Playoffs jetzt gegen Berlin Sieg in Ingolstadt: Kölner Haie im Viertelfinale  – DEG verliert

Torjubel bei den Kölner Haien nach dem 2:2 durch Robin van Calster Nr.5

Die Kölner Haie jubeln am 7. April 2022 beim Sieg in der ersten Playoff-Runde gegen den ERC Ingolstadt. Im Viertelfinale geht es für Köln nun gegen die Eisbären Berlin.

Am Donnerstagabend machten die Kölner Haie den Einzug ins Playoff-Viertelfinale perfekt. Beim ERC Ingolstadt wurde der zweite Sieg in der Serie eingefahren.

Es war alles angerichtet für einen heißen Eishockey-Abend! Am Donnerstag (7. April 2022, ab 19.30 Uhr) hatten die Kölner Haie in der ersten Playoff-Runde „Match-Puck“ beim ERC Ingolstadt. Und nach hart umkämpften 70 Minuten tanzten die Haie übers Eis und damit ins Viertelfinale gegen die Eisbären Berlin. Was für ein Thriller! Was für eine Auferstehung nach 0:2-Rückstand!

Nach dem 4:3 am Dienstag in Köln gewannen die Kölner auch Spiel zwei. Diesmal 3:2 nach Verlängerung in Ingolstadt. KEC-Kapitän Moritz Müller war begeistert: „Ingolstadt ist eine talentierte Mannschaft, aber so haben wir uns das vorgestellt. Pogge hat bei uns ein starkes Spiel im Tor gemacht.“

Es war ein wahrer Playoff-Thriller! Nach zwei Minuten die erste Schuss-Chance für die Haie, doch Daniel Taylor fing den Puck von Kölns Maurice Edwards locker. Dann musste Justin Pogge zweimal klären im Haie-Tor. Puuh, der KEC konnte sich beim Torhüter bedanken. Doch dann passierte es: Mirko Höfflin machte nach knapp acht Minuten das 1:0 für die Gastgeber.

Die Panther wurden nun aggressiver, drängten auf das zweite Tor. Kölns Alex Oblinger geriet in eine Rangelei, nachdem Pogge den Puck unter sich begraben hatte. Jetzt wurde es intensiver. Als Kölns Landon Ferraro auf die Strafbank musste, nutzten die Panther die Überzahl zum 2:0 (Brandon DeFazio, 11. Minute).

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Lange Unterbrechung: KEC-Goalie Pogge ließ Ausrüstung reparieren

Dann wurde es kurios und eine längere Pause war nötig: Kölns Goalie Pogge hatte einen Bein-Schoner verloren. Eine Schnur war gerissen, das dauerte, denn er hantierte an der Bande auch am Fanghandschuh rum und die Maske musste ebenfalls gerichtet werden. Pogge nahm sich Zeit. Die Ingolstädter Fans pfiffen, forderten einen Torwart-Wechsel. Doch Pogge blieb cool und kehrte erst nach einigen Minuten Unterbrechung zurück in die Kiste, der Schoner war repariert, alles saß wieder korrekt. Die Drangphase der Ingolstädter hatte Pogge mit der Pause gewaltig gestört. Ein cleverer Goalie-Trick, um die Ingolstädter aus dem Rhythmus zu bringen.

Dann ging es auf dem Eis intensiv weiter. Nach einer Chance von Kölns David McIntyre kam es zum Handgemenge vor dem Panther-Tor, doch nur Kölns Ferraro musste auf die Strafbank. Köln erneut in Unterzahl.

Kölner Haie mit Doppelschlag zu Beginn des zweiten Drittels

Zu Beginn des zweiten Drittels dann der Doppelschlag der Haie: 2:2! Zunächst traf Andreas Thuresson, 36 Sekunden später Jonas Holos. Wahnsinns-Phase des KEC, die Panther in Schockstarre. Eine Überzahlsituation ließen die Haie jedoch ungenutzt. Die Spannung war geradezu spürbar. Köln machte weiter Druck.

Als Lucas Dumont eine Strafe abgesessen hatte, wurde es brenzlig: Er stürmte von der Bank aufs Eis, die Haie liefen mit drei gegen einen aufs Panther-Tor zu, doch Taylor hielt den Schuss von Luis Üffing. Mit 2:2 ging es dann nach dem zweiten Drittel in die Kabine.

