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„Boah, auch das ist möglich“ Baumgart erklärt, was Frankfurt dem 1. FC Köln noch voraus hat 

Steffen Baumgart trainiert den 1. FC Köln.

Steffen Baumgart beim Training des 1. FC Köln am 22. September 2021

Obwohl der 1. FC Köln derzeit vor Eintracht Frankfurt steht, sind die Adler in der langfristigen Entwicklung schon ein paar Schritte weiter. Steffen Baumgart erklärt, in welchen Bereichen die Hessen als Vorbild dienen.

Köln. Wenn man die aktuelle Bundesliga-Tabelle betrachtet, besteht für den 1. FC Köln eigentlich kein Grund, neidisch auf den kommenden Gegner Eintracht Frankfurt (Samstag, 25. September, 15.30 Uhr, Liveticker auf EXPRESS.de) zu blicken. Während der FC mit acht Punkten sensationell aus den Startlöchern gekommen ist, warten die Adler immer noch auf ihren ersten Sieg unter Neu-Trainer Oliver Glasner (47).

Dennoch ist der Respekt vor dem, was die Hessen in den letzten Jahren geleistet haben, am Geißbockheim gehörig. Die einstmals „launische Diva vom Main“ hat sich von der grauen Maus zu einem dauerhaften Euro-Anwärter gemausert. Die SGE sorgte dabei nicht nur in der Bundesliga mit begeisterndem Offensiv-Fußball für Furore, sondern machte sich mit unvergessenen Europa-League-Auftritten samt Gänsehaut-Choreos der Fans auch international einen Namen.

Eintracht Frankfurt dient als Vorbild für den 1. FC Köln

Eine Entwicklung, die dem FC als Vorbild dient. „Das ist einer der Vereine, der einen Weg vorgegeben hat und zeigt, was mit kontinuierlicher Arbeit möglich ist – dann spielt man auf einmal international. Man bringt viel Euphorie in eine Stadt und einen Verein, und schon kann das sehr, sehr gut aussehen“, zieht Steffen Baumgart (49) den Hut.

Und nicht nur sportlich kann sich der FC etwas bei der Eintracht abschauen. Auch was die Strukturen angeht, sind die Hessen mindestens einen Schritt weiter als die Kölner. Denn während der FC seit einer gefühlten Ewigkeit um den Ausbau des Geißbockheims kämpft, hat die Eintracht mal eben innerhalb von zwei Jahren ein hoch modernes „Profi Camp“ aus dem Boden gestampft.

34 Millionen Euro ließ sich der Klub das 11.000 Quadratmeter große Gelände kosten. „Ohne eine moderne Infrastruktur hat ein Klub oder ein Unternehmen keinen Erfolg. Das ist neben der finanziellen Basis und des sportlichen Gesamtkonzepts eine von drei Säulen, um wettbewerbsfähig zu sein“, sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann (50) bei der Eröffnung.

Von so etwas kann man in Köln aktuell nur träumen. „Es gibt ein Video vom neuen Frankfurter Trainingszentrum, das haben wir mit Begeisterung geguckt und gesagt: Boah, auch das ist möglich“, erzählt Baumgart: „Das würde ich gerne mal einigen Leuten hier in Köln schicken, um zu zeigen, wie sowas aussehen kann, wo sich ein Bundesligist hin entwickeln kann. Das zeigt, dass uns die Frankfurter in einigen Dingen voraus sind.“

Steffen Baumgart: „Sind dabei, den einen oder anderen Schritt aufzuholen“

Auf dem Rasen spielt das am Samstag aber keine Rolle. Der FC fährt mit breiter Brust nach Frankfurt. Baumgart erwartet ein intensives Spiel „auf Augenhöhe“. Der FC und die Eintracht gehören zu den laufstärksten Mannschaften der Bundesliga. Nur Arminia Bielefeld hat bisher mehr Kilometer abgespult als die beiden Traditionsmannschaften.

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„Da wird einiges auf uns zu kommen“, prophezeit Baumgart, der die Hessen nicht so schlecht sieht, wie die Tabelle vermuten lässt. „Der Verein befindet sich in einem Umbruch, aber so etwas gibt es immer. Sie sind gut aufgestellt, haben eine klare Strategie und uns etwas voraus. Aber, wie gesagt: Wir sind ja dabei, den einen oder anderen Schritt aufzuholen.“

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