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Ausrufezeichen im Titel-KampfHaie-Zug hat keine Bremse – nur böse Erinnerung bleibt

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Die Kölner Haie haben in der Halbfinal-Serie der DEL-Playoffs gegen die Eisbären Berlin ausgeglichen. Ganz im Sinne einer Choreo der Fans hat der KEC-Zug in dieser Saison keine Bremse.

In einer eindrucksvollen Choreo feierten die Fans der Kölner Haie ihre Stars am Freitag als Besatzung einer Dampflokomotive, im Spiel donnerte der KEC dann wie ein Hochgeschwindigkeitszug über das Eis. Mit einem satten 5:1-Sieg gegen die Eisbären Berlin sind die Haie nach Spiel zwei endgültig im Halbfinale angekommen.

Endstation sollen die Eisbären Berlin entsprechend nicht sein. Ganz nach dem Motto „Der Zug hat keine Bremse“ will Lokführer Kari Jalonen (66) mit seiner Crew erst ins Finale rasen und dort dann bis zum Meistertitel in der DEL rauschen.

Kölner Haie setzen gegen Berlin auf den Positiv-Trend

„In einer Playoff-Serie ist es wichtig, dass man sich von Spiel zu Spiel steigert. Wir waren heute läuferisch, taktisch und in den Zweikämpfen besser, als noch in Spiel 1 am Mittwoch. Das sind die Sachen, die wir auch in den kommenden Spielen weiter besser machen wollen“, sagte ein zufriedener Jalonen.

Nach der Heim-Gala vor einer mal wieder ausverkauften Lanxess-Arena sind die größten Zweifel wegen des misslungenen Starts in die Vorschlussrunde erst mal wieder zerstreut. In der Hauptstadt hatte der KEC am Mittwoch keine Chance, unterlag im ersten Spiel mit 3:6.

Der eine oder andere Fan fühlte sich nach der Klatsche schon wieder an das bittere Finale vor einem Jahr zurückerinnert, als die Haie von den Eisbären böse vermöbelt worden waren. Nach je einem Sieg pro Team hatte Berlin die letzten drei Spiele allesamt mit 7:0 gewonnen – ein demütigendes Saisonende für die Kölner.

Noch immer bleibt zwar die Parallele zum Vorjahr, als Berlin Spiel eins gewonnen und der KEC zu Hause dann ein erstes Ausrufezeichen gesetzt hatte. Doch an einen ähnlichen Einbruch wie nach dem damaligen überraschenden Sprung bis ins Endspiel glaubt angesichts der Rekord-Saison der Haie kaum jemand.

Nicht nur sportlich sind die Haie deutlich weiter als 2025: Auch mental ist der KEC stark, kann Rückschläge schnell abschütteln. Der Schub an Selbstvertrauen, den die 16 Spiele andauernde Siegesserie in die Kabine trug, hält bis heute an.

„Berlin ist gut ins Spiel gekommen und in Führung gegangen. Ab dem zweiten Drittel haben wir mehr zu unserem Spiel gefunden, dies war schon die ganze Saison über so“, betonte Gregor MacLeod (27): „Wir haben gewonnen und das ist am Ende am wichtigsten.“

In der Hauptrunde hatte Köln beide Auswärtsspiele in Berlin gewonnen, damit will der KEC jetzt auch in den Playoffs anfangen. Am Sonntag (14 Uhr/live bei MagentaSport und EXPRESS.de) gibt es die Gelegenheit auf die Führung in der Best-of-seven-Serie. Auf lange Sicht soll die Hauptstadt für den Haie-Express nur eine Durchgangs-Station bleiben.

Valtteri Kemiläinen und Gregor MacLeod jubeln.

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