Lucas Dumont sagte in der zweiten Pause bei MagentaSport: „Uwe Krupp hat uns in der ersten Pause nochmal darauf aufmerksam gemacht, dass Ingolstadt stark rauskommen wird, die stehen ja mit dem Rücken zur Wand in der Serie. Wir haben uns dann gefasst und wieder zu unserem Spiel gefunden. Wir waren alle so ein bisschen zurückhaltend im ersten Drittel, dann haben wir uns gefangen, haben die Pause gut genutzt. Jetzt müssen wir stabil stehen.“

Zu Beginn des Schlussdrittels musste Köln eine doppelte Unterzahl überstehen, das klappte auch dank Pogge. Doch dann eine Schrecksekunde: Pogge bekam einen Schläger an den Kopf und blieb auf dem Eis liegen. Wenig später konnte er weiter machen. Durchatmen!

In der Folge konnte Pogge zweimal klären, er machte ein sehr gutes Spiel, Fangquote 96 Prozent! Der Panther-Druck nahm zu. Ein Tor fiel nicht mehr in der regulären Spielzeit. Es ging in die Verlängerung. Es wurde bis zum nächsten Tor gespielt, 20 Minuten bis zur nächsten Pause mit 5 gegen 5.

In der Verlängerung kassierten die Haie dann eine dumme Strafe, weil ein Spieler zu viel auf dem Eis war. Unnötige Unterzahl. Doch die Haie überstehen auch diese Situation. Dann hatte Üffing in der 69. Minute nach tollem Solo die große Chance für Köln, Taylor hielt famos. Ingolstadt danach in doppelter Unterzahl. Köln 1:22 Minuten mit 5 gegen 3. Die Haie nutzten diese Chance durch ein Tor von Jon Matsumoto und gewannen 3:2 nach Verlängerung. Jetzt geht es im Viertelfinale in der Serie Best-of-five gegen Berlin (ab Sonntag, 10. April). Wer drei Spiele gewinnt, steht im Halbfinale.

Eisbären Berlin im Viertelfinale gegen Kölner Haie, die Termine:

  • Spiel 1: Sonntag, 10. April, 14 Uhr: Berlin – Köln
  • Spiel 2: Dienstag, 12. April, 19.30 Uhr: Köln – Berlin
  • Spiel 3: Donnerstag, 14. April, 19.30 Uhr: Berlin – Köln
  • Spiel 4 (optional): Samstag, 16. April, Uhrzeit noch offen: Köln – Berlin
  • Spiel 5 (optional): Montag, 18. April, Uhrzeit noch offen: Berlin – Köln

Vor dem Spiel waren die Kölner Haie heiß. „Wir wollen den Sack zumachen“, so Stürmer Maxi Kammerer (25). Vier von fünf Duellen in dieser Saison endeten mit nur einem Tor Unterschied.

KEC-Geschäftfsführer Philipp Walter (48) sagte: „Unsere Mannschaft ist sehr präsent und hat einen Plan. Die Spieler wirken sehr entschlossen.“ Ob Ingolstadt jetzt zu Hause die Düse geht? Walter: „Der Druck lastet jetzt auf Ingolstadt.“

DEL-Playoffs, Viertelfinale (Best of five, ab 10. April):

  • Eisbären Berlin (1.) – Kölner Haie (10.)
  • EHC Red Bull München (2.) – Düsseldorf oder Nürnberg
  • Grizzlys Wolfsburg (3.) – Fischtown Pinguins Bremerhaven (6.)
  • Straubing Tigers (4.) – Adler Mannheim (5.)

Kölns Trainer Uwe Krupp (56) wusste: „Insgesamt kommt es in den Playoffs einfach darauf an, dass die Mannschaft den Spielplan umsetzt und so spielt, wie wir uns das vornehmen. Und dann brauchst du auch das nötige Glück, um Spiele zu gewinnen.“ Das hatten die Kölner in dieser Serie!

Zeitgleich spielten in der anderen Partie der ersten Playoff-Runde die Düsseldorfer EG und die Nürnberg Ice Tigers gegeneinander. Die DEG konnte das erste Spiel in Nürnberg mit 3:2 gewinnen und hätte nun daheim das Viertelfinale klarmachen können. Nach 4:1-Führung verlor die DEG jedoch 5:6 nach Verlängerung. Jetzt muss das dritte Spiel am Freitag, 8. April in Düsseldorf, die Entscheidung bringen.

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