Erfolgreicher Hauptrundenabschluss für die Kölner Haie. Am Sonntag gab es einen 6:3-Sieg bei den Straubing Tigers.
Jetzt geht’s in die PlayoffsHaie-Spektakel in Straubing: KEC knackt eigenen Punkterekord

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Die Kölner Haie waren zum Hauptrundenabschluss bei den Straubing Tigers gefordert.
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Versöhnlicher Hauptrundenabschluss für die Kölner Haie: Am 52. Spieltag gelang dem KEC ein 6:3-Sieg bei Spitzenteam Straubing Tigers (Zweiter vor dem Spieltag). Nach zuletzt drei Pleiten in Folge können die Haie so mit einem guten Gefühl in die anstehenden Playoffs gehen.
Zuerst einmal stehen allerdings die Pre-Playoffs an, in denen der Viertelfinal-Gegner der Kölner ausgespielt wird. Spiel 1 steigt für den KEC dann am 24. oder 25. März.
Kölner Haie gewinnen bei den Straubing Tigers
Mit dem Sieg in Straubing schraubten die Haie ihr Zählerkonto auf 116 in der Tabelle, der Hauptrunden-Meister stellte damit einen neuen vereinsinternen Punkterekord (zuvor 114 Punkte aus der Saison 1999/2000, damals noch mit 56 Hauptrundenspielen) auf.
Haie-Coach Kari Jalonen sagte nach der Partie am MagentaSport-Mikrofon: „Wir sind bereit! Das weiß jeder. Die großen Spiele kommen jetzt, dafür haben wir über sieben Monate hart gearbeitet. Hauptrunden-Meister wird man nicht nur mit Glück.“
Kapitän Mo Müller pflichtete seinem Coach bei: „Wir haben heute über 60 Minuten ein sehr konzentriertes Spiel gemacht, gegen einen starken Gegner. Ich bin sehr zufrieden mit dem Sieg. Wir sollten jetzt in den Playoffs nicht zu weit vorausschauen, wir müssen einfach so spielen, wie wir es bisher in der Saison getan haben.“
Nachdem bei der wilden 5:8-Niederlage bei den Grizzlys Wolfsburg Felix Brückmann im Haie-Tor randurfte, stand in Straubing wieder KEC-Stammkeeper Janne Juvonen zwischen den Pfosten.
Die Partie fing kurios an: Schon nach zehn Sekunden gab es die erste Strafe gegen die Gastgeber, Alex Green musste wegen Bandenchecks zwei Minuten auf die Strafbank, die Haie konnten die Überzahl aber nicht ausnutzen.
Vielmehr waren es die Tigers, die immer besser ins Spiel kamen. Nachdem sich die Haie dann erstmals etwas im Angriffsdrittel festsetzen konnten, schlugen die Hausherren eiskalt zu. Nicholas Halloran nutzte einen Abpraller von Juvonen und traf zum 1:0 für Straubing (16. Minute).
Im zweiten Spielabschnitt starteten die Haie dann auch wieder direkt in Überzahl, weil die Tigers fünf Sekunden vor Ende des ersten Drittels in Person von Filip Varejcka eine Strafe bekamen. Und dieses Mal lief es besser für den KEC: Nachdem Ryan MacInnis den Ausgleich bei einem Rebound erst verpasste, netzte er wenige Sekunden später per Direktabnahme zum 1:1 ein (22.).
Jetzt wollten die Haie mehr – und schlugen direkt wieder zu! Juhani Tyrväinen stand nach einem Schuss von Oliwer Kaski genau richtig und schob mit seinem Nachschuss zur 2:1-Führung für die Kölner ein (24.). Lange durften sich das Jalonen-Team darüber aber nicht freuen, während der Strafe gegen Haie-Profi Valtteri Kemiläinen (Beinstellen) netzte Tyler Madden zum 2:2 ein (28.).
Kurz darauf waren die Kölner schon wieder in Unterzahl, kamen dort aber schadlos raus. Kevin Niedenz bekam den Puck direkt von der Strafbank kommend und setzte sich im Angriffsdrittel fest, bediente Kemiläinen an der blauen Linie, der mit einem satten Schuss zur erneuten Kölner Führung traf (32.).
Im Schlussdrittel gab es dann nicht nur Straubing-Chancen auf den Ausgleich, sondern auch gute KEC-Möglichkeiten, die Führung auszubauen. Ihre Powerplays konnten beide Teams vorerst nicht nutzen.
Doch dann brachen die letzten fünf Minuten der Partie an! Zuerst brachte Kapitän Michael Connolly das Eisstadion am Pulverturm mit seinem 3:3-Ausgleich zum Beben (55.). Der war immens wichtig, denn die Tigers brauchten für Platz zwei unbedingt einen Sieg.
Darauf hatten die Haie aber überhaupt keine Lust. Nur 33 Sekunden nach dem Connolly-Treffer erzielte Kemiläinen mit seinem zweiten Treffer die 4:3-Führung (55.). Straubing brauchte nun unbedingt zwei Tore, zog deshalb den Goalie für einen sechsten Feldspieler.
Aber ein Befreiungsschlag von Brady Austin landete postwendend im leeren Straubing-Tor (57.). Wiederum wenige Sekunden später besorgte KEC-Kapitän Moritz Müller mit seinem Treffer zum 6:3 den Endstand (57.).



