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FC zurück in der SpurDoppelpack-Ache lässt’s krache! Alaaf schlägt Helau

Aktualisiert

Der 1. FC Köln traf am Samstag auf Mainz 05 – und endlich wurde die elend lange Sieglos-Serie durchbrochen. 2:1! Köln feiert, der FC zurück in der Spur!

Das war der schönste Schlusspfiff seit Monaten! Als Schiri Felix Zwayer am Samstag um 17.24 Uhr die Partie mit seiner Pfeife beendete, reckten die Kölner Profis die Arme in die Höhe, Jubeltrauben bildeten sich, es wurde getanzt und gehüpft. In der Südkurve auch.

2:1 gegen Mainz! Köln gewann das Karnevals-Duell Alaaf gegen Helau dank Doppelpacker Ragner Ache und beendete damit die lange Sieglos-Serie. Zuletzt gab es einen Dreier am 2. November 2025, seitdem nur drei Pünktchen von möglichen 24. Und jetzt? Kölle Alaaf! Kölle feiert! Der FC ist zurück in der Spur. 20 Punkte nach 18 Spielen bedeuten vorübergehend Platz zehn in der Tabelle, die Konkurrenz wird auf Abstand gehalten. Trainer Kwasniok zog den Kopf aus der Schlinge, bei einer weiteren Pleite wäre es mehr als ungemütlich geworden, doch daran denkt jetzt erstmal keiner mehr.

Castro-Montes liefert Sahne-Spiel ab, Ache endlich im Glück

Aber es war eine harte Nuss zu knacken. Köln versuchte in der Anfangsphase, den Mainzer Abwehrriegel zu knacken, die Gäste ihrerseits spielten schon früh auf Zeit. Kölns El Mala und Kaminski oder Maina kamen aber nur zu zaghaften Möglichkeiten.

Mainz lullte den FC dann zunehmend ein und wurde gefährlich bei Standards oder Einwürfen. Nach 29 Minuten zappelte der Ball im Kölner Netz. Martel hatte Bell nach einem Einwurf zu viel Platz gelassen, der Mainzer hämmerte den Ball unter die Latte. Die Reaktion der FC-Fans: Sie wurden noch lauter: „Die rote Wand steht hinter euch …“

Der FC rüttelte und schüttelte sich und probierte wieder, in der Offensive Lösungen zu finden. Castro-Montes suchte Bülter, doch Mainz-Keeper Batz war zur Stelle (34.). Mainz blieb bei Kontern brandgefährlich: Schwäbe musste gegen Silas retten (37.). Zunächst schien es, als habe der Torwart den Moment des Herauslaufens verpasst, dann parierte er aber bärenstark.

In die Pause wurde die Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert verabschiedet. Kwasniok reagierte, brachte für die zweiten 45 Minuten Ache, Krauß und Lund für Cenk, Johannesson und Martel.

Der FC lief an, der gut aufgelegte Castro-Montes bediente Bülter, doch sein Abschluss von rechts war zu harmlos. Ein Pass auf Ache wäre eventuell die bessere Lösung gewesen. Köln plötzlich bissig, zweikampfstark und mit den Fans im Nacken. Dann endlich die Belohnung: Sebulonsen grätscht zum Ballgewinn, Castro-Montes flankt, Ache köpft den Ausgleich (57.). Wenig später hat er das 2:1 auf dem Fuß, doch sein Schuss aus der Drehung streicht am Pfosten vorbei – den hatten viele schon drin gesehen. Auch Bülter hatte zwei Gelegenheiten, blieb aber glücklos.

El Mala brachte dann Feuer ins Spiel, als er sich von Keeper Batz nicht anpampen ließ und dagegenhielt. In der Folge gab es viermal Gelb von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) für El Mala, Bülter, Batz und Tietz. Luca Waldschmidt kam dann für Maina rein – Köln versuchte, den Druck hochzuhalten. 

In der 83. Minute holte Kwasniok dann den besten Mann raus, brachte Thielmann für Castro-Montes. Dann kam die 86. Spielminute: Waldschmidt zirkelte eine Flanke auf Bülters Kopf, der verlängerte an den langen Pfosten, wo Ache den Ball irgendwie über die Linie bekam. Müngersdorf wurde zum Tollhaus. Nach dem Spiel gab es lange Feierlichkeiten vor der Südkurve, Fans und Mannschaft nach schwierigen Wochen im Glückstaumel.

Der verletzte Verteidiger Joel Schmied sprach bei der Partie über die Lage der Kölner und Trainer Kwasniok: „Ich glaube, er ist ein absoluter Profi in seinem Fach. Der lässt nicht so schnell etwas an sich ran. NichDennoch es auch so, dass dieser Verein eine extreme Wucht mit seinen Fans hat. Wenn du dann nicht punktest, ist das immer schwierig. Aber ich glaube schon, dass wir intern ganz klar sind, dass wir ein Aufsteiger sind. Wir sind eigentlich gegen jeden Gegner der Underdog außer gegen den HSV und ja, wir sind voll im Abstiegskampf. Wir sind aber nicht auf den letzten drei Plätzen. Somit sind wir auch auf Kurs, muss man sagen. Ich bin auch überzeugt, dass wir mit dem Trainer und mit dem ganzen Staff zusammen die Wende wieder hinbekommen.“ Das Spiel gegen Mainz tat allen gut!

Rund um die Partie gab es den nächsten personellen Rückschlag für FC-Coach Lukas Kwasniok (44): Denis Huseinbasic stand nicht im Kader, der Mittelfeldspieler meldete sich kurzfristig krank. Dafür rückte Eric Martel nach seiner Gelbsperre (kein Einsatz gegen den FC Bayern) wieder in die Startformation. Auch Rav van den Berg kehrte nach seiner Rot-Sperre wieder zurück, saß zunächst nur auf der Bank.

Kwasniok warf folgende Startformation ins Rennen: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Cenk – Maina, Johannesson, Martel, Castro-Montes – Kaminski, Bülter, El Mala