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„War ein Fehler von mir“ Ex-Boss Heldt über Gisdol, Flop-Transfers und Enttäuschung

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Horst Heldt (hier während des Relegationsspiels in Kiel) ist enttäuscht über seine Entlassung beim 1. FC Köln.

Köln – Horst Heldt (51) ist beim 1. FC Köln Geschichte. Der Sportboss wurde trotz der erfolgreichen Relegation gegen Holstein Kiel vor die Tür gesetzt. Noch in der Nacht zu Montag räumte er sein Büro am Geißbockheim aus. Bevor der Manager zu seiner Familie nach München zurückkehrte, gab Heldt der „Kölnische Rundschau“ ein Abschieds-Interview.

  • Horst Heldt verlässt 1. FC Köln enttäuscht
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Dabei sprach der Ex-Geschäftsführer Sport über…

…das Trennungsgespräch: „Wir waren bei manchen Themen verschiedener Meinung, haben uns aber nicht gestritten. Ich habe eine zweistündige Analyse der abgelaufenen Saison vorgetragen und versucht, das eine oder andere erklärbar zu machen. Danach wurde mir die Entscheidung mitgeteilt.“

…seine Enttäuschung über das Aus: „Natürlich war ich extrem enttäuscht, weil man mir die Trennung dann auch direkt hätte mitteilen können. Das tat weh. Deshalb habe ich in dem Moment auch keinen Wert auf eine gemeinsame Presseerklärung gelegt.“

…den Zeitpunkt der Entlassung: „Ich kann mich nicht darüber beschweren, weil ich darum gebeten hatte, schnell Klarheit zu bekommen. Das war mir wichtig, um zur Ruhe kommen und loslassen zu können. Das respektiere und akzeptiere ich.“

...die Reaktion von Steffen Baumgart: „Er hat reagiert, wie man eben reagiert, wenn man mit etwas nicht rechnet. Wir hatten ein sehr gutes Verhältnis. Aber Steffen wird in Köln Erfolg haben, da mache ich mir keine Sorgen.“

...den Transfer-Sommer 2020: „Wir konnten den Kader erst sehr spät zusammenstellen. Das hing damit zusammen, dass wir Einnahmen auf einem Transfermarkt generieren mussten, der komplett zusammengebrochen war und sich zeitlich verschoben hatte. Es war aber klar, dass wir einen großen Transfer brauchten. Und dafür kam nur ein Spieler in Frage – Torjäger Jhon Cordoba. Natürlich haben wir uns mit seinem Verkauf sportlich geschwächt. Aber wirtschaftlich hatten wir keine andere Wahl.“

Horst Heldt bereut Transfers von Emmanuel Dennis und Tolu Arokodare zum 1. FC Köln

…Sturm-Flop Emmanuel Dennis: „Er ist kein einfacher Typ. Wir wussten um diese Problematik, sind aber zu sehr ins Risiko gegangen. Wir haben das falsch eingeschätzt. Dennis hat für Unruhe gesorgt, weil seine Verhaltensweisen nicht so waren, wie es in der Gemeinschaft nötig ist. Wir haben ihn dann fallen lassen, weil unsere Priorität auf der Gruppe lag. Das war ein schlechter Transfer, der in meiner Verantwortung liegt.“

…Tolu Arokodare: „Auch er ist letztlich daran gescheitert, dass die Mannschaft ihn nicht akzeptiert hat. Sportlich ist er natürlich noch nicht so weit. Wenn man diesen Transfer tätigt, hätte man ihn für zwei Jahre ausleihen müssen. Das war ein Fehler von mir.“

...die Vetragsverlängerung mit Markus Gisdol: „Markus hat bis Sommer 2020 einen super Job gemacht. Ich halte Loyalität für extrem wichtig. Er hatte es verdient, dass wir versuchen, gemeinsam etwas aufzubauen. Hinzu kommt, dass sich der Club Kontinuität auf den Schlüsselpositionen auf die Fahnen geschrieben hat. Er wurde wie ich nicht mit offenen Armen empfangen.

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...das Fazit seiner FC-Zeit: „Als ich den FC im November 2019 übernommen habe, stand der Club mit nur elf Punkten da. Es war ein Gefühl des Aufgebens zu spüren gewesen. Ein Gefühl, als ob wir bereits abgestiegen wären. Ich wollte die Aufgabe aber unbedingt angehen. Sportlich ging es für uns ausschließlich darum, in der Liga zu bleiben. Das war das klar definierte Ziel für beide Spielzeiten. Und das haben wir geschafft.

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