Die Kölner Haie haben wieder ihr DEL-Gesicht gezeigt. Gegen Schlusslicht Schwenningen gab es am 7. Spieltag eine deftige 1:4-Pleite.
KEC zeigt wieder DEL-GesichtHaie kassieren deftige 1:4-Pleite gegen Liga-Schlusslicht

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Nico Wiens konnte die Haie-Niederlage gegen Schwenningen nicht verhindern.

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Die Kölner Haie kommen in der DEL einfach nicht in Fahrt. Am Freitagabend (9. Oktober) gab es bereits die vierte Niederlage im siebten Saisonspiel – diesmal gegen das bis dahin noch sieglose Schlusslicht.
Gegen die Schwenninger Wild Wings, die zuvor nur zwei mickrige Pünktchen gesammelt und in den sechs vorigen Saisonspielen nur einmal weniger als vier Gegentore kassiert hatten, gab es in der Lanxess-Arena eine deftige 1:4-Pleite.
Kölner Haie kommen gegen Schwenningen nicht in Fahrt.
Der KEC zeigt in der laufenden Spielzeit zwei Gesichter: In der Champions Hockey League stehen nach fünf Gruppenspielen fünf Siege (14 aus 15 Punkten) zu Buche, in der DEL stottert der Haie-Motor allerdings noch gewaltig. Nach jetzt sieben Ligaspielen stehen nur neun von 21 möglichen Punkten auf der Habenseite.
Haie-Stürmer Daniel Fischbuch sagte nach dem Spiel bei MagentaSport geknickt: „Wir sind zu schlecht ins Spiel gestartet, das 1. Drittel haben wir wieso auch immer verpennt. Ich würde nicht sagen, dass das mit der Doppelbelastung in der CHL zu tun hat. Wenn wir so spielen wie im 2. Drittel, dann auch die Chancen reinmachen und defensiv besser stehen, dann würden die das Spiel heute gewinnen.“
Weil die beiden Goalies Felix Brückmann (verletzt) und Janne Juvonen (krank) beide noch immer fehlen, stand gegen Schwenningen wie schon beim 3:0-Sieg in der CHL gegen Herning Nico Wiens zwischen den Pfosten. Der 21-Jährige war zu Beginn auch schon ein paar Mal gefordert, die Gäste erwischten einen guten Start.
Aber auch die Haie kamen früh zu ersten Chancen, das erste Mal richtig gefährlich wurde es durch Maxi Kammerer (2. Minute). Die Gäste gingen dann aber verdient in Führung: Curtis Valk zog aus der zweiten Reihe ab, Wiens hatte keine Sicht und somit keine Chance und Schwenningen führte mit 1:0 (8.).
Direkt danach konnte der KEC aber das erste kleine Erfolgserlebnis verbuchen: In der ersten Unterzahl ließen die Kölner keinen einzigen Schuss zu! Kurze Zeit später waren die Gäste erneut in Überzahl, aber wieder gab es keinen Schuss auf den Kasten von Wiens.
Im zweiten Spielabschnitt hatte Gregor MacLeod nach rund 20 Sekunden die erste Chance, schoss jedoch ganz knapp am Schwenninger Tor vorbei. Ein paar Minuten später netzte der Kanadier dann aber ein! Noebels drang ins Angriffsdrittel ein und bediente MacLeod. Der zeigte, dass er ein echtes Schlitzohr ist: Mit dem Rücken zum Tor überlistete er Wild-Wings-Goalie Joacim Eriksson mit der Rückhand und traf zum Ausgleich (25.).
Erneut in Unterzahl rettete Wiens die Kölner wenig später zweimal gegen Ortega und Cornell vor dem erneuten Rückstand. Auf der anderen Seite verpasste Fischbuch mit seiner Chance in der 28. Minute die erste KEC-Führung des Abends.
Kölner Haie: Lucky Punch gelingt nicht mehr
Danach hatten die Haie zwei Powerplay-Situationen kurz hintereinander. Das Team von Thomas Berglund baute zwar Druck auf und kam zu Torabschlüssen, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. Somit ging es mit dem 1:1 ins Schlussdrittel.
Dort hatten die Kölner aber teilweise Schwierigkeiten, sich aus dem Schwenninger Druck zu befreien. Positiv war lediglich, dass die Gäste diese gute Phase nicht in gefährliche Aktionen ummünzen konnten. Anschließend an diese Druckphase des DEL-Schlusslichts durften sich die Haie wieder im Powerplay versuchen, aber auch hier gelang den Hausherren nicht viel.
Schwenningen blieb griffiger und Ex-Hai Hakon Hänelt bereitete die erneute Gäste-Führung vor. Moritz Müller landete in der Rückwärtsbewegung auf dem Hosenboden, Hänelt legte vor dem Kasten quer auf Höflin, der zum 2:1 für die Gäste traf (51.). Vor 16.734 Fans in der Lanxess-Arena nahm Berglund Goalie Wiens rund 2:50 Minuten für einen sechsten Feldspieler vom Eis, wenige Sekunden später traf Valk ins leere Tor zum 3:1 aus Gästesicht.
Danach ging Wiens wieder vom Eis – und wieder traf Schwenningen ins leere Tor. Ex-Hai Sebastian Uvira besorgte den 4:1-Endstand. Der erste Saisonsieg für die Wild Wings, der nächste Dämpfer für die Kölner.
Weiter geht es für die Kölner Haie bereits am Sonntag (11. Oktober) um 16.30 Uhr gegen die Nürnberg Ice Tigers in der Lanxess-Arena. Unter der Woche steht dann das letzte Gruppenspiel in der Champions Hockey League beim Genève-Servette HC (Mittwoch, 14. Oktober, 19.45 Uhr) an. Der KEC ist bereits sicher für die nächste Runde qualifiziert.

