Leon Draisaitl leert mitten im Spiel ein Päckchen Senf. Was dahintersteckt.
Im kanadischen TV zu sehenWarum Draisaitl mitten im Spiel Senf verputzt
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Kuriose Olympia-Szene beim Spiel der deutschen Eishockey-Männer gegen die USA. Während er gerade auf der Bank eine Pause zwischen zwei Shifts bekam, wurde Leon Draisaitl dabei gefilmt, wie er sich ein kleines gelbes Plastik-Päckchen in den Mund schob und den Inhalt verspeiste.
Doch was war drin? Offenbar genau das, wonach es aussah: Senf! Der kanadische Sender CBC zeigte die Szene am Sonntagabend in einem Zusammenschnitt, in dem auch ein slowakischer Spieler zu sehen war, der sich mit etwas Cola stärkte.
Draisaitl mit Senf erwischt: „Wo ist die Bratwurst?“
Purer Senf mitten im Spiel? Klingt ungewöhnlich, ist es aber gar nicht. Immer wieder greifen Eishockeyspieler zu Senf, der angeblich ein wirksames Mittel gegen Krämpfe sein soll.
Bei Tennisspielern steht derweil Pickle Juice ganz oben auf der Liste der Hausmittel gegen Krämpfe. So rettete sich Carlos Alcaraz bei den Australian Open im Halbfinale gegen Alexander Zverev wohl auch durch das Trinken des Saure-Gurken-Saftes mit Essig trotz Krämpfen in den fünften Satz – und gewann das Match.
Draisaitl aber schwört auf Senf, der bekanntlich ebenfalls Essig enthält. „Es wirkt am besten meiner Meinung nach. Und ab und zu, wenn ich so das Gefühl habe, dass es dazu kommen könnte, dann bin ich da ein bisschen proaktiv und hau mir so einen Löffel Senf rein“, erklärte der gebürtige Kölner.
„Das Gute ist: Falls was daneben geht, fällt es niemandem auf“, schrieb ein Reddit-User und spielte damit auf die gelben Trikots des DEB-Teams an. „Wo ist die Bratwurst?“, fragte ein X-User.
Für Draisaitl sind es anstrengende Spiele, auf dem DEB-Kapitän lastet eine große Erwartungshaltung. Bei der knappen Niederlage gegen Lettland stand er mehr als 28 Minuten auf dem Eis – deutlich länger, als er das für gewöhnlich bei NHL-Spielen mit den Edmonton Oilers tut.
Bei der deutlichen Niederlage gegen die USA bekam er dann etwas weniger Eiszeit, spielte knapp 20 Minuten.
Schon am Dienstagmittag (12.10 Uhr) wird es für Draisaitl und das deutsche Eishockey-Team wieder ernst. Dann geht es in der Quali-Runde gegen Frankreich.
Die Vorrunde verlief für das DEB-Team nicht ideal. Die Niederlage gegen die USA dürfte wohl eingeplant gewesen sein, das 3:4 gegen Lettland nach dem Auftaktsieg gegen Dänemark war dagegen ärgerlich. Letztendlich hatte sie aber keine Konsequenzen, Deutschland wurde dennoch Gruppenzweiter und steht gegen Frankreich vor einer machbaren Aufgabe. Im Viertelfinale würde die Slowakei warten.
„Man muss demütig genug sein, dass wir gegen jeden Gegner hier verlieren können. Das muss in unseren Kopf rein“, warnte der langjährige DEB-Kapitän Moritz Müller von den Kölner Haien jedoch eindringlich davor, die Franzosen zu unterschätzen.


