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Halbfinal-RevancheZwei Haie-Spiele im Free-TV – Public Viewing für Fans

Aktualisiert:

Für die Kölner Haie geht es in der Halbfinal-Serie gegen die Eisbären Berlin um die Revanche aus dem Vorjahr. Für Eishockey-Fans gibt es gute Nachrichten.

Halbfinale, Hauptrundensieger gegen Rekordchampion, Vize-Meister gegen Meister: Das Playoff-Fieber in der DEL steigt auch in Köln!

Ab Mittwoch (8. April, 19 Uhr) geht es für die Haie in der Wiederauflage des DEL-Finals 2025 gegen die Eisbären Berlin erneut um den Einzug ins Endspiel um die deutsche Eishockey-Meisterschaft.

Finnisches System als Erfolgsfaktor?

Die Schmach aus dem Vorjahr, als der KEC in der „Best of seven“-Finalserie gegen die Eisbären – bis auf einen Heimsieg  – hoffnungslos unterlegen war und die letzten drei Spiele allesamt mit 0:7 verlor, will das Team um Trainer Kari Jalonen unbedingt ausmerzen.

„Die Lektion, die wir da gelernt haben, hilft uns dieses Jahr sehr“, sagte der erfahrene Finne, der sich nach knapp zwei Jahren in Köln mit dem Meistertitel zurück in die Heimat verabschieden möchte.

Für Trainer-Legende Pierre Pagé, der in seiner langen Karriere unter anderem die Eisbären 2005 zur Meisterschaft führte, sind die Haie diesmal Favorit – dank Taktikfuchs Jalonen. „Sie verfügen über einen tiefen Kader und spielen ein starkes Defensivsystem, das sogenannte finnische Trap-System von Trainer Kari Jalonen“, sagte der Kanadier der „Bild“ und sprach damit das Defensivverhalten der Haie in der neutralen Zone an.

In Jalonens Landsmann Janne Juvonen hat Köln hinter der starken Defensive zudem noch den derzeit besten Torwart der Liga. „Die letzte Saison war die letzte Saison“, betonte deshalb auch Eisbären-Coach Serge Aubin, der mit Berlin allerdings noch nie eine Playoff-Serie verloren hat. „Sie haben eine andere Mannschaft.“

Die Haie-Fans fiebern nach der besten DEL-Hauptrunde der Vereinsgeschichte der Revanche entgegen. Die Lanxess-Arena wird wieder ausverkauft sein – auch wenn am Dienstagnachmittag noch ein paar Rückläufer und Logentickets für das erste Heimspiel am Freitag (10. April, 19.30 Uhr) erhältlich waren. 

Für Fans, die keine Karte für eines der ersten beiden schon feststehenden Heimspiele der Serie ergattern konnten, gibt es gute Nachrichten: Beide Begegnungen (10. April und 15. April, jeweils 19.30 Uhr) werden nicht nur bei Streaming-Anbieter MagentaSport übertragen, der ohnehin alle DEL-Spiele zeigt, sondern auch im Free-TV bei DF1. 

Die beiden Auswärtsspiele sind derweil nicht im Free-TV zu sehen, an diesen Tagen zeigt der Sender jeweils das andere Halbfinal-Duell zwischen den Adler Mannheim und Red Bull München. Die weiteren Übertragungstermine im Free-TV entscheiden sich kurzfristig, je nach dem Stand in den beiden Halbfinal-Serien. Die Haie bieten bei den Auswärtsspielen zudem ein Public Viewing in der Halle Tor 2 an, Tickets kosten 8,90 Euro.

Anders als im vergangenen Jahr, als den Kölnern im Finale die Kraft ausging, gehen sie diesmal nach dem Viertelfinal-Sweep gegen Schwennningen ausgeruht in das Duell mit den Eisbären, hatten anders als Berlin (4:2 in der Serie gegen Straubing) eine ganze Woche Pause.

Doch dass der sechste Platz des DEL-Rekordmeisters für die Playoffs wenig Aussagekraft hat, betonte auch Haie-Sportdirektor Matthias Baldys. „Ich habe Berlin die ganze Saison über nie abgeschrieben, auch nicht, als es wegen Verletzungen nicht so gut für sie lief“, sagte er: „Wir wissen, dass wir auf ein Topteam treffen, das zum entscheidenden Zeitpunkt in Topform ist.“

Etwas unglücklich: Als Hauptrundensieger hat Köln eigentlich den Heimvorteil, hat diesen aber zumindest zum Start der Serie abgegeben. Wegen ständiger Probleme mit der Hallenbelegung einigten sich die Kölner mit der Lanxess Arena schon vor der Saison darauf, alle Playoff-Serien mit einem Auswärtsspiel zu starten, um frühzeitig die Termine zu blocken. Nur bei einer knappen Serie könnte der Heimvorteil doch noch zum Tragen kommen: Die letzten beiden Begegnungen einer kompletten „Best of seven“-Serie würden in Köln stattfinden. (mit sid/dpa)

Die Profis der Kölner Haie holen sich enttäuscht die Silbermedaille ab.

Entscheidung gefallen

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