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Irres Tore-SpektakelHaie belohnen sich nach wilder Aufholjagd nicht

Veli-Matti Vittasmäki hält auf der Eisfläche den Stock in beiden Händen.

Copyright: IMAGO/Herrmann Agenturfotografie

Veli-Matti Vittasmäki beim Spiel der Kölner Haie gegen die Adler Mannheim. 

Aktualisiert

Die Kölner Haie trafen am Freitagabend auf die Grizzlys Wolfsburg. Die Truppe von Coach Kari Jalonen musste sich nach einer tollen Aufholjagd am Ende aber mit 5:8 geschlagen geben. 

Turbulentes Tore-Spektakel im vorletzten Hauptrunden-Spiel! Die Kölner Haie waren am Freitagabend (13. März 2026) zu Gast bei den Grizzlys Wolfsburg. 

Nach zuletzt zwei Pleiten in Folge gegen die Adler Mannheim (1:5) und die Eisbären Berlin (0:1) fand die Mannschaft von Trainer Kari Jalonen auch gegen die Wolfsburger nicht zurück in die Erfolgsspur und verlor am Ende mit 5:8. 

Wildes Haie-Duell: Sechs Treffer allein im ersten Drittel

Immerhin gab es für alle Haie-Fans unter der Woche schon was zu feiern. Goalie Janne Juvonen hat seinen Vertrag um drei weitere Jahre bis 2029 verlängert. Gegen die Wolfsburger wurde der Finne aber von Felix Brückmann vertreten, der einen äußerst bitteren Abend erlebte.

Gleich zu Beginn gerieten die Haie aufgrund einer Vier-Minuten-Strafe für einen hohen Stock mit Verletzungsfolge gegen Patrick Russel in Unterzahl. Das konnten die Hausherren eiskalt ausnutzen und stellten innerhalb von nur einer Minute auf 2:0.

Erst hatte Justin Feser im Slot etwas zu viel Platz und traf zur Führung (5.), ehe Gemel Smith nach einem Wolfsburger Abschluss am schnellsten schaltete und die Scheibe über Brückmans Schoner ins Tor beförderte (6.). Kurz darauf waren die Haie wieder vollzählig, doch es kam noch dicker!

Tyler Gaudet fuhr hinter dem Haie-Tor her und setzte einen Abschluss ins kurze Eck zum 3:0 (8.). Drei Minuten später stimmte wieder die Zuteilung bei den Domstädtern in der Defensive nicht, wodurch erneut Gaudet per Rückhand den vierten Treffer erzielte (11.). Ein absoluter Fehlstart für die Gäste.

Jalonen reagierte und brachte Tobias Ancicka für Brückmann in die Partie – und dann waren die Haie am Zug. Louis-Marc Aubry (14.) und Veli-Matti Vittasmäki (16.) konnten auf 2:4 verkürzen, wodurch der KEC immerhin nur mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die erste Drittelpause ging. 

Nach diesem turbulenten ersten Drittel startete der zweite Abschnitt dann etwas gemächlicher. Besonders die Haie wirkten geordneter, belohnten sich dann in der 27. Minute mit dem dritten Treffer durch Frederik Storm. Die Nummer 19 der Kölner zog aus halbrechter Position ab und setzte die Scheibe in den Winkel (27.). Nur drei Minuten später erzielte Brady Austin sogar den Ausgleich. Er wackelte Grizzly-Goalie Hannibal Weitzmann aus und die Haie waren wieder voll da!

Die Antwort der Wolfsburger ließ jedoch nicht lange auf sich warten. In der 33. Minute blieb Matt Choupani vor dem Kölner Kasten cool, umkurvte Ancicka und brachte die Hausherren wieder in Führung. Beinahe wären die Kölner wieder mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Pause gegangen, doch der vermeintliche Treffer zum 6:4 wurde nach Videobeweis aberkannt. 

Die Haie, die bereits als Hauptrunden-Sieger feststehen, gaben sich jedoch zu keinem Zeitpunkt auf und erzielten im letzten Abschnitt den erneuten Ausgleich durch Aubry (45.). Dominik Bokk eroberte im gegnerischen Drittel den Puck, bediente in der Mitte den freistehenden Kanadier, der den zehnten Treffer an diesem Abend erzielte. 

Den Schlusspunkt setzten am Ende aber die Grizzlys. Nach einem Scheibenverlust von Moritz Müller in der eigenen Hälfte bekam Choupani den Puck und traf zur erneuten Führung (52.). Kurz vor Schluss holten die Kölner nochmal Ancicka aus dem Tor, was die Wolfsburger eiskalt bestraften. Matthew White (59.) und Julian Chrobot (60.) erzielten die Wolfsburger Treffer sieben und acht. Die Kölner konnten sich nach ihrer tollen Aufholjagd am Ende nicht belohnen. 

Nach Abpfiff erklärte Aubry am MagentaSport-Mikrofon: „Wir fangen hier mit 0:4 an, was nicht gut für uns war, und sind dann aber zurückgekommen. Unsere Mannschaft hat Charakter bewiesen, aber am Ende war es dann einfach nicht gut genug.“ 

Am kommenden Sonntag (15. März/14 Uhr) steht für die Haie dann das letzte Hauptrunden-Duell gegen die Straubing Tigers an. Die Playoffs starten für die Haie am 24./25. März mit einem Auswärtsspiel. 

KEC-Goalie Janne Juvonen hat die Maske hochgezogen und applaudiert mit seinem Schläger.

Vertrag läuft nach Playoffs aus

Kölner Haie verkünden Juvonen-Entscheidung