Winter in NRW Wilde Kapriolen zum Wochenstart – Warnung vom Wetterdienst

Modeste, Modeste, was ist mit dem Rest? FC-Star ist Lebensversicherung – „was nicht allzu gut ist“

Anthony Modeste jubelt für den 1. FC Köln gegen Union Berlin.

Anthony Modeste nach seinem 1:0 gegen Union Berlin am Sonntagabend (7. November 2021)

Anthony Modeste erzielt Tore wie am Fließband. Seit dem 1. Oktober hat kein anderer Spieler mehr für den 1. FC Köln getroffen.

Köln. Vom abgeschriebenen Ex-Torjäger zum wichtigsten Stürmer der Bundesliga: Anthony Modeste (33) hat seinem märchenhaften Comeback gegen Union Berlin (am Sonntag, 7. November 2021) ein weiteres Kapitel hinzugefügt. Bleibt die Frage: Modeste, Modeste – was ist mit dem Rest?

Thomas Kessler: Anthony Modeste „lebt von der ganzen Mannschaft“

Am 17. November ist es genau drei Jahre her, dass der FC Tonys Rückkehr aus China verkündet hat. Frustrierende Jahre, die für den Franzosen von missglückten Neustarts, persönlichen Schicksalsschlägen, Trainer-Missverständnissen und Verletzungsfrust geprägt waren.

Wer Modestes nächste Doppelpack-Gala gegen Union gesehen hat, kann kaum glauben, dass das ein und derselbe Spieler ist! Sein Schiebermützen-Jubel mit Coach Steffen Baumgart (49) ist aus Kölner Sicht schon jetzt das Bild der Saison. Tony bei DAZN: „Momentan habe ich viele Freunde, die letzten Jahre waren es nicht so viele.“

Die Statistik sagt: Kein anderer Bundesliga-Stürmer ist so wichtig für sein Team wie Modeste für den FC. Acht von 17 Kölner Toren gehen auf sein Konto – macht 47,1 Prozent, Platz eins im Liga-Vergleich. Modeste hat Unions Taiwo Awoniyi (41,2) am Sonntag im direkten Duell von der Spitze verdrängt.

„Tony belohnt sich mit den Toren“, sagt Lizenzspieler-Chef Thomas Kessler (35), betont aber: „Es ist zu einfach, zu sagen, dass es nur an ihm hängt. Er wird auch in diese Situationen gebracht. Tony lebt von der ganzen Mannschaft.“

Anzeige: Jetzt Gutschein für den Fanshop des 1. FC Köln gleich hier im EXPRESS-Gutscheinportal sichern!

Mark Uth: Anthony Modeste ist Lebensversicherung des 1. FC Köln

Doch nicht nur Modestes Quote, auch die Art und Weise der Treffer lässt die Liga staunen – sein Kopfball zum 2:2 gegen Union hatte Weltklasse-Format. Sportchef Jörg Jakobs (51) fühlt sich an Uwe Seeler (85) erinnert, Abwehrmann Benno Schmitz (26) sagt: „Er hat einen Lauf, tut uns allen gut.“

Lauf ist noch untertrieben! Seit der vergangenen Länderspielpause hat außer „Uns Tony“ kein anderer Kölner getroffen. Modeste glänzte mit Doppelpacks gegen Leverkusen (2:2), im Pokal in Stuttgart (2:0) und nun gegen Union. Der letzte FC-Torschütze, der nicht die 27 auf dem Rücken trägt, muss seit Wochen verletzt zuschauen: Ellyes Skhiri (26), der Köln am 1. Oktober zum bislang letzten Liga-Dreier gegen Greuther Fürth (3:1) ballerte.

Modestes Offensiv-Kollege Mark Uth (30), der wie Neuner Sebastian Andersson (30) bei erst einem Treffer steht, weiß: „Tony ist momentan unsere Lebensversicherung. Was aber auch nicht allzu gut ist. Wir brauchen mehr Spieler, die Tore machen und gefährlich sind vorne. Wir können es nicht nur alleine mit Tony richten.“

Ein klarer Auftrag für die zwei Wochen bis zur nächsten Liga-Partie in Mainz, an den Knipser-Qualitäten zu arbeiten! Wenngleich kein Mitspieler und kein Fan etwas dagegen hätte, wenn Modeste dann weiter so abliefert…

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.