Noch ein Sieg fürs Viertelfinale Haie mit Kampfansage Richtung Ingolstadt:„Wollen den Sack zumachen“

Kölns Julian Chrobot (links) jubelt mit dem Torschützen zum 1:0, Maximilian Kammerer

Erste Playoff-Runde: Maximilian Kammerer (r.) jubelt mit Julian Chrobot (beide Kölner Haie) am 5. April 2022 in der Lanxess-Arena beim Sieg gegen ERC Ingolstadt.

Mitten drin, statt nur dabei! Die Kölner Haie haben es auf den letzten Drücker in die erste Playoff-Runde geschafft. Nach dem ersten Sieg gegen Ingolstadt kann am Donnerstag schon das Viertelfinale klargemacht werden.

Die meisten Fans gingen mit einem guten Gefühl nach Hause: Nach 1092 Tagen gab es in Köln endlich mal wieder ein Playoff-Spiel der Haie zu sehen. Und das 4:3 gegen den ERC Ingolstadt am Dienstag (5. April 2022) im ersten Spiel der „Best-of-three“-Serie war ein packendes, intensives Spiel. Das macht Lust auf mehr – auch die Haie haben Blut geleckt.

Schon am Donnerstagabend (7. März, 19.30 Uhr) haben die Haie die Chance, das Viertelfinale klarzumachen. Dort ginge es dann ab dem 10. April in der „Best-of-five“-Serie gegen die Eisbären Berlin als Tabellenführer nach der Hauptrunde.

Doch erstmal muss die „Nuss“ Ingolstadt geknackt werden. Das wird nicht leicht. Vier von fünf Duellen in dieser Saison endeten mit nur einem Tor Unterschied. KEC-Geschäftfsführer Philipp Walter (48) sagt: „Das erste Spiel war Playoff pur, sehr intensiv und sehr packend. Unsere Mannschaft ist sehr präsent und hat einen Plan. Die Spieler wirken sehr entschlossen.“ Ob Ingolstadt jetzt zu Hause die Düse geht? Walter sagt: „Darüber denken wir nicht nach, wir fahren da hin und geben unser Bestes. Aber klar: Der Druck lastet jetzt auf Ingolstadt.“

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Kölner Haie mit breiter Brust in den Playoffs

KEC-Profi Maxi Kammerer (25) hat auch eine klare Kampfansage parat: „Wir wollten unbedingt das erste Spiel gewinnen. Jetzt fahren wir dahin und wollen natürlich den Sack zumachen.“

In Ingolstadt will Kammerer genau da anknüpfen, wo die Haie am Mittwochabend in Köln aufgehört haben: „Ich glaube, dass wir gar nicht viel ändern müssen. Ich glaube, wir müssen genau gleich weiter machen. In den letzten Wochen haben wir sehr konstant gespielt, holen extrem wenig Strafen und machen viele Kleinigkeiten richtig. Wenn wir das wieder aufs Eis bringen, haben wir wirklich gute Chancen.“

Playoffs, Viertelfinale (Best of five, ab 10. April):

  • Eisbären Berlin (1.) – Letztplatzierter Sieger der Pre-Playoffs
  • EHC Red Bull München (2.) – Bestplatzierter Sieger der Pre-Playoffs
  • Grizzlys Wolfsburg (3.) – Fischtown Pinguins Bremerhaven (6.)
  • Straubing Tigers (4.) – Adler Mannheim (5.)

Trainer Uwe Krupp (56): „Das sind enge Spiele gegen Ingolstadt. In Ingolstadt geht es aber wieder von vorne los.“ Dass die Haie jetzt auswärts ran müssen und ein mögliches drittes Spiel auch in Ingolstadt stattfinden würde, will Krupp nicht zu hoch bewerten: „Klar hat man die Zuschauer im Rücken und es macht schon einen Unterschied, gerade wo jetzt wieder viele Zuschauer zugelassen sind. Da ist die Kulisse natürlich viel, viel besser, um zu spielen. Aber insgesamt kommt es in den Playoffs einfach darauf an, dass die Mannschaft den Spielplan umsetzt und so spielt, wie wir uns das vornehmen. Und dann brauchst du auch das nötige Glück, um Spiele zu gewinnen.“

In den letzten Duellen haben sich die Haie das Glück erarbeitet. Wenn die Haie weiter so kämpfen, können sie sich schon am Donnerstag mit dem Viertelfinaleinzug belohnen.

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