Nutzt FC-Profi Özcan das Skhiri-Aus? „Er weiß, dass ich nicht zu 100 Prozent zufrieden bin“

Salih Özcan jubelt für den 1. FC Köln gegen Greuther Fürth mit Timo Horn und Ellyes Skhiri.

Salih Özcan (r.) nach dem FC-Sieg gegen Greuther Fürth (am 1. Oktober 2021) mit Timo Horn und Ellyes Skhiri (M.). Den Tunesier muss er nun ersetzen.

Steffen Baumgart muss das Mittelfeld des 1. FC Köln umbauen. Nach der Knieverletzung von Ellyes Skhiri richtet sich der Fokus auf Salih Özcan. Kann er seine Chance gegen die TSG Hoffenheim nutzen?

Köln. Ellyes Skhiri (26) ist wochenlang zum Zuschauen verdammt, auch Dejan Ljubicic (24) steht für das Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim (Freitag, 15. Oktober 2021, 20.30 Uhr) auf der Kippe. Jetzt muss Salih Özcan (23) liefern!

Viel Konkurrenz für Salih Özcan: „Wir reden hier von Ellyes Skhiri“

Im Sommer hat der frisch gebackene U21-Europameister seinen auslaufenden FC-Vertrag nach langem Hin und Her doch noch verlängert. Mit dem klaren Ziel, sich unter Steffen Baumgart (49) endgültig auf der Bundesliga-Bühne durchzusetzen. Der neue Trainer hatte sich sehr für einen Verbleib des Kölner Eigengewächses eingesetzt.

Doch es kam wie so oft für Özcan: Der Sechser zeigte eine vielversprechende Vorbereitung, kämpfte sich ins Team – fand sich zum Saisonstart aber schnell auf der Bank wieder. Seine Liga-Bilanz bisher: fünf Einsätze, davon nur einer länger als 15 Minuten. Das hatte sich der Ehrenfelder gewiss anders vorgestellt…

Steffen Baumgart: „Werden auf Salih Özcan bauen“

Baumgart relativiert Özcans Reservistenrolle: „Ich versuche immer wieder klarzumachen: Es gibt keine zweite Reihe. Wir reden hier von Ellyes Skhiri, einem außergewöhnlichen Fußballer, der die Position eingenommen hat.“

So bitter das Aus des Tunesiers für den FC ist – für Özcan ist es eine große Chance! „Wir haben mit Salih einen sehr guten Sechser, auf ihn werden wir bauen“, sagt Baumgart für den Fall, dass auch Ljubicic ausfällt. Selbst wenn der erkältete Österreicher mit nach Sinsheim reist, steht in den Sternen, wie fit er wirklich ist.

Özcan winkt also der zweite Startelf-Einsatz nach dem 1:1 in Freiburg, als er sich als Achter ordentlich präsentierte. „Salih macht einen guten Job“, findet Baumgart, macht aber gleichzeitig auch klar, dass er noch mehr erwartet: „Dass ich nicht zu 100 Prozent mit ihm zufrieden bin, weiß er, darüber reden wir. Salih ist ein Spieler, der sich entwickeln muss. Er muss sich unserem Spiel anpassen, wie ich mir das vorstelle.“

Steffen Baumgart: Salih Özcan hat viel Potenzial

Nur so kann sich Özcan, für den die Konkurrenz im Normalfall sowohl auf der Sechs als auch auf der Acht riesig ist, dauerhaft im Team festbeißen. Noch fehlen Klarheit und Konstanz, seine Fehlerquote ist gerade im Vergleich zu einer Mittelfeld-Maschine wie Skhiri zu hoch. „Er hat immer wieder Phasen drin, die mir als Trainer nicht gefallen, das halte ich aber für normal“, erklärt Baumgart, schiebt jedoch nach: „Salih ist für mich keiner, der hintendran ist, das ist für mich etwas anderes.“

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Der Köln-Coach vertraut dem 23-Jährigen. „Wir werden keine Verschlechterung haben, davon bin ich überzeugt. Wir werden einen anderen Spielertypen haben, das ist klar, aber wir fangen das als Mannschaft auf“, ist Baumgart vor dem Hoffenheim-Spiel überzeugt.

Für Özcans Saison dürften es richtungsweisende Wochen werden. Wenn nicht jetzt, wann dann? „Er hat viel Potenzial und deswegen freue ich mich, wenn er am Freitag aufläuft“, gibt ihm Baumgart mit auf den Weg.

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