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Zwei Notfälle auf den RängenSpäter Schock durch Ex-Hai, KEC-Serie geht weiter

Zwei Kölner vor dem Tor der Schwenninger.

Copyright: IMAGO/Maximilian Koch

Die Haie-Offensive tat sich gegen Schwenningen-Goalie Joacim Eriksson schwer.

Aktualisiert:

Die Kölner Haie kassieren kurz vor Schluss den Ausgleich und ziehen gegen Schwenningen erneut den Kürzeren.

Die Kölner Haie haben ihre Achterbahn-Serie fortgesetzt und es erneut nicht geschafft, in der DEL zwei Spiele in Folge zu gewinnen. Am 11. Spieltag verloren sie gegen die Schwenninger Wild Wings mit 2:3 nach Verlängerung.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte Köln sein erstes von zwei Saison-Heimspielen gegen die Wild Wings mit 1:4 verloren. Die Truppe von Thomas Berglund war also gewarnt – trotz des vorletzten Tabellenplatzes der Gäste.

Schwenningen-Tor fällt in die Stille der Arena

Nach Kevin Niedenz, der bereits am Sonntag gegen Bremerhaven passen musste, meldete sich nun auch Gregor MacLeod krank. Für den Kanadier rückte Tim Fleischer in die erste Reihe mit Marcel Noebels und Patrick Russell. Torhüter Felix Brückmann und Ryan MacInnis fehlen weiterhin verletzt.

Anders als gegen die Pinguins, als die Haie sehr verhalten ins Spiel gestartet waren, machten sie diesmal 14.844 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Lanxess-Arena von Beginn an Druck. Schwenningen-Goalie Joacim Eriksson war massiv gefordert. Bei der vielleicht größten Haie-Chance des ersten Drittels brachte Teamkollege und Landsmann Eric Martinsson den Schweden in die Bredouille, als er einen Distanzschuss von Brady Austin unangenehm abfälschte.

Die Haie bissen sich an Eriksson die Zähne aus, auch einen One-Timer von Mo Müller konnte er entschärfen. Auf der anderen Seite parierte Janne Juvonen im Eins-gegen-eins cool gegen Niklas Hübner. Ohne Tore ging es in die Pause.

Im zweiten Drittel wurde es wegen eines medizinischen Notfalls auf einer der Stehplatz-Tribünen kurz still in der Lanxess-Arena. Genau in die Stille hinein traf Philip Feist (26.) zur Führung für die Gäste. Sein Puck schlug über der Fanghand von Juvonen ein, dem durch Müller die Sicht versperrt war. Die anschließenden Anfeuerungsrufe der mitgereisten Fans aus Schwenningen wurden mit Pfiffen quittiert. Wenig später gab es aber offenbar Entwarnung und beide Gruppen supporteten wieder.

Auch im Folgenden fanden die Haie immer wieder ihren Meister in Eriksson. In der Schlussphase des zweiten Drittels eröffnete sich aber die große Chance zum Ausgleich. Schwenningen kassierte zwei Strafzeiten kurz hintereinander, bei fünf gegen drei traf Daniel Fischbuch (38.) zum 1:1.

Im letzten Abschnitt war es ein zerfahrenes Spiel, das erneut durch einen Notfalleinsatz überschattet wurde, diesmal auf der anderen Stehtribüne. Der traditionelle Tanz von Maskottchen Sharky im letzten Powerbreak fiel deshalb aus, erneut war es gespenstisch still. Nach einigen Minuten konnte die betroffene Frau unter dem Applaus der Zuschauer auf eigenen Beinen die Tribüne zur weiteren Behandlung verlassen.

Ausgleich in der 59. Minute

Die Schlussoffensive des KEC ließ auf sich warten. Dann musste Schwenningens Torschütze Feist wegen Zeitverzögerung in die Box. Das Powerplay nutzten die Haie für den Treffer zum 2:1, hatten dabei aber jede Menge Glück, dass Markus Ljunghs eigentlich nicht besonders guter Schuss unhaltbar abgefälscht wurde. Doch die Führung hielt nicht bis zum Ende: Ex-Hai Hakon Hänelt glich in der 59. Minute in Überzahl aus.

Es ging in die Verlängerung. Dort sicherte Mirko Höfflin den Gästen den Zusatzpunkt.

Bislang hatten die Haie in dieser DEL-Saison immer abwechselnd verloren und gewonnen. Dabei blieb es auch am Dienstag. Nach dem 4:1-Erfolg gegen Bremerhaven am Sonntag gab es zumindest den einen Punkt, mit dem die Kölner aber natürlich nicht zufrieden sind. „Wir spielen einfach zu unkonstant und machen uns das Leben oft schwer. Auch während des Spiels sieht man das. Da gibt es Phasen, in denen wir sehr gut spielen und wenig Fehler machen und im nächsten Drittel machen wir zu viele Leichtsinnsfehler“, sagte Maxi Kammerer bei MagentaSport.