Ein wenig Licht in dunklen Corona-Zeiten Haie-Derby gegen Düsseldorf steigt vor Zuschauern

Brendan O'Donnel (DEG), Zachary Sill (KEC) und Niklas Heinzinger (DEG) kämpfen um den Puck.

Die Kölner Haie gegen die Düsseldorfer EG: Hier eine Szene aus dem Spiel am 19. Oktober 2021. Das Duell am 16. Januar 2022 wird kein Geisterspiel.

Neue Corona-Richtlinien lassen jetzt wieder ein paar Zuschauer beim Sport zu. Das Derby zwischen den Kölner Haien und der Düsseldorfer EG wird zumindest kein Geisterspiel.

Ein wenig Licht in düsteren Corona-Zeiten. Die Kölner Haie können beim Eishockey-Derby gegen die Düsseldorfer EG am Sonntag (16. Januar 2022 um 14 Uhr) Zuschauer in die Lanxess-Arena lassen.

Für Veranstaltungen gilt künftig die Obergrenze von 750 Besuchern – egal ob unter freiem Himmel oder in geschlossenen Räumen, so NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am 11. Januar 2022. Das gilt also für Eishockey-, Handball-, oder Basketballspiele genauso wie für Fußballspiele in NRW. In anderen Bundesländern waren schon zuvor Zuschauer zugelassen worden.

Die neuen Regeln gelten ab 13. Januar, also spielen die Haie am Freitag (14. Januar) in Krefeld beim kleinen Derby auch schon vor 750 Fans.

Von den Haien heißt es: „Am kommenden Sonntag (16. Januar, 14 Uhr) dürfen wir zum Derby gegen die Düsseldorfer EG 750 Zuschauer in der Lanxess-Arena begrüßen. Wir freuen uns sehr darauf, wieder vor Fans spielen zu dürfen! Hinter den Kulissen findet aktuell die Abstimmung zum weiteren Vorgehen statt. Wir melden uns am Donnerstag mit allen wichtigen Informationen zum Spieltag.“

Kölner Haie kämpfen finanziell ums Überleben

Das Derby gegen die DEG wird also zumindest vor 750 Fans stattfinden. Ein Tropfen auf den heißen Stein für den KEC. Geschäftsführer Philipp Walter (48) sagte gegenüber EXPRESS.de zu den Geisterspielen: „Das trifft uns knüppelhart. Wir generieren 80 Prozent unserer Einnahmen am Spieltag, durch Kartenverkäufe, Fanartikel, Spieltags-Sponsoring und VIP-Bereiche. Das Finanzielle ist das eine, das Emotionale das andere. Wir erleben Zuschauer, die sich penibel an die Regeln halten. Sie genießen diese Zeit in der Arena, auch mit anderen Menschen, das tut der Seele einfach richtig gut. Und das wird jetzt wieder pauschal verboten, ohne individuelle Bewertung.“

Um finanziell zu überleben, sind wohl auch 750 Fans zu wenig. Walter: „Wir versuchen natürlich, Einsparungen vorzunehmen. Das gelingt auch. Unsere Partner stehen an unserer Seite, unsere Fans sowieso. Die Politik hat explizit versprochen, die Coronahilfen Profisport zu verlängern. Die möglichen Fördermittel sind aber bereits in der letzten Saison ausgeschöpft worden und auf 1,8 Millionen Euro gedeckelt. Wenn der Deckel der Förderung jetzt nicht gleichzeitig erhöht wird, bekommt kaum ein DEL-Verein auch nur einen weiteren Cent. Das muss zügig passieren. Zumal aufgrund der europäischen Rechtslage derzeit sowieso nur weitere 500.000 Euro überhaupt möglich sind – das deckt bei uns nicht mal die Ausfälle von vier Heimspielen ohne Zuschauer.“

Wie genau die Abwicklung mit nun zugelassenen 750 Fans läuft, ist noch unklar. Sehr wahrscheinlich werden die Haie unter jenen Fans auslosen, die eine Dauerkarte besitzen.

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