Vierte Impfung Stiko empfiehlt nächsten Corona-Booster jetzt auch für Jüngere

Die Geheimnisse des Modeste-Märchens Tony verrät: Was FC-Coach Baumgart ihm ins Ohr flüsterte

Steffen Baumgart nimmt Anthony Modeste nach dem Sieg des 1. FC Köln gegen den VfB Stuttgart in die Arme.

Steffen Baumgart nahm Anthony Modeste nach dem FC-Sieg gegen den VfB Stuttgart (am 19. Dezember 2021) lange in die Arme.

Über dieses Comeback staunt die gesamte Bundesliga! FC-Star Anthony Modeste (33) gehört wieder zu den besten Stürmern Europas, schenkt Köln nach frustrierenden Jahren in der Torjäger-Versenkung ein Hinrunden-Fest. EXPRESS.de erklärt das Modeste-Märchen.

Es war der letzte Gänsehaut-Moment dieses irren FC-Jahres, das mit Abstiegsangst begann und drei Punkte hinter den Champions-League-Rängen endete: Nach seinem 1:0-Siegtreffer gegen Stuttgart (Sonntag, 19. Dezember 2021) flossen bei Modeste die Tränen. Am Todestag seines geliebten Vaters Guy (†64).

Steffen Baumgarts rührende Worte für Anthony Modeste

Steffen Baumgart (49) nahm seinen Tor-Helden lange in die Arme, flüsterte ihm etwas ins Ohr. Modeste verrät EXPRESS.de: „Er hat mir gesagt, dass mein Vater stolz auf mich ist und mir von oben zuguckt. Wenn ich etwas brauche, ist er für mich da.“ Rührende Trainer-Worte, die zeigen, wie eng Tonys Verhältnis zu Baumgart ist!

Modeste weiter: „Für mich war das ein ganz besonderer Tag, vor drei Jahren habe ich meinen Papa verloren. Das hat mir sehr viel bedeutet. Mein Papa ist immer bei mir – aber bei dem Tor besonders.“

Alles zum Thema Anthony Modeste
  • „Wir sind nicht an ihm dran“ FC-Coach Baumgart erteilt nächstem Sturm-Gerücht eine Absage
  • Der tragische Modeste Super-Knipser, die nie für die Nationalelf ihres Landes spielen durften
  • „Geile Mitspieler“ Modeste mit dickem Lob für Kollegen – und Beichte, was ihn am BVB noch stört
  • „Schwarzer Peter für Modeste ist nicht in Ordnung“ Im Doppelpass: Veh und Effenberg verteidigen Transfer
  • Debüt beim BVB Anthony Modeste vergibt Großchance, dann rappelt es – Terzic bedankt sich bei Baumgart
  • Europa, Brillen-Jubel & Baumgart-Mütze Die geilsten Modeste-Momente beim 1. FC Köln 
  • „Da war Tony nicht existent“  FC-Coach genervt: Baumgart mit klarer Forderung in Modeste-Debatte 
  • Kann sich Modeste durchsetzen? Diese Stürmer taten sich beim BVB extrem schwer
  • „Den Vergleich kann man nicht treffen“ Was Stöger über Modestes FC-Aus sagt – und ihm beim BVB zutraut
  • Nach Transfer-Theater BVB-Coach Terzic reagiert auf FC-Ärger – Modeste-Debüt in Freiburg?

Es war bereits sein elfter Saisontreffer, plus zwei im DFB-Pokal. Zahlen, die ihm vor Saisonstart nur die kühnsten Optimisten zugetraut hätten. Schließlich hatte der Franzose in den zweieinhalb Jahren nach seiner China-Rückkehr insgesamt nur elf Pflichtspiel-Tore erzielt, war stattdessen Dauergast beim Arzt und „konnte nicht mehr laufen“, wie er selbst sagt. Spätestens mit seiner Winter-Leihe nach Saint-Étienne war er beim FC abgeschrieben.

Jetzt die Wahnsinns-Wende! Die Erfolgsgeheimnisse hinter dem Modeste-Märchen:

Harte Arbeit mit Fitness-Guru: Nach der Torlos-Rückrunde in Frankreich unterzog sich Tony zwei OPs, um endlich wieder auf die Beine zu kommen. Schuftete dann weit vor Trainingsstart für sein Comeback, holte sich dafür im Juni die Hilfe eines renommierten Fitmachers: David Cadier, zu dessen Klienten auch Stars wie Weltmeister Florian Thauvin (28) und Miralem Pjanić (31) zählen.

Anthony Modeste trainiert mit seinem Fitnesstrainer.

Anthony Modeste Mitte November mit Fitnesstrainer David Cadier

Modeste, der endlich mal wieder eine komplette Vorbereitung mitmachen konnte, sagt: „Ich hab sehr, sehr viel investiert, das bekomme ich alles zurück.“ Mit Cadier schiebt er sogar in den Länderspielpausen zusätzliche Trainingseinheiten, bei Regen notfalls auch im eigenen Keller vor den Getränkekisten.

