million Euro verzichten.

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