Nizza-Ermittlungen laufen Nach Gewalt-Eklat: Erste Kölner Fan-Chaoten offenbar identifiziert

Ein französischer Polizist steht beim Conference-League-Spiel vor dem Block der Gäste-Fans des 1. FC Köln.

Ein französischer Polizist steht beim Conference-League-Spiel vor dem Block der Gäste-Fans des 1. FC Köln. Bei der Partie am Donnerstag (8. September 2022) hatte es im und um das Stadion blutige Auseinandersetzungen zwischen Fan-Chaoten gegeben.

Die hässlichen Gewalt-Exzesse beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza beschäftigen die Justiz. Offenbar sind nun auch die ersten Fan-Chaoten aus Köln identifiziert.

Es waren hässliche und schlimme Szenen: Beim Conference-League-Spiel des 1. FC Köln beim OGC Nizza (1:1) am Donnerstag (8. September 2022) kam es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen Chaoten aus beiden Fan-Lagern sowie französischen „Gast-Schlägern“. Die Aufarbeitung der Vorfälle beschäftigt nicht nur die Vereine, sondern längst auch die Justiz. 

Nachdem in Frankreich bereits erste Tatverdächtige ermittelt worden waren, hat nun wohl auch die Kölner Polizei bei ihren Untersuchungen Erfolge verzeichnet. So sind die ersten Krawall-Macher offenbar namentlich identifiziert.

Kölner Polizei identifiziert offenbar erste Nizza-Chaoten

Gegenüber der „Rundschau“ erklärte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn auf eine entsprechende Anfrage: „Ich kann das weder bestätigen noch dementieren.“ Aus Polizeikreisen hatte das Blatt zuvor erfahren, dass erste Fan-Chaoten aus Köln erfasst worden seien.

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300 Hinweise seien bei der Kölner Polizei und der Ermittlungskommission „Nizza“ nach den Krawallen eingegangen, zudem würden aktuell Hunderte Videos aus dem Stadion ausgewertet.

Sollten die Täter überführt und verurteilt werden, drohen ihnen empfindliche Strafen. In Frankreich muss sich ein an den Krawallen beteiligter Busfahrer wegen Gewalt, Werfens gefährlicher Gegenstände und der Verwendung von Pyrotechnik im Januar vor Gericht verantworten: Ihm blühen drei Jahre Knast und eine Geldstrafe von bis zu 45.000 Euro.

Bei den schweren Ausschreitungen vor und im Stadion waren 32 Menschen verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft in Köln ermittelt seitdem, auch wegen versuchter Tötungsdelikte sowie schweren Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. (kos)

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