Privates Glück und neue Projekte: Frau Maeva, Tochter Kihanna und Söhnchen Brooklyn haben Tony nach dem Tod seines Vaters und in der sportlichen Krise neuen Mut gegeben. Den Stuttgart-Sieg feierte er mit seinen Kids auf dem Rasen. Modeste: „Ich hoffe, sie sind stolz auf mich.“ Seit einem Jahr zählt auch Labrador Storm zur Familie.

Nach dem Spiel gegen Stuttgart (19. Dezember 2021) nahm Anthony Modeste seine Kinder auf dem Platz in den Arm.

Nach dem Spiel gegen Stuttgart (19. Dezember 2021) nahm Anthony Modeste seine Kinder auf dem Platz in den Arm.

Abseits des Platzes steckt der Angreifer ebenfalls voller Pläne, das gibt zusätzlichen Antrieb. Sein neuestes Projekt: Ein eigener Kaffee, den er gemeinsam mit seinen Freunden von „Kaffeesaurus“ erst ganz frisch auf den Markt gebracht hat. Gegen Stuttgart zeigte Tony nicht ohne Grund einen brandneuen Jubel – tat, als würde er genüsslich einen Kaffee schlürfen. Er grinst: „Ich denke, es gab keinen besseren Zeitpunkt, sowas zu machen…“

Anthony Modeste zeigt seinen eigenen Kaffee.

Anthony Modeste präsentierte am Montag, 20. Dezember 2021, im REWE-Markt in der Bonner Straße seinen eigenen Kaffee.

Spezial-Training: Zweimal in sechs Tagen köpfte Modeste den FC nach Flanke von Super-Joker Kingsley Schindler (28) zum Sieg. Kein Zufall, sondern das Ergebnis von Extra-Schichten: „Von nichts kommt nichts. In jedem Training nehme ich King mit und sage, du musst versuchen, zu flanken. Wir arbeiten immer und ich bin nicht überrascht, dass es im Spiel funktioniert.“ Modestes acht Kopfballtore toppt in Europas Top-Ligen keiner.

Trainer-Vertrauen: DER entscheidende Punkt für Tonys Wiederauferstehung. Neu-Coach Baumgart suchte nach seinem Amtsantritt schnell das Gespräch, sagte Modeste klar ins Gesicht, was er von ihm fordert und dass er trotz Wehwehchen Gas geben muss. „Wir waren einfach ehrlich zueinander am Anfang der Saison, das ist geil für mich“, so der 33-Jährige rückblickend. Anders als unter Baumgarts Vorgängern, insbesondere Markus Gisdol (52) und Markus Anfang (47), spürt er vollstes Trainer-Vertrauen – und zahlt es wie einst unter Peter Stöger (55) zurück.

Angesprochen auf die Tony-Tore merkt Baumgart zu Recht an: „Die anderen Kollegen hatten den ja auch alle vorne drin oder hätten ihn vorne drin haben können, das ist immer interessant dabei.“ Allerdings haben sie beim FC-Knipser eben nicht den richtigen Schalter gefunden. „Jeder Trainer wäre froh, ihn zu haben. Tony macht, Tony tut – aber nicht alleine“, so Baumgart weiter.

Modeste weiß genauso, was er und seine Teamkollegen an ihrem Coach haben: „Ich finde, es ist einfach verrückt dieses Jahr. Wir haben fast den gleichen Kader wie die letzten zwei Jahre. Aber wir haben alles geändert mit einem geilen Trainer.“

Anthony Modeste: „Ich genieße es einfach“

Das Ergebnis nach 17 Spieltagen: Platz acht und Stand jetzt nur zwei Modeste-Buden weniger als in seiner 25-Tore-Saison auf dem Weg nach Europa. „Dann muss ich das noch überholen, wenn ich weniger habe.“ Halb Scherz, halb Drohung…

Anzeige: Jetzt Gutschein für den Fanshop des 1. FC Köln gleich hier im EXPRESS-Gutscheinportal sichern!

Nach seinen harten Jahren weiß Modeste jedes Tor zu schätzen: „Ich hatte zwei, drei Jahre eine schwere Zeit. Ich genieße es einfach und freue mich, wenn ich auf dem Platz bin. Wenn ich Tore mache, ist es noch besser, und am besten, wenn wir die drei Punkte haben.“

Mit 25 Punkten kann der FC so entspannt wie seit Jahren nicht mehr Weihnachten feiern. Und wie läuft das Modeste-Fest? „Mit der Familie. Ich freue mich, dass ich wieder ein bisschen Zeit mit einer Mutter und Oma in Frankreich genießen kann. Das wird eine gute Erholung, die haben wir uns alle verdient.“ Und dann will Tony in der Rückrunde genau da weitermachen, wo er gegen Stuttgart aufgehört hat!

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.