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FC-Profis atmen auf„Wir hatten nichts mehr zu verlieren“

Die Sieglos-Serie ist beendet! Nach dem wichtigen Dreier im Duell gegen Mainz herrscht bei den FC-Profis vor allem eins: Erleichterung.

Aufatmen beim 1. FC Köln! Nach acht sieglosen Spielen in Serie gab es zum Rückrunden-Auftakt einen ganz wichtigen Dreier gegen den FSV Mainz 05.

Der FC tat sich in der ersten Halbzeit extrem schwer. Mit einem 0:1-Rückstand und Pfiffen von den Rängen ging es in die Pause. Im zweiten Durchgang drehte Köln aber auf – und dank Doppelpack-Joker Ragnar Ache das Spiel. Entsprechend groß war nach dem 2:1-Erfolg die Erleichterung. EXPRESS.de hat die Stimmen zum Spiel.

Castro-Montes: „Ein Punkt wäre heute definitiv zu wenig gewesen“

FC-Torwart Marvin Schwäbe: „Die Stimmung ist ein Stück weit losgelöst. Wir sind natürlich jetzt gerade überglücklich nach der langen Leidenszeit, in der wir alles gegeben haben, aber nicht belohnt wurden, dass wir heute belohnt wurden. Gerade in der zweiten Hälfte, in der ersten Hälfte war es nicht ganz so gut. Aber in der zweiten Hälfte hat man gesehen, wir waren gieriger, wir waren aggressiver auf den zweiten Ball. Wir wollten es unbedingt, deswegen ist es umso schöner, dass wir das auch zu Hause erleben durften.“

Schwäbe über die Reaktion nach der Pause: „Es ging einfach darum, dass wir als Team zusammenhalten, dass wir weitermachen, dass wir einfach unseren Fußball weiter versuchen durchzusetzen. Gerade auch gegen Mainz, die natürlich auch irgendwo ein bisschen eklig spielen, das einfach weiter auf den Platz zu bringen. Und das haben wir getan in der zweiten Hälfte.“

Sportdirektor Thomas Kessler: „Wenn man sich hier umschaut, ist natürlich Erleichterung da. In der ersten Halbzeit hat man schon gesehen, dass ordentlich Druck auf der Mannschaft liegt. Das ist aber völlig normal. Wenn man rational die Sachen einordnet, hat unsere Mannschaft eine gute Reaktion gezeigt. Der Trainer hat sehr ruhige Worte gefunden in der Halbzeit.“

Alessio Castro-Montes: „Ich denke, wir alle wissen, wie wichtig dieses Spiel war. In der Halbzeit wussten wir, dass wir kämpfen müssen. Jeder hat gesagt, dass wir mutig sein müssen. Ein Punkt wäre heute definitiv zu wenig gewesen, wir haben den Sieg aber verdient. In der ersten Halbzeit ist das Gegentor etwas unglücklich gefallen. Wir haben nicht viele Chancen für Mainz zugelassen, haben auch nicht viele selber erspielt. Wir hatten in der zweiten Halbzeit nichts mehr zu verlieren und haben das Spiel dann gedreht.“

FC-Trainer Lukas Kwasniok über die Pfiffe: „Das war in Ordnung, das ist eine menschliche Reaktion, weil die Menschen die Erwartung hatten, dass wir zur Halbzeit zumindest mal nicht hinten liegen. Der Support war da, aber es gab einen kleinen Bruch. Es ist besser, mit 0:1 als mit 0:2 in die Halbzeit zu gehen.“

Kwasniok über die Bedeutung des Dreiers: „Es ist ja logisch: Wenn du länger nicht gewinnst, fühlt sich ein Sieg dann etwas größer an. Aber nüchtern betrachtet gibt es genau drei Punkte dafür. Und wir sollten nüchtern bleiben. Wir haben jetzt 20 Punkte, wir haben den Abstand nach unten ausbauen können. Aber klar, heute sind es drei Punkte mit einer gewissen Erleichterung. So würde ich es mal betiteln.“

Mainz-Verteidiger Danny Da Costa: „Nach der Pause haben wir das Spiel ein Stück weit, wie soll ich sagen, ängstlicher gestaltet. Wir haben dann wenige Ballbesitz-Phasen gehabt, in denen wir mal die Kölner haben laufen lassen. Dann mangelt es in der ein oder anderen Situation am Selbstvertrauen, um wirklich da noch mal Ruhe zu haben, die Dinge sauber auszuspielen und wirklich konzentriert ans Werk zu gehen